Handball

OFC-Handballer verlieren fünf Stammspieler

Von Offenbach nach Babenhausen. Carl-Philipp Erk (links) wechselt wohl gemeinsam mit Cornelius Göbel in die Oberliga.
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Von Offenbach nach Babenhausen. Carl-Philipp Erk (links) wechselt wohl gemeinsam mit Cornelius Göbel in die Oberliga.

Paukenschlag beim Handball-Landesligisten Kickers Offenbach. Innerhalb weniger Tage verlassen sechs Spieler, darunter fünf Stammkräfte, den Verein. Ein Duo kehrt zurück zur SG RW Babenhausen.

Offenbach – Innerhalb weniger Tage hat sich die Laune bei den Handballern der Offenbacher Kickers gewaltig gewandelt. Hatte Abteilungsleiter Manuel „Richy“ Dieter am 14. April noch freudig verkündet, dass in Christian Seliger (Landesliga) und Thomas Masztalerz (A-Liga) die Trainer der ersten und zweiten Herren-Mannschaft für eine weitere Saison zugesagt haben, ließen Anfang der Woche Carl-Philipp Erk und Cornelius Göbel eine Bombe platzen. Das Duo gab während eines virtuellen Trainings bekannt, dass es eine neue Herausforderung suche. Beide kehren zur SG Rot-Weiß Babenhausen (Oberliga) zurück.

„Damit muss man leider rechnen, wenn man sich zwischen Leistungs- und Amateursport bewegt und keine Verträge mit Spielern hat“, so Dieter. Man habe von den Gedankenspielen gewusst, sei aber vom Zeitpunkt der Bekanntgabe überrascht gewesen. „Es herrscht deshalb bei uns keine Weltuntergangsstimmung. Wir wünschen den Spielern alles Gute, sie haben uns schöne Momente beschert und waren daran beteiligt, dass wir dort hingekommen sind, wo wir jetzt stehen. Doch diese Abgänge schmerzen natürlich sehr.“

Zumal Erk und Göbel nicht die einzigen Akteure sind, auf die der OFC künftig verzichten muss. Neben Michael Ritter (wechselt wie berichtet zum Oberligisten HSG Hanau II) stehen auch Florian Küchler, Timo Krause (beenden ihre Karriere) sowie Michael Weis (pausiert studien-bedingt) nicht mehr zur Verfügung. Damit fallen den Kickers auf einen Schlag sechs Akteure weg, von denen fünf „erste Wahl“ waren.

Und das ausgerechnet im Jubiläumsjahr. Die Abteilung wird 100 und will das unter anderem mit einem Beach-Turnier im September auf der Rosenhöhe feiern.

Jetzt gilt es die Frage zu klären, wie es weitergeht im Herren-Bereich. Macht es aus sportlicher und personeller Sicht Sinn, jeweils ein Team in der Landesliga, A-Liga und D-Liga zu melden? Ob es drei Mannschaften geben wird, müsse man überdenken, sagt Dieter. An der Ligazugehörigkeit der ersten und zweiten Mannschaft werde sich wohl nichts ändern. Man müsse sich aber vermutlich andere Ziele setzen. Ohnehin gilt es, nach dem Ende der Pandemie erst mal eine personelle Bestandsaufnahme zu machen, berichtet Dieter.

Er kann sich vorstellen, die Lücken in der ersten Mannschaft mit Akteuren aus der zweiten zu füllen: „Christian Seliger hat mehrfach bewiesen, dass er junge Spieler weiterentwickeln kann.“

Von Christian Düncher

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