Neue Ligenstruktur

C-Ligen mit 17 statt elf Teams sorgen für lebhafte Debatte

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Auf die Fußballer der C-Ligen kommen deutlich mehr Spiele zu.

Die Entscheidung von Kreisfußballwart Jörg Wagner hat eine Kontroverse ausgelöst. Sie bedeutet 32 Punktspiele pro Team statt 20, beziehungsweise 22.

Offenbach - In der am 11. August beginnenden Saison wird auf der untersten Ebene mit zwei C-Ligen á 17 Mannschaften statt mit zwei Elfer-C-Ligen und einer Zwölfer-D-Liga gespielt. 

Als Erster verkündete Clemens Weingärtner vom Vorstand der Sportfreunde Fortuna Dreieich seine Ablehnung dieser Entscheidung. „Wir sind uns sicher, dass jeder Breitensportler in einem Fußballverein gerne Pflichtspiele absolviert. Jedoch haben wir die Erfahrung gemacht, dass hierfür nicht eine so hohe Anzahl von Spielen nötig wäre bzw. sogar eher dazu führt, dass Teams sich zurückziehen müssen“, teilte er mit. Er äußerte den Wunsch, dass diese Entscheidung bei der Vorrundenbesprechung des Fußballkreises am Sonntag, 21. Juli, (11 Uhr) in der Glaabsbräu-Brauerei in Seligenstadt noch einmal thematisiert und gegebenenfalls geändert werden soll.

Prompt aber kam das erste Contra: „Fußballer wollen Fußball spielen und nicht mit 11 bis 12 Mannschaften nur wenig Spiele absolvieren. Wir und hoffentlich die Mehrzahl der betroffenen Vereine stehen hinter dieser Entscheidung“, verlautbarte Wolfgang Meixner für die SG Heusenstamm-Zrinski. Der SV Germania Steinheim wiederum sprang Fortuna Dreieich bei. Bei 32 Spieltagen werde das Hobby Fußball zum Lebensmittelpunkt, um den herum alles andere geplant werden müsse. „Das ist unseren Spielern, zum Großteil junge Familienväter, die auch beruflich viel stärker eingebunden sind als noch vor zehn oder 15 Jahren, nur schwer zu vermitteln“, meint Jürgen Schnürer im Namen der dritten Mannschaft des SVG. Als Alternative schlug er vor, eine Zwölfer-Klasse nach 14er-Schlüssel spielen zu lassen, also mit 26 Spieltagen, so dass an jedem Spieltag zwei Teams spielfrei wären, die dann bei Interesse noch ein Freundschaftsspiel gegeneinander bestreiten könnten.

Entscheidung für diese Saison unumstößlich

Die Spvgg. Dietesheim III dagegen befürwortete die größere Klassenstärke. „Wir haben in der letzten Saison in der D-Klasse erfahren, was es heißt, mit nur zehn Mannschaften zu starten. Auch durch zwei Rückzüge sind viele Spiele ausgefallen. Es ist nicht einfach, die Mannschaft bei Laune zu halten, wenn man nur alle zwei bis drei Wochen ein Punktspiel hat und die Winterpause fast fünf Monate dauert“, teilte das Team mit.

Kreisfußballwart Wagner bedankte sich für alle Beiträge und kündigte an, dieses Thema auf die Tagesordnung für die Vorrundenbesprechung zu setzen. Für diese Saison sei die Entscheidung aber unumstößlich. „Wir werden aber anbieten, dass jeder, der doch nicht mitspielen möchte, straffrei zurückziehen kann“, verkündete er. Ein gewichtiges Argument bleibt auch, dass Rückzüge während der Runde, zu denen es in den vergangenen Jahren immer gekommen ist, in größeren Staffeln leichter zu verkraften sind.

Die vier zusätzlichen Spieltage gegenüber den übrigen 16er-Spielklassen im Fußballkreis sind auf den 1. März 2020 sowie drei Wochenspieltage am 21.8., 18.9. und 24.3. terminiert worden. Bei der Klasseneinteilung wurden die ursprünglichen D-Ligisten Spvgg. 03 Neu-Isenburg III, SSG Gravenbruch II, FT Oberrad II, DJK Sparta Bürgel II, Türkgücü Dietzenbach II und SG Klein-Auheim der C-Liga 1 zugeordnet.

Stefan Moritz

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Quelle: op-online.de

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