Bilanz spricht für Rodgau

Patrick Beer warnt vor individueller Klasse

Offenbach - Die Handballer aus Nieder-Roden und Hanau starten mit guten Leistungen in die Saison der 3. Liga Ost.

Während sich die Rodgauer gegen die Magdeburger Bundesliga-Reserve mit zwei Punkten belohnten, unterlagen die Grimmstädter bei Zweitliga-Absteiger Leutershausen. TV Germania Großsachsen - HSG Rodgau Nieder-Roden (Sa., 20.00). „Das ist eines der Topteams der Liga und am Saisonende sicherlich im oberen Tabellendrittel zu erwarten“, sagt HSG-Trainer Jan Redmann über die Baden-Württemberger. Mit dem 30:28-Sieg bei Eintracht Baunatal setzte die Germania, die die vergangenen Saison in der Süd-Gruppe der 3. Liga auf dem fünften Platz abgeschlossen hatte, gleich am ersten Spieltag ein Ausrufezeichen. Sechs Minuten vor Spielende hatte Großsachsen sogar noch mit acht Toren vorne gelegen.

Die Rodgauer wollen im Großen und Ganzen da weitermachen, wo sich zuletzt beim 34:24 gegen Magdeburg aufgehört haben. „Wir müssen noch ein bisschen konzentrierter werden und die Schwächephasen abstellen“, fordert Redmann. „Großsachsen besitzt ein eingespieltes, Drittliga-routiniertes Team und ist deutlich cleverer als zuletzt Magdeburg“, warnt Redmann, der sich schon jetzt auf seine Torhüter verlassen kann: Marco Rhein überzeugte gegen Magdeburg vor allem zu Beginn, Sandro Friedrich in der zweiten Hälfte mit zwei abgewehrten Siebenmetern. „Meine Leistung sollen andere beurteilen. Wenn aber hinten 16 Minuten lang eine Eins oder Zwei steht, ist das schon nicht schlecht. Mit unserem Torwartduo brauchen wir uns jedenfalls nicht verstecken“, sagt Marco Rhein.

Die Bilanz gegen Großsachsen spricht für die Rodgauer: In der Saison 2012/2013 spielten beide Mannschaften gemeinsam in der 3. Liga Süd. In Hirschberg trennten sich beide Seiten 29:29, das Rückrundenspiel gewann die HSG mit 35:28 und belegte damit Platz sieben, Großsachsen wurde Zehnter.

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HSG Hanau - HSV Bad Blankenburg (So., 17.00)

Eigentlich gehörte Bad Blankenburg in den vergangenen Jahren fest zum Drittliga-Inventar, stieg aber 2016 nach einer Negativserie von 2:12 Punkten aus den letzten sieben Partien noch völlig überraschend ab. Diesen Ausrutscher machten die Thüringer aber direkt wieder wett und stiegen als Oberligameister wieder auf. Nun wollen die Bad Blankenburger mit aller Macht die Liga erhalten und krempelten ihren Kader in der Sommerpause nahezu komplett um.

Und benötigen nun noch eine gewisse Anlaufzeit. Beim 20:24 gegen den TV Großwallstadt am ersten Spieltag konzentrierten sich die Thüringer vor allem auf ihre Abwehr und boten hier mit einer 6:0- beziehungsweise 4:2-Deckung auch eine gute Leistung. „Bad Blankenburg ist noch nicht eingespielt, besitzt aber individuelle Klasse“, sagt Patrick Beer, Trainer der Hanauer, „da müssen wir schon eine ordentliche Leistung bieten, um zu punkten. Wir wollen die Leistung der vergangenen Woche bestätigen, müssen aber Kleinigkeiten verbessern. Dann bin ich positiv gestimmt.“ Zumal es personell wieder ein bisschen besser aussieht: Yaron Pillmann, leicht angeschlagen in die Partie gegen Leutershausen gegangen, steht wieder komplett zur Verfügung. Bei Maximilian Bergold sieht es zumindest wieder ein wenig besser aus. (leo)

Quelle: op-online.de

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