Hessenpokal: Seligenstadt unterliegt 0:3

Gruppenligist Hanau siegt im Wahnsinnsspiel

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Duell im Regen: Seligenstadts Kevin Knecht (rechts) behauptet den Ball vor Philipp Wörner (Alzenau).

Offenbach - Die Sportfreunde Seligenstadt haben in der zweiten Runde des Hessenpokals eine Überraschung verpasst und verloren am Mittwochabend gegen den FC Bayern Alzenau am Ende standesgemäß mit 0:3.

Eine dramatische Partie erlebten die Zuschauer beim Treffen von Türk Gücü Hanau und Viktoria Nidda.
Sportfreunde Seligenstadt - FC Bayern Alzenau 0:3 (0:1)
Favorit Alzenau setzte sich ohne Glanz, aber sicher durch. Im Duell des Gruppenligisten gegen den zwei Klassen höher angesiedelten Hessenligisten spielten beide Mannschaften 90 Minuten lang diszipliniert. Die Seligenstädter verteidigten gut, konnten aber nicht alle Alzenauer Angriffe frühzeitig und entscheidend stoppen. So nach 17 Minuten: Can Özer bediente den gestarteten Christopher Krause mit einem schönen Pass. Der Alzenauer überwand Sportfreunde-Keeper Jerome Czaronek - das 1:0.

Danach näherten sich die Seligenstädter bis zur Pause zumindest einmal gefährlich dem Gästetor, hatten Pech, als eine elfmeterreife Szene zu ihren Gunsten nicht geahndet wurde. Der FC Bayern spielte „humorlos“ weiter, wie es Alzenaus Trainer Angelo Barletta ausdrückte.

Diese Spielweise behielt der Favorit auch nach dem Seitenwechsel bei. Ehe die Entscheidung fiel, verging aber noch eine halbe Stunde. Erst dann machte Francesco Calabrese mit dem 2:0 den Sack zu. Dabei hatte Patrick Kalata die Vorarbeit geleistet. Der Schlusspunkt blieb Kalata selbst vorbehalten, in der letzten Minute musste er nach einer Hereingabe in den Strafraum nur noch den Fuß zum 3:0 hinhalten.

Tore: 0:1 Krause (17.), 0:2 Calabrese (77.), 0:3 Kalata (90.)

Bilder: Sportfreunde verlieren gegen Alzenau

Türk Gücü Hanau - Viktoria Nidda 8:7 (3:3/0:1)
In Hälfte eins hatte Nidda gegen harmlose Hanauer das Heft sicher in der Hand, traf durch Noah Michel zur Führung. Türk-Gücü-Keeper Burak Tok verhinderte gegen Michel wenig später sogar das 2:0. Nicht nur das, sondern auch noch den dritten Treffer sollte Verbandsliga-Aufsteiger Nidda nach der Pause erzielen.

Gruppenligist Hanau schien noch zehn Minuten vor dem Ende ausgeschieden. Dann nahm der Wahnsinn seinen Lauf: Abdullahan Acikel erzielte zuerst das 1:3, spätestens mit Serkan Bayins 2:3 sechs Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit witterten die bis dato eher schwachen Gastgeber wieder Morgenluft. Die riesige Moral belohnte Acikel mit dem Ausgleich in der Nachspielzeit, wenngleich aus abseitsverdächtiger Position.

In der Verlängerung sorgte vor allem ein vermeintlicher Elfmeter für Nidda, den der Schiedsrichter nicht gab, für Aufregung. Im Elfmeterschießen trafen alle Hanauer Schützen. Held des Abends wurde Türk-Gücü-Schlussmann Tok, der gegen Sven Diedrich parierte.

Tore: 0:1 Michel (28.), 0:2 Jo. Jung (67.), 0:3 Diedrich (77.), 1:3 Acikel (81.), 2:3 Bayin (84.), 3:3 Acikel (90. + 4) (jd)

Quelle: op-online.de

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