Amateurfußball

Offenbacher Kreispokal: Amateure am Limit

Verbandsligist Spvgg. Neu-Isenburg um Robert Metzler (Mitte) zählt im Offenbacher Kreispokal zu den Mitfavoriten im Kampf um den Titel.
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Verbandsligist Spvgg. Neu-Isenburg um Robert Metzler (Mitte) zählt im Offenbacher Kreispokal zu den Mitfavoriten im Kampf um den Titel.

Die zweite Runde steht an im Offenbacher Fußball-Kreispokal. Einige Teams hatten gar nicht für den Wettbewerb gemeldet, andere klagen über zu hohe Belastung. In Lämmerspiel hofft man derweil auf ein „schönes Spiel“

Offenbach – In der zweiten Runde des Offenbacher Fußball-Kreispokals steht unter der Woche die zweite Runde an, elf Begegnungen sind angesetzt. Mit dabei sind nun auch die Topvereine aus der Verbands- und Gruppenliga.

So trifft Kreisoberligist FC Dietzenbach am Mittwoch (18.30 Uhr) auf den Verbandsligisten Spvgg. 03 Neu-Isenburg. „Es ist schade, aber aufgrund der hohen Belastung werden wir unser Hauptaugenmerk voll auf die Punktrunde richten. Wir hatten im September neun oder zehn Spiele. Für Amateure, die anderthalb Jahre nicht gespielt haben, ist das zu viel. Einige sind am Limit, daher werden wir einige Spieler aus der zweiten Mannschaft einsetzen“, sagt Dietzenbachs Spielausschusschef Werner Marquardt. Gegner Neu-Isenburg geht die Aufgabe auf jeden Fall mit dem nötigen Ernst an: „Das ist für uns ein Pflichtspiel“, erklärt 03-Trainer Nick Janovsky und schickt die erste Mannschaft ins Rennen. „Um auf 17, 18 Spieler zu kommen, werden wir den Kader mit einigen Akteuren aus der zweiten Mannschaft auffüllen. Das ist aber ganz gut, da können die Jungs einmal bei uns hineinschnuppern“, blickt Janovsky voraus.

Kreisoberligist TSV Lämmerspiel will gegen den Verbandsligisten JSK Rodgau einfach ein „schönes Spiel“ abliefern. „Wie bei den anderen Mannschaften auch liegt unsere Priorität auf der Meisterschaftsrunde. Aber wir wollen uns natürlich gut verkaufen. Für unsere junge Mannschaft ist das eine schöne Bühne, sich einmal mit einer solchen Mannschaft zu messen“, sagt Lämmerspiels Trainer Pedro Rufino. Sein Neffe Calvin, bis zum Winter 2019 in Jügesheim aktiv, ist aufgrund einer Innenbandverletzung aber wohl kein Thema für die Startformation.

Am Bierbrauerweg steigt um 19.45 Uhr mit der Partie zwischen dem VfB Offenbach und dem 1. FC Langen das Duell zweier Gruppenligisten. „Die Priorität liegt natürlich auf der Punktrunde, gerade in der derzeitigen Situation“, sagt VfB-Trainer Peter Lack nach neun sieglosen Spielen (zwei Punkte). „Mal schauen, wen wir alles auf den Platz bekommen, wobei der eine oder andere noch ein bisschen Nachholbedarf hat“, erklärt Lack und hofft, „dass wir aus dem Pokal etwas Positives herausziehen können.“ Am zweiten Gruppenliga-Spieltag standen sich beide Mannschaften in Oberlinden zum Punktspiel gegenüber, seinerzeit behielt Langen mit 4:2 die Oberhand.

Am Donnerstag stehen noch zwei Begegnungen an, darunter das Westkreis-Derby der beiden Kreisoberligisten SV Dreieichenhain und FC Offenthal. Die Partie zwischen der Spvgg. Hainstadt und der SG Egelsbach findet erst am 4. November statt. Hessenligist SC Hessen Dreieich sowie die Sportfreunde Seligenstadt, die SG Nieder-Roden und die SG Heusenstamm-Zrinski haben bereits kampflos das Achtelfinale erreicht, nachdem Kickers Obertshausen, die DJK Sparta Bürgel, TSG Mainflingen und Teutonia Hausen auf eine Teilnahme an der Pokalrunde verzichten. „Nachdem klar war, dass wir eine komplette Punktrunde spielen, haben wir sofort entschieden, nicht am Pokal teilzunehmen“, sagt Siggi Herth, Fußball-Boss beim Gruppenligisten aus Obertshausen. (Von Patrick Leonhardt)

Es spielen: FC Dietzenbach - Spvgg. 03 Neu-Isenburg (Mi., 18.30), TSV Heusenstamm - SV Pars Neu-Isenburg, FV 06 Sprendlingen - Germania Bieber, Portugues Offenbach - SVG Steinheim, Spvgg. Seligenstadt - Wiking Offenbach, TSV Lämmerspiel - JSK Rodgau, FT Oberrad - Fortuna Dreieich, Susgo Offenthal - Spvgg. Dietesheim (alle Mi., 19.30), VfB Offenbach - 1. FC Langen (Mi., 19.45), SV Dreieichenhain - FC Offenthal, Gemaa Tempelsee - TSV Dudenhofen (beide Do., 19.30)

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