Unfaires Verhalten beim Hobbyturnier

Ein peinlicher Auftritt

Dieburg (jd) ‐ Nicht nur bei einigen Spielern, sondern auch bei Organisator Torsten Willsch blieb am Ende ein fader Beigeschmack: Gerade beim Jubiläum der inoffiziellen Dieburger Hallenfußball-Stadtmeisterschaften für Hobbymannschaften lief nicht alles so, wie man es sich bei der zehnten Auflage des beliebten Turniers gewünscht hätte.

Zwölf Mannschaften hatten gemeldet, die Willsch in zwei Gruppen zu je sechs Teams gelost hatte. Eine Absage erhielt Willsch, der das Turnier mit Robert Mathy alias DJ Robby und weiteren Unterstützern aus dem Kreis des SC Hassia seit einer Dekade auf die Beine stellt, wenige Tage vor dem Turnier, was seinen Spielplan aber nicht großartig durcheinandergebracht hätte. Viel stärker zu schaffen machten ihm zwei Absagen am Morgen des Samstags, an dem das Turnier um 11.30 Uhr begann. Eine Mannschaft meldete ihr Fernbleiben nicht einmal, weshalb Willsch kurzfristig umdisponieren musste und drei Dreier-Gruppen erstellte. Durch das Fernbleiben einer Mannschaft entstanden gar nur zwei Dreier- und eine Zweier-Gruppe, in der das Team des FV Erfrischend Defensiv Dieburg I und das Team „Schwarzes Ballett“ gleich dreimal gegeneinander spielten. Für beide Mannschaften ärgerlich. Für den FV ED Dieburg besonders, da nach drei Niederlagen Schluss war, während das „Schwarze Ballett“ zumindest in der Finalrunde noch auf andere Gegner traf. Für die Finalrunde qualifizierten sich zwei weitere Mannschaften: In Gruppe A setzte sich Titelverteidiger Skiclub Dieburg gegen die „Renntiere“ und das Team der Shell-Station Falk in Hin- und Rückspielen durch. Neben dem „Schwarzen Ballett“ schaffte auch das „Weiße Ballett“ den Gruppensieg, ließ dabei die Teams FV ED II sowie die Alten Herren der DJK hinter sich.

Im ersten Spiel der Finalrunde, in der jeder Gruppensieger gegen die beiden anderen antrat, trennten sich zunächst das „Schwarze Ballett“ und der Skiclub 2:2-Unentschieden. Im Anschluss siegte das „Schwarze Ballett“ mit 6:3 gegen das „Weiße Ballett“, in dem einige aktuelle und ehemalige Spieler der Hassia am Ball waren und dem erstmals beim Turnier angetretenen „Schwarzen Ballett“ ernsthaft Paroli boten. Genau das aber ließ das „Weiße Ballett“, das im letzten Spiel keine Chance mehr auf den Turniersieg hatte, gegen den Skiclub dann vermissen. Eigentlich stand der Skiclub vor einer schwierigen Aufgabe, musste er für einen Turniersieg doch mit vier Toren Differenz siegen. Das „Weiße Ballett“ machte es dem Club aber mit unverhohlener Absicht leicht: Das Team ersetzte seinen starken Torwart durch einen Feldspieler, ließ die besten Akteure auf der Bank und schoss kaum aufs Tor. Unter Pfiffen einiger Zuschauer gewann der Skiclub problemlos mit 8:0 und damit das Turnier. Ein Erfolg, den selbst der an der Manipulation wohl unbeteiligte Sieger Skiclub nicht ganz so überschwänglich feierte. Rätselhaft das Motiv besonders einiger Hassia-Spieler, sich im letzten Turnierspiel absichtlich abschlachten zu lassen. Bedenklich ob des Charakters der Beteiligten wenigstens in Ansätzen – peinlich und unverdient für das eigentlich schöne Turnier auf jeden Fall.

Viele Teams sagten ab

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