Platz eins Lohn für Kantersieg im Derby

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Die Dietzenbacherin Tamara Stadter (links) setzt sich im Landesliga-Derby gegen die Hainhausenerin Katrin Kohlstedde (hinten) durch.

Offenbach (muth) ‐   Am zweiten Spieltag in der Handball-Landesliga der Damen setzte sich die FSG Dieburg/Groß-Zimmern mit einem 34:22-Kantersieg gegen die SU Mühlheim an die Tabellenspitze.

HSG Dietzenbach - TG Hainhausen 19:19 (8:10)

Die Partie war von vielen technischen Fehlern geprägt. Hainhausen erkämpfte sich dank der herausragenden Torhüterin Silke Neumann eine Drei-Tore-Führung. „Leider brachte diese Führung nicht die notwendige Ruhe in unser Spiel“, zeigt sich TGH-Trainerin Dagmar Pokojewski enttäuscht. Dietzenbach nutzte die technischen Fehler und wendete das Blatt zu einer 10:8-Führung. „Gerade in diesen Phasen bewies meine Mannschaft eine tolle Moral und kämpfte sich ins Spiel zurück“, sagte Gregor Wade, Trainer der Dietzenbacher Damen. Dietzenbach ging 30 Sekunden vor Ende 19:18 in Führung. Mit dem Schlusspfiff bekam die TGH noch einen Siebenmeter, den Britta Stresow sicher verwandelte und so einen Punkt nach Hainhausen holte.

Spielfilm: 3:3, 3:7, 8:7, 10:8 - 11:11, 11:14, 14:14, 18:18, 19:18, 19:19 - Zeitstrafen: 4/6 - Rote Karte: Luberecka (Dietzenbach, 41., Foul beim Tempogegenstoß) - 7m: 4/7 - 7/10.

Dietzenbach: Holzmann, S. Lehr; Subay (2/1), Lang (3), Albert (1), Rotter (6/3), Gaußmann, Roth, Stadter (2), Urban (1), Luberecka, Becker, Mehl (1), K. Lehr (3).

TG Hainhausen: Neumann, Lange; Groß, Stresow (3/1), Wolf (2), Lindner (1), Severin, Kohlstedde (1/1), Zielinski, Hofmann (n.e.), Ebert (12/5), Hartung.

FSG Dieburg/Groß-Zimmern - SU Mühlheim 34:22 (14:10)

Dieburg ging schnell in Führung und hielt Mühlheim auf Abstand. „Die Balance zwischen Rückzugsverhalten und Druck nach vorne hat bei uns von Anfang an gestimmt“, bewertete Gerhard Heberer, Trainer der FSG, das Spiel positiv. Insbesondere Tamara Konscholki und Denise Lopes im Tor überzeugten. Die Mühlheimerinnen vergaben zu viele Chancen, so dass die Gastgeberinnen immer wieder einfache Tore über Gegenstöße erzielten. „Es bedarf schon einer erheblichen Leistungssteigerung, um beim Heimspiel am Sonntag gegen Dietzenbach zu bestehen“, blickt SU-Trainer Stefan Böttcher nach vorne.

Spielfilm: 1:1, 7:2, 10:4, 13:8, 14:10 - 17:12, 21:15, 27:16, 30:20, 34:22 - Zeitstrafen: 9/10 - Rote Karten: Muthig (Mühlheim, 53., 3x2min), Würtenberger (Dieburg, 54., 3x2min), Eichhorn (Mühlheim, 59., 3x2min), 7m: 5/9 - 6/9.

FSG Dieburg/Groß-Zimmern: Konscholki, Lopes; Lamberty (1), Aloe-Rudolph, Schott (7/1), Puknus (5/2), Raab (4), Wiedekind (2), Würtenberger (1), Amann (1), Steinmetz (5), Sauerwein, Ostner (4), Graubner.

SU Mühlheim: Wolz, Proske, Fleischhacker; Muthig (2), Haus (5/3), A. Eichhorn, Ebert (5/3), Jöckel, V. Eichhorn (1), Böttcher (1), Schultheiß (2), Baltzer (1), Steinmetz (5/1), Schmidt

HSG Langen - SG Bruchköbel 18:18 (12:10)

Innerhalb der ersten zehn Minuten zog die SG Bruchköbel durch ihr Tempospiel mit 1:6 davon. Erst dann wachte die HSG Langen auf. Der Vorsprung der SGB schmolz dahin und zur Halbzeit führte die HSG Langen mit 12:10. In der letzten Viertelstunde schlichen sich allerdings wieder mehr Fehler ein. 16 Minuten fiel für Langen kein Tor mehr, wodurch Bruchköbel aufholte und den Ausgleich erzielte. „Wir hatten Chancen auf den Sieg“, haderte Trainer Ralf Kern.

Spielfilm: 1:6, 6:7, 12:10 - 17:12, 17:16, 18:18 - Zeitstrafen 5 (HSG) - 7m: 4/7 (HSG).

HSG Langen: Schupp; J. Fouta, Schindel (2), Werwitzke (3), Schweinhardt, Müller (1), Eichler, Aitotoglou (2), Kaiser (4/4), Franz, Eckert (2), L. Fouta (4), Wannemacher, Vikari.

TSV Klein-Auheim - HSG Aschaffenburg 26:26 (15:12)

Wie von TSV-Trainerin Silvia Löhr erwartet, begannen die Gäste mit hohem Tempo. Klein-Auheim war darauf vorbereitet und ging das schnelle Spiel mit. Die Schwachstelle offenbarte sich an anderer Stelle. Die 6:0-Deckung wurde von den Spielerinnen nicht konsequent genug umgesetzt, wodurch die Aschaffenburgerinnen zu vielen Toren über die Außenposition kamen. Trotzdem hielt Löhrs Team den Drei-Tore-Vorsprung aus der ersten Halbzeit. Fünf Minuten vor Schluss kam die unerwartete Wende. Durch zwei Ballverluste erzielte Aschaffenburg die Anschlusstreffer zum 26:25. 40 Sekunden vor dem Schlusspfiff war Klein-Auheim in Ballbesitz, schloss aber überhastet ab und kassierte im gegenzug noch den Ausgleich. „Der Punktverlust ist bitter, aber bei 26 Gegentoren nicht verwunderlich“, sagte Löhr.

Spielfilm: 3:3, 7:7, 12:8, 15:12 - 17:14, 22:19, 24:21, 26:23, 26:26 - Zeitstrafen: 1/3 - 7m: 3/5 - 7/8.

TSV Klein-Auheim: Scholl (1.-45.), Vogel (46.-60.); Zitting (1), Kaschky (2), Balkan (4/3), Bauer (2), Ziemann (4), Grosser (1), Ricker (4), Reichl (2), Groh (4), Burkard (2).

TV Kirchzell - SG Egelsbach 21:18 (11:11)

Nach frühem Rückstand steigerten sich die Egelsbacherinnen und erspielten sich zur Pause ein 11:11. In die zweite Halbzeit stieg die Mannschaft von Edis Hodzic erfolgreicher ein und erspielte sich die erste Führung. Der krankheitsbedingte Ausfall der Leistungsträgerin Lisa Schwing machte sich bei den Egelsbacherinnen dann bemerkbar. Ideenlose Angriffe und unnötige Zeitstrafen ermöglichten Kirchzell den Sieg. „Sieben Tore in der zweiten Halbzeit sind einfach zu wenig, um ein Spiel zu gewinnen“, ärgerte sich Hodzic.

Spielfilm: 1:0, 4:3, 8:4, 9:6, 10:9, 11:11 - 11:13, 15:13, 15:15, 17:15, 20:16, 21:18 - Zeitstrafen: 2/5 - 7m: 5/8 - 4/4.

Torschützen SG Egelsbach: Thiel (6), Horn (5/4), Hirsch (2), Winkler (2), Müller (2), Hasche (1), Kluck (1).

Quelle: op-online.de

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