Positive Erkenntnisse bei Germania trotz 1:3-Niederlage

Ober-Roden (leo) ‐ Trotz der 1:3 (0:2)-Niederlage gegen den SC Waldgirmes, der dritten Niederlage aus den vergangenen vier Partien (ein Punkt), rangiert Germania Ober-Roden in der Fußball-Hessenliga weiterhin auf dem Abstiegsrelegationsplatz.

Und trotz der Niederlage erkannte Germania-Trainer Ricardo Bastias einiges Positives: „Das war gegenüber der 0:5-Niederlage gegen den FSV kein Vergleich. Da stand eine Mannschaft auf dem Platz, die gewinnen wollte. Einsatz und Leidenschaft haben gestimmt. Die Gegentore waren individuelle Fehler, die nicht passieren dürfen.“

Das Ziel der Germania, möglichst lange ohne Gegentor zu bleiben, war schon nach fünf Minuten hinfällig. „Da ist die komplette Innenverteidigung am Ball vorbeigerutscht. Ich muss wohl demnächst vor dem Spiel noch eine Schuhkontrolle durchführen“, meinte der Ober-Rodener Trainer. Nur vier Minuten später klingelte er erneut im Germania-Tor, als Torhüter Pero Miletic den Ball bei einer Rettungstat in das eigene Tornetz lenkte. Mit der frühen 2:0-Führung im Rücken ließ es Waldgirmes etwas gemächlicher angehen, zog die Handbremse ein wenig an. Die Germania, bei der Zamir Daudi als rechter Verteidiger eine herausragende Leistung bot, spielte nun gut mit und lieferte den Gästen nach dem Seitenwechsel einen offenen Schlagabtausch. „Wir hatten ein paar Abschlüsse, wenn auch nichts Zwingendes“, meinte Bastias. Gegen den FSV hatte Ober-Roden vor einer Woche nicht einmal auf das Tor geschossen.

Und plötzlich waren die Gastgeber wieder im Spiel. Nach einem von Frenz an Ober-Rodens Kapitän Horst Russ verschuldeten Strafstoß verwandelte dieser den Elfmeter zehn Minuten vor Spielende zum 1:2. „Danach waren wir nochmals hoch motiviert“, erkannte Bastias. Doch die Euphorie auf Seiten der Ober-Rodener erhielt nur 120 Sekunden später bereits wieder einen kräftigen Dämpfer, als Schmitt auf 3:1 für den SC Waldgirmes erhöhte. Die Ampelkarte für Ober-Rodens Amdon Ghebru in der Schlussminute hatte keine Auswirkungen mehr.

„Das war kein schönes Spiel“

Die Leistung hat gestimmt“, erklärte Ricardo Bastias. Sein Gegenüber Thorsten Krick meinte: „Das war kein schönes Spiel.“ Allerdings nutzte Waldgirmes seine wenigen Chancen konsequent und sicherte sich somit bereits den fünften Auswärtssieg hintereinander.

Die Germania ist bereits am kommenden Freitag wieder gefordert, gastiert um 19.30 Uhr beim ebenfalls stark abstiegsgefährdeten KSV Klein-Karben, der bisher nur zwei Zähler weniger verbucht hat.

Germania Ober-Roden: Miletic - Daudi, Noumsi (65. Colucci), Taylor, Bayrak - El Aadmi, Aghoulad, Raimondi, F. Ghebru - Salem, Russ

SC Waldgirmes: Ried - Neubert, Frenz, Bätzel, A. Weinecker (46. Salzmann) - Schmandt, Burk, Schmitt - Michel, Langholz, D. Weinecker (82. Szymanski)

Tore:0:1 Michel (5.), 0:2 Eigentor Miletic (9.), 1:2 Russ (80./FE), 1:3 Schmitt (82.) - Schiedsrichter:Langhammer (Königstädten) - Zuschauer:100 - Gelb-Rot:Ghebru (90./Ober-Roden)

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © pixelio

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare