22:20-Führung reicht nicht

Ein Punkt ist für TVG zu wenig

Aschaffenburg - Und wieder reichte es nicht zum Sieg. Der TV Großwallstadt trennte sich gestern Abend vom VfL Gummersbach mit 22:22 (9:10). Der eine Punkt ist im Abstiegskampf der Handball-Bundesliga zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel.

Wieder hatten die Großwallstädter vor 3.745 Zuschauern einen großen Kampf geliefert, wieder hatten sie es am Ende verpasst, sich dafür auch zu belohnen. Stark beim TVG vor allem die Abwehr mit Torhüter Andreas Wolff, schwach freilich der Angriff, 22 Treffer in eigener Halle sind zu wenig. Im Grunde war es ein gerechtes Resultat, hatte sich doch keine Mannschaft über die gesamte Spielzeit mit mehr als zwei Treffern absetzen können.

Von der ersten Minute an war es Abstiegskampf pur. Die Schiedsrichter hatten alle Hände voll zu tun, um viele unfaire und unsaubere Aktionen wenigstens halbwegs zu unterbinden. Das spielerische Element blieb weitgehend verschüttet, Tore gelangen meist nach Einzelaktionen, oft mit roher Gewalt.

Flüssige Kombinationen fallen dem TVG schwer

Meistens hatten die Gäste die Nase vorn, dem TVG fiel es unendlich schwer, flüssige Kombinationen aufs Parkett zu bringen. Erst in den letzten Minuten vor der Pause wurde dies etwas besser, als Routinier Oliver Köhrmann nach längerer Verletzungspause ins Spiel kam. Ganz schwach spielte der Halblinke David Graubner, der bei fünf Versuchen nicht ein einziges Mal traf. Die Außen kamen überhaupt nichts ins Spiel.

In den Schlussminuten wurde es dramatisch. Der TVG lag 20:18 vorn, dann auch 22:20, hatte mehrfach die Chance, für die Vorentscheidung zu sorgen. Doch es gelang nicht, davonzuziehen. Die Gummersbacher sicherten sich eineinhalb Minuten vor dem Ende ein glückliches Unentschieden. 

TVG-Tore: Karason (7), Pomeranz (4), Spatz (3), Graubner (3), Holst (2/2), Joakim Larsson (2), Köhrmann (1)

sp

Quelle: op-online.de

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