1. FC LANGEN Aufstieg als Happy End einer turbulenten Saison / Sechs Neue für Gruppenliga

Elf Punkte aufgeholt in acht Spielen

Torwart Max Steinbrecher rettet in dieser Szene des Aufstiegsrundenfinales gegen den FC Bayern Alzenau II. Mit nur 20 Gegentoren in 30 Spielen haben die Langener die wenigsten der Kreisoberliga Offenbach kassiert. Foto: hartenfelser

Langen – Der Wiederaufstieg in die Gruppenliga war das Ziel der Fußballer des 1. FC Langen. VON ROLF JOACHIM REBELL

Zwischenzeitlich war es in weite Ferne gerückt, nach dem letzten Spiel der Aufstiegsrunde schien es verpasst, doch dann gelang es doch noch – nach einem Einspruch gegen die Wertung einer anderen Aufstiegsrunde. Das erfolgreiche Ende einer turbulenten Saison.

Doch der 1. FC Langen hat sich in der Fußball-Kreisoberliga Offenbach am Ende hinter dem souveränen Meister Sportfreunde Seligenstadt und knapp vor der TSG Mainflingen die Vizemeisterschaft geholt und ist über die Relegation noch aufgestiegen.

Die Langener hatten unter dem Trainerduo Murat Kilinc/Giuseppe Viola eigentlich eine gute Hinrunde gespielt mit elf Siegen, drei Unentschieden und drei Niederlagen. Sie hatten aber das Pech, zwei Mannschaften in der Klasse zu haben, die noch besser waren. Und so hatten sie am 2. Dezember, vor dem letzten Spiel vor der Winterpause, schon elf Punkte Rückstand auf ihren Gegner, den Tabellenzweiten TSG Mainflingen. „Der knappe 1:0-Sieg war ein Schlüsselspiel“, sagt Spielausschussmitglied Pedram Navidi im Rückblick. Bei einer Niederlage wären die Langener mit 14 statt acht Punkten Rückstand in die Winterpause gegangen, der zudem mit einem noch mehr zu absolvierenden Spiel auf fünf Zähler verkürzt werden konnte.

So blieb der Glaube, zumindest Platz zwei und damit die Aufstiegsrunde erreichen zu können, am Leben. Und trotz eines Fehlstarts in die Restrunde mit nur vier von zwölf möglichen Punkten aus den ersten vier Spielen gelang die Aufholjagd, weil die Mainflinger in sechs ihrer elf Spiele Punkte liegen ließen und die Langener ihre letzten sieben Spiele allesamt gewannen - bei beeindruckenden 26:3 Toren. „Wir sind in einen Lauf gekommen“, sagte Navidi.

Ende April, vier Spiele vor dem Rundenende, verdrängten die Langener Mainflingen von Platz zwei und ließen sich diesen nicht mehr nehmen. Für Unruhe sorgte dann aber der bekannt gewordene Wechsel des Trainerduos Kilinc/Viola zur TSG Neu-Isenburg, der zur sofortigen Trennung führte. Waldemar Schick und Navidi aus dem Spielausschuss sprangen ein für die letzten Punktspiele und in der Aufstiegsrunde. Da bezwang der FC dann zunächst im Halbfinale mit zwei Siegen (4:2 auswärts, 3:1 daheim) den TSV Niederissigheim, Vizemeister der Kreisoberliga Hanau. Das Aufstiegsendspiel auf der Offenbacher Rosenhöhe gegen den FC Bayern Alzenau II aber verloren die Langener dann 3:4 und schienen in der Kreisoberliga bleiben zu müssen.

Mit einem Einspruch gegen eine zweifelhafte Wertung in der Aufstiegsrunde zur Verbandsliga erreichten die Langener dann aber den Aufstieg des JSK Rodgau und durften für diesen in die Gruppenliga nachrücken. Das Happy End einer turbulenten Saison. „Die Jungs haben von ihrem Teamgeist gelebt, die Mannschaftskapitäne Florian Beckmann und Max Werner haben selbst tolle Arbeit geleistet“, bilanzierte Navidi und dankte ausdrücklich auch Kilinc und Viola: „Der Aufstieg ist auch ihr Verdienst, schließlich haben sie die Mannschaft zusammengestellt und den größten Teil der Saison trainiert.“

Als Nachfolger verpflichtete der FC Marco Betz, der bis Dezember 2018 noch für die Spvgg. 03 Neu-Isenburg in der Hessenliga kickte. Sein Vater Thomas war auch Trainer des FC. „Und auch mein Opa Heinz hat hier schon gekickt“, berichtet Betz. Als Co-Trainer bringt er Mario Rhein von den 03ern mit. „Unsere Pässe sind jetzt in Langen, aber es ist nicht geplant, dass wir selbst noch spielen werden“, sagt Betz.

In Martin Brosig, Frank Cholewa (beide zur TSG Neu-Isenburg), Oliver Schumacher (Viktoria Griesheim) und Adrian Dane Greising (Karriereende) haben die Langener vier Abgänge zu verkraften. Sechs Neue wurden geholt: Filip Loncarevic (SV Erzhausen), Konstantin Rieß und Abbas Mossavi (beide SG Egelsbach), Anastasios Keoseoglu (Viktoria Urberach), Andreas Klug (Rot-Weiß Darmstadt) und Kenji Brück (U19 Spvgg. 03 Neu-Isenburg).

„Der Verein hat vor einem Jahr gesehen, wie schwer der Klassenerhalt in der Gruppenliga zu erreichen ist“, blickt Betz auf die neue Saison voraus: „Wir wollen fünf Mannschaften hinter uns lassen. Natürlich würden wir gerne einen gesicherten Mittelfeldplatz einnehmen.“

Quelle: op-online.de

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