Vorfällen beim Spiel gegen Oberissigheim

Rassistische Äußerungen und Schlag ins Gesicht: Harte Strafe für Hilalspor Hanau

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Beim Spiel zwischen Hilalspor Hanau und Oberissigheim ist es zu Ausschreitungen gekommen.

Hanau -  Ungemach droht Fußball-Kreisoberligist RSV Hilalspor Hanau: Laut Urteil des Kreissportgerichts sollen dem Team wegen unsportlicher Vorfälle nach dem Spiel gegen Eintracht Oberissigheim sieben Punkte abgezogen werden. Hinzu kommt eine Geldstrafe von 900 Euro.

Wird das Urteil rechtskräftig, rutscht der Tabellen-13. auf den letzten Platz ab. Bestraft wurden nach Ansicht des Kreissportgerichts erwiesene Ausschreitungen von Anhängern und Mitgliedern des RSV Hilalspor, Vernachlässigung der Platzordnung und rassistische Äußerungen. Das Ergebnis des Spiels (2:1 für Hilalspor) bleibt aber bestehen.

Für das Sportgerichtsverfahren sorgte ein Brief von Lothar Nych an den Hessischen Fußball-Verband. Der Vater des Oberissigheimer Spielers Felix Nych hatte die Partie als Zuschauer verfolgt und beschuldigte die Gastgeber, schon während des Spiels permanent die Gästespieler und insbesondere seinen Sohn als Nazi beleidigt und körperlich attackiert zu haben, ohne dass der Schiedsrichter dies geahndet habe. Nach dem Schlusspfiff sei die Lage eskaliert. Nur mit viel Mühe und Unterstützung anderer Zuschauer sei Schlimmeres verhindert worden. Er selbst sei, als er seinen Sohn schützen wollte, ohne Vorwarnung von hinten ins Gesicht geschlagen worden, wobei er sich Kopf- und Zahnverletzungen zugezogen habe, berichtete Nych. Der Täter sei geflüchtet und von Mitgliedern des RSV Hilalspor geschützt worden, so dass der Versuch, dessen Namen in Erfahrung zu bringen, erfolglos blieb. Er habe wegen der Körperverletzung Anzeige erstattet, die Polizei ermittle, schrieb Nych-Senior.

Fotos: Safakspor Hanau siegt im Stadtderby gegen Hilalspor

In der Verhandlung kam das Sportgericht aber zur Auffassung, dass auch Nych-Junior nicht ganz unschuldig sei. Er wurde wegen unsportlichen Verhaltens in obszön anstößiger Art für drei Pflichtspiele gesperrt. Dazu muss auch die Eintracht wegen rassistischer Äußerungen eine Geldstrafe in Höhe von 100 Euro zahlen.

Die Begründung des Urteils steht noch aus. Der Hilalspor-Vorsitzende Ahmet Hazim Yazici hat aber schon angekündigt, auf jeden Fall Berufung einzulegen. Vor allem den hohen Punktabzug von sieben Zählern empfindet er als ungerecht. „Das Ganze ist zehn Minuten nach Spielende passiert. Das ist eine Privatsache zwischen den Beteiligten. Da darf doch die Mannschaft nicht für bestraft werden“, findet er. (mos)

Quelle: op-online.de

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