HSG rettet im Endspurt das Unentschieden

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Textilbremse: Der Köndringer Michael Rascher (gelbes Trikot) versucht, den Nieder-Rodener Michael Weidinger (rechts) zu stoppen. Philipp Keller (links) schaut zu.

Nieder-Roden (leo) - „Vor dem Spiel wollten wir unbedingt beide Punkte holen, da der Gegner nicht in bester Verfassung ist.

Am Ende aber sind wir froh, dass es zu einem Unentschieden gereicht hat“, meinte Alexander Hauptmann, Trainer beim Handball-Drittligisten HSG Nieder-Roden, nach dem 24:24 (12:14) gegen die SG Köndringen/Teningen. Denn die HSG, zuletzt zweimal hintereinander siegreich, ging in der gesamten Partie kein einziges Mal in Führung und glich lediglich dreimal aus. „Wir haben in der 53. Minute noch mit 20:23 zurückgelegen, daher müssen wir zufrieden sein“, sagte Hauptmann.

Den Grund, dass es nicht zu einem weiteren Sieg reichte, hatte der Nieder-Rodener Trainer schnell gefunden: „Es ist einfach zu viel schief gelaufen. Wir haben zu viele leichte Fehler gemacht und zu viele Chancen liegen lassen. Und wenn ich ganz ehrlich bin: Ein Sieg wäre auch nicht verdient gewesen.“ Michael Weidinger und Timo Kaiser, die in der vergangenen Woche beim 29:24-Sieg in Zweibrücken gemeinsam noch 16 Treffer erzielt hatten, kamen kaum zum Zug. Weidinger, dieses Mal nicht nur im linken Rückraum, sondern auch als Linksaußen eingesetzt, traf überhaupt nicht, Kaiser aus dem rechten Rückraum nur zweimal. „Wir haben recht gut gedeckt, haben aber vier, fünf Eins-zueins-Situationen nicht genutzt“, erklärte Alexander Hauptmann.

Die „Baggerseepiraten“ kamen von Beginn an nicht in die Partie und lagen schnell mit 0:3 in Rückstand. Der Schachzug, Marvin Hoppen-staedt (Hauptmann: „Er ist immer da und trainiert sehr gut“) im Tor den Vorzug vor Marco Rhein zu geben, bewährte sich damit nicht - „Marvin hatte allerdings auch vier, fünf Eins-zu-eins-Situationen gegen sich“, erklärte Hauptmann, der beim Stand von 3:6 die Torhüter wechselte, nachdem Nieder-Roden zwischenzeitlich beim 3:3 zum ersten Mal ausgeglichen hatte.

Im weiteren Verlauf rannten die Gastgeber aber ständig einem Rückstand hinterher, der nach 16 Minuten beim 4:8 erstmals auf vier Tore angewachsen war. Beim 10:11 war die HSG wieder heran, dann aber zogen die Breisgauer wieder davon.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig, Köndringen/Teningen lag meist mit drei, vier Toren in Führung, ehe sich Nieder-Roden im Endspurt nochmals aufraffte und nach dem 20:23 – dieser Spielstand hielt drei Minuten an – binnen einer Minute dreimal zum 23:23 erfolgreich war. Das 23:24 egalisierte Stefan Seitel, dann war Schluss. „Den einen Punkt hat sich die Mannschaft am Ende mit ihrem Kampfgeist verdient gehabt“, meinte Nieder-Rodens Trainer Hauptmann.

Spielfilm: 0:3 (5.), 3:3 (12.), 3:6 (15.), 4:8 (16.), 8:11 (22.), 10:11 (23.), 11:14 (26.), 12:14 - 13:17 (37.), 17:21 (48.), 20:23 (53.), 23:23 (56.), 23:24 (58.), 24:24

Zeitstrafen: 4:4 - 7m: 4/5 - 0/2 - Rot: Rascher (55./Köndringen, grobes Foul)

HSG: Hoppenstaedt (1.-14.), Rhein (14.-60.); Seitel (5), Henkel (4), Schulz (5/4), Schmid (1), B. Weber (1), Christoffel (2), Weidinger, Kaiser (2), Keller (4), A. Weber (n.e.), Prinz (n.e.), Kohlstrung (n.e.)

Quelle: op-online.de

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