Hassia hat beim 2:2 gegen Fürth Glück

Riesen-Dusel in letzter Sekunde

Hassia-Spieler Alex Gerlitz (blaues Trikot) in Aktion.

Dieburg - (jd)  Freude und Ärger liegen auch im Fußball oft eng beieinander.

Zu erleben am vergangenen Sonntag auf dem Sportgelände am Wolfgangshäuschen bei der Gruppenliga-Partie zwischen dem SC Hassia Dieburg und dem FC Fürth aus dem Odenwald: Lange führten die Dieburger mit 2:1, ehe acht Minuten vor dem Ende der 2:2-Ausgleich fiel, dem eine Abseitsstellung vorausgegangen war. Normalerweise ein wenig befriedigender Ausgang aus Dieburger Sicht – wäre da nicht die dritte Minute der Nachspielzeit gewesen. Nach einem Trikotziehen im Dieburger Strafraum deutete der Schiedsrichter da nämlich auf den Punkt. Der Fürther Spieler schoss den Elfmeter aber neben das Tor – direkt danach pfiff der Unparteiische ab.

Letztlich also war das 2:2 sogar ein gewonnener Punkt für die Hassia, über das komplette Spiel gesehen wohl auch das gerechte Ergebnis. In den ersten Minuten trumpfte der Sportclub stark auf, vergab nach nur einer Minute durch Torsten Schnitzer die große Chance zur Führung – ein Gästespieler rettete für den geschlagenen Torwart aber auf der Linie. Noch zwei, drei Mal tauchten die Dieburger in den ersten 20 Minuten gefährlich vor dem Fürther Tor auf, beherrschten den bis dato enttäuschenden Gegner klar.

Nachdem der erste Elan verflogen war, verflachte die Partie zusehends. Fürth stand hinten nun kompakter, hatte sich auf die zu Beginn wirbelnden Schnitzer, Stanislav Hubinsky, Fatih Yakut und Pierre Kampka nun besser eingestellt.

Nach vorne passierte indes nichts – bis zur 34. Spielminute: Ein Fürther Angreifer narrte mit einer Körpertäuschung gleich zwei Dieburger, traf dann aus 25 Metern sehenswert ins lange Eck – das überraschende und zu diesem Zeitpunkt unverdiente 1:0 für Fürth. Fast hatte man sich schon mit diesem Pausenstand abgefunden, da glichen die Hausherren aus: Einen Freistoß aus halblinker Position von Schnitzer erreichte Maurice Fleck nicht mehr mit dem Kopf, irritierte den Gäste-Keeper damit aber derart, dass er den Ball ins lange Eck passieren ließ – das 1:1 darf sich Schnitzer gutschreiben lassen (45.).

Zu Beginn der zweiten Halbzeit klappte dann genau das, was der Hassia im ersten Abschnitt nicht gelungen war: die frühe Führung. Nach einem Eckball drückte Hubinsky den Ball per Kopf in die Maschen – das 2:1 (52.).

Nun begann eine eigenartige Phase des Spiels: Fürth spielte trotz des Rückstands zunächst verhalten, die Dieburger konnten sich nicht ausschließlich aufs Kontern verlagern. Halb abwartend, halb das Spiel gestaltend vergab Schnitzer für den Sportclub eine gute Chance, ehe der Gastgeber nachließ. Ab der 70. Minute erhöhte Fürth den Druck, zeigte, warum es zuvor zehn Punkte aus vier Spielen geholt und beim Auswärtsspiel in Schneppenhausen (7:0) groß aufgetrumpft hatte. Der Lohn war der Ausgleich in der 82. Spielminute nach einer Flanke von links – der Flankengeber hatte beim Zuspiel auf ihn jedoch im Abseits gestanden. Der Schlusspunkt mit dem verschossenen Elfmeter bedeutete dann das halbwegs versöhnliche Ende der Partie – nur der Unglücks-Schütze war minutenlang untröstlich. Die Dieburger bleiben damit im oberen Mittelfeld der Tabelle, müssen aber bei einer Serie von vier sieglosen Spielen in Folge aufpassen, dass sie nicht nach und nach gen unteres Drittel der Tabelle rutschen.

Die Aufstellung des SC Hassia: Sascha Krichbaum – Erdogan Boz, Maurice Fleck, Daniel Christ, Toni Nietschmann – Fatih Yakut, Alex Gerlitz, Manfredo Vendola, Torsten Schnitzer – Stanislav Hubinsky, Pierre Kampka (Mustafa Zeyrek, Timo Rödler).

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