Nur zwei Zimmerner Siege beim 10:28 in der Relegation

Ringer unter Wert geschlagen

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Max Wörtge (links) holte einen von nur zwei Siegen für den AV Groß-Zimmern in Krefeld.

Groß-Zimmern ‐ Am Samstag machte sich die Ringer Staffel des AV Groß-Zimmern im Schneetreiben auf eine vierstündige Busfahrt zu ihrem zweiten Bundesliga Aufstiegskampf nach Krefeld.

Viel wusste man nicht über die KSV Germania, außer dass die Mannschaft mit viel Pech vor einem Jahr aus der zweiten Bundesliga abgestiegen ist. Diese Mannschaft zählt wohl auch zu den Favoriten für den Aufstieg zur zweiten Bundesliga. Die Ringer des AV Groß-Zimmern verloren auch den zweiten Kampf in der Relegationsrunde zur 2. Bundesliga. Beim favorisierten KSV Krefeld unterlag der hessische Oberligameister mit 10:28 und gewann lediglich zwei Einzelkämpfe. „Das war im Vorfeld klar“, sagte Groß-Zimmerns Mannschaftsführer Harald Herbert. Max Wörtge und Tim Zewetzki sicherten jeweils vier Zähler durch ihre Schultersiege. Sebastian Hain schrammte knapp an einem Sieg vorbei, musste sich 1:3 geschlagen geben.

„Das Ergebnis täuscht etwas. Die drei Runden hat Sebastian nur knapp verloren. Das hätte auch anders ausgehen können“, sagte Herbert. Ebenso hätte Zacharias Vakalov für eine Überraschung sorgen können. Er hatte seinen Widersacher knapp vor einer Schulterniederlage. Doch dieser konnte sich noch befreien und besiegte Vakalov letztendlich mit 3:0.

Die Niederlagen von Kai-Oliver Görisch und Steve Fernandez-Gomez hatte Groß-Zimmern allerdings nicht auf der Rechnung. „Da waren wir überrascht. Kai und Steve präsentierten sich nicht in bester Form“, bedauerte Herbert. Letztendlich fiel der Kampf drei bis vier Punkte zu hoch für Krefeld aus, so Zimmerns Mannschaftsführer.

Für den anstehenden Heimkampf nächste Woche gegen Spiesen-Elversberg hofft der Athletenverein, dass zumindest wieder Drazen Dodos genesen ist, und auch über den Einsatz von Endre Elekes wird nachgedacht.

In der Klasse bis 55-kg Freistil trat Kai-Oliver Görisch gegen Andreas Eisenkrein an und kassierte die erste Niederlage. Tim Zewetzki (bis 120-kg griechisch-römisch) hatte es in mit einem Leichtgewicht zu tun - 33 kg weniger brachte der Krefelder auf die Waage. Zewetzki zeigte einen wunderschönen Ausheber und schulterte den überraschten Gegner. Daniel Görisch (bis 60-kg griechisch-römisch) brachte nicht das Gewichtslimit und ein anderer, adäquater 60-kg-Mann stand der Zimmerner Staffel nicht zur Verfügung. Die Punkte gingen nach Krefeld. Steve Fernandes Gomez fand in der Klasse bis 96-kg Freistil keine richtige Einstellung gegen seinen starken und clever ringenden Gegner. Nach drei Runden musste sich der Groß-Zimmerner geschlagen geben. In der Klasse bis 66-kg Freistil lagen die Zimmerner Hoffnungen auf Gökhan Bicer. Er stand dem Spitzen-Ringer Ibro Cakovic gegenüber. Drei Runden Power-Ringen brachten keinen Erfolg, der Zimmerner Athlet musste sich geschlagen geben. Zacharias Vakalov (bis 84-kg griechisch-römisch) hatte in den ersten beiden Runden Mühe, nicht nur mit seinem Gegner, sondern auch mit dem Unparteiischen, der ihn immer wieder ermahnte. Die erste Runde verlor er knapp mit 0:1, in der zweiten kassierte er eine Verwarnung und sein Gegner erzielte einen Punkt. In der dritten Runde blitzte Vakalovs Können auf und er entschied diese mit 1:4 für sich. In der vierten Runde verlor er die Nerven und griff seinem Gegner in der Bodenlage gleich zweimal ans Bein, was im griechisch-römischen Stil nicht erlaubt ist. Diese Runde ging mit 5:0 an den Krefelder. In der Klasse bis 66-kg griechisch-römisch stand Marcel Schleichereinem der stärksten Krefelder Ringer, Alexander Storck, gegenüber. In drei rasanten Runden musste sich der Zimmerner geschlagen geben. Max Wörtge traf in der Klasse bis 84-kg Freistil auf einen verletzten Krefelder. Um eine Aufgabe zu vermeiden, ließ der sich sozusagen freiwillig schultern. In der Klasse bis 74-kg Freistil zeigte Sebastian Hain, welch großes Kämpferherz er besitzt. Gleich in der erste Runde gab er alles und entschied sie clever mit 1:0 für sich. Auch in den folgenden drei Runden konnte man ihn verbissen kämpfen sehen, doch letztendlich fehlte es an der nötigen Konsequenz seiner Angriffe. Jan-Michael Jany (bis 74-kg griechisch-römisch), sprang für den verletzten Drazen Dodos ein. Trotz beherzten Kampfes, musste er eine Schulterniederlage hinnehmen. Somit lautete das Ergebnis klar 28:10 für die Krefelder Mannschaft.

Am Samstag, 16. Januar, empfängt die Zimmerner Riege die Mannschaft vom RSV Spiesen-Elversberg. Auch diese Mannschaft zählt zu den Favoriten für den Aufstieg zur zweiten Bundesliga, verlor ebenfalls gegen Krefeld, gewann jedoch im Gegensatz zur Groß-Zimmerner Staffel gegen Schonungen. Das Abwiegen wird um 18.45 Uhr öffentlich in der AV-Halle stattfinden.

So kann man sich vor Kampfbeginn ein Bild von den Ringern machen. Beginn auf der Matte wird um 19.30 Uhr sein. Die Mannschaft baut auf die Unterstützung ihrer Fans.

KSV Krefeld - AV Groß-Zimmern 28:10. 55F: Andreas Eisenkrein - Kai Oliver Görisch 3:0 (1:1, 1:0, 3:1) - 60G: Arthur Eisenkrein - Daniel Görisch 4:0 ÜG (1:0, 6:0, 6:0) - 66F: Ibro Cakovic - Gökhan Bicer 4:0 (5:0, 4:2, 7:0) - 66G: Alexander Storck - Marcel Schleicher 3:0 (5:0, 4:1, 2:1) - 74F: Christian Fonger - Sebastian Hain 3:1 (0:1, 2:1, 4:3, 1:0) - 74G: Waldemar Schäfer - Jan-Michael Jany 4:0 (3:0 SS) - 84F: Vitali Jeschke - Max Wörtge 0:4 (0:3 SN) - 84G: Tim Focken - Zacharias Vakalov 3:1 (1:0, 2:0, 1:4, 5:0) - 96F: Alexander Wagner - Steve Fernandes Gomez 4:0 (3:0, 4:0, 5:0) - 120G: Michael Rips - Tim Zewetzki 0:4 (0:4 SN)

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