29:29 in Hannover: Drittligist beweist Moral

Nieder-Roden verspielt erneut klaren Vorsprung

Hannover - „Hätte mir vor ein paar Wochen jemand gesagt, dass wir in Hannover einen Punkt holen, hätte ich eingeschlagen“, sagte Alexander Hauptmann, Trainer des Handball-Drittligisten HSG Rodgau Nieder-Roden.

So ganz zufrieden war er nach dem 29:29 (16:9) beim HSV Hannover aber nicht. Denn wie schon beim 28:28 in Bad Neustadt im Dezember verspielten die Rodgauer eine Sieben-Tore-Pausenführung.  „Wir nehmen aber das Positive mit. Trotz des katastrophalen Einbruchs zu Beginn der zweiten Hälfte und einem 1:8-Lauf hat die Mannschaft wieder eine riesige Moral bewiesen“, meinte der HSG-Trainer.

Trotz des 26:28-Rückstandes vier Minuten vor Spielende nahmen die Rodgauer noch einen Punkt mit. Anders als in Bad Neustadt, als die HSG, bei der Kai Feldmann nach überstandener Verletzungspause sein Comeback gab, ihre wohl beste erste Saisonhälfte ablieferte, reichte in Niedersachsen auch eine „gute“ Vorstellung, um sich im ersten Durchgang über einen 5:0-Start bis hin zum 14:6 abzusetzen. „Hannover spielte schwach“, stellte Hauptmann fest.

Nieder-Roden präsentiert sich hellwach

Dagegen präsentierte sich Nieder-Roden im ersten Spiel nach der Winterpause von Beginn an hellwach. Doch nach dem Seitenwechsel trumpften die Niedersachsen auf. „Da haben wir uns überlaufen lassen“, kritisierte Hauptmann. Hannover legte mit einem 6:0-Lauf los und glich nach nur neun Minuten zum 17:17 aus. Beim 21:20 (45.) gingen die Gastgeber erstmals in Führung, bauten diese in der Schlussphase auf zwei Tore aus. Doch Nieder-Roden kämpfte sich zurück. Torhüter Marco Rhein überragte in der ersten Hälfte und in der Schlussphase, Kreisläufer Christian Schmid überzeugte mit sieben Toren. „Wenn man ganz oben dran bleiben will, darf man nicht binnen weniger Wochen zweimal einen Sieben-Tore-Vorsprung zur Pause verspielen“, sagte Hauptmann.

Spielfilm: 0:5 (9.), 3:9 (15.), 6:14 (25.), 9:16 - 15:16 (37.), 17:17 (39.), 19:20 (44.), 21:20 (45.), 28:26 (56.), 29:29

Zeitstrafen: 4:4 - 7m: 1/1 - 1/3

HSG Rodgau Nieder-Roden: Rhein, Hoppenstaedt; Weber (2), Henkel (5/1), Schmid (7), Zutic, Feldmann, Erk (n.e.), Kohlstrung (1), Wagner (n.e.), Heß, Weidinger (5), Kaiser (9), Keller

Leo

Spitzenspiel HSG Rodgau Nieder-Roden gegen SC Magdeburg II (Archiv)

Spitzenspiel HSG Rodgau Nieder-Roden gegen SC Magdeburg II

Quelle: op-online.de

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