HSG Hanau bangt um am Knie verletzten Ruppert

Rodgauer mit drei Siegen auf Platz eins

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Michael Malik (weißes Trikot), Neuzugang der HSG Hanau (hier in der Partie gegen Gelnhausen), belegte mit den Grimmstädtern beim 94er-Cup in Kleinostheim den dritten Platz.

Mit drei Siegen aus drei Partien sicherten sich die Drittliga-Handballer der HSG Rodgau Nieder-Roden beim 94er-Cup in Kleinostheim den Turniersieg.

Kleinostheim – Die Nieder-Rodener besiegten zum Abschluss die HSG Hanau mit 27:24 und bauten ihr Punktekonto damit auf 6:0 Zähler aus. Zweiter wurde der TV Gelnhausen (4:2) vor der HSG Hanau (2:4) und der MSG Groß-Bieberau/Modau (0:6). Im Turnier der „Großen“ mit dem Erstligisten Die Eulen Ludwigshafen, den Zweitligisten aus Rimpar und Nettelstedt-Lübbecke sowie Zweitliga-Absteiger TV Großwallstadt setzte sich Lübbecke im Endspiel gegen die Eulen Ludwigshafen mit 25:24 durch. Platz drei belegte die DJK Rimpar nach einem 30:26-Erfolg gegen den TV Großwallstadt.

„Trotz allem war es nur Vorbereitung, alle Mannschaften haben verschiedene Sachen ausprobiert. Aber wir haben uns in allen drei Begegnungen sehr gut präsentiert. Insofern bin ich sehr zufrieden“, meinte Nieder-Rodens Trainer Jan Redmann. Hanaus Trainer Oliver Schulz sagte: „Die Ergebnisse waren unbefriedigend – allerdings auch zweitrangig. Unsere Angriffsleistung war unbefriedigend, was aber daran liegt, dass unsere Schwerpunkte im Training bisher auf anderen Sachen lagen.“ Viel schlimmer als die beiden Niederlagen gegen zwei Ligakonkurrenten trifft die Hanauer das verletzungsbedingte Ausscheiden von Jannik Ruppert am Freitag gegen Gelnhausen. Ein MRT heute wird darüber Aufschluss geben, wie schwer seine Knieverletzung ist.

Nach dem knappen 33:32-Auftakterfolg gegen Groß-Bieberau/Modau am Freitag feierten die Nieder-Rodener gegen den TV Gelnhausen mit dem 27:26 einen weiteren knappen Sieg. Etwas deutlicher gestaltete sich die Partie gegen Hanau, die die Redmann-Schützlinge mit drei Toren Unterschied zu ihren Gunsten entschieden. Die Grimmstädter hatten zum Auftakt gegen Gelnhausen mit 27:30 den Kürzeren gezogen, anschließend Groß-Bieberbau/Modau nach einer überzeugenden zweiten Hälfte mit 30:23 (11:11) in die Knie gezwungen.

Das Hauptaugenmerk der Nieder-Rodener lag auf der Abwehr, in der es Tim Henkel (Laufbahnende) und auch die Langzeitverletzten Niklas Geck und Michael Weidinger zu ersetzen gilt. „Der Mittelblock steht, aber es ist noch einmal etwas anders, wenn die Halbpositionen neu besetzt werden müssen. Die Jungs, die die Positionen ausgefüllt haben, haben sich von Tag zu Tag gesteigert, wir sind wieder ein Stück vorangekommen. Wir können nur über eine gute, aggressive Abwehr in unser Tempospiel kommen, daran arbeiten wir“, erklärte Redmann. Eine endgültige Formation hat sich aber noch nicht herauskristallisiert. „Wir haben im August ja noch einige Spiele, dazu kommt unser Trainingslager“, sagte Redmann. Am Mittwoch geht es für die Nieder-Rodener bis einschließlich Sonntag nach Rostock, in der Folgewoche steht noch ein Heimspiel gegen Zweitligist DJK Rimpar sowie ein Turnier in Budenheim auf dem Programm.

Bei Hanau fehlten in Yaron Pillmann (komplett), Jannik Ruppert nach seiner Verletzung sowie im weiteren Turnierverlauf in den beiden Kreisläufern Lucas Lorenz und Yannik Woiwod vier Stammspieler. Somit musste der aus der eigenen Jugend stammende Henrik Graichen am Kreis ran, machte seine Sache aber sehr gut.

„Ich wollte vor allem sehen, wie die Abläufe und Abstimmung in der Abwehr funktionieren“, meinte Schulz, der trotz der beiden Niederlagen feststellte: „In Sachen Körpersprache und Emotionen haben wir uns während den Turniers gesteigert.“ Für die Hanauer stehen noch zwei Turniere an. „Da kommt jeder noch auf seine Spielanteile“, sagte der Hanauer Trainer und zeigte sich zuversichtlich, „dass wir bis zum Pokalspiel auf dem richtigen Weg sind.“ Am Wochenende 17./18. August sind Nieder-Roden (gegen die SG BBM Bietigheim) und Hanau (gegen den TV Hüttenberg) jeweils in eigener Halle in der ersten Runde des DHB-Pokals gefordert.

VON PATRICK LEONHARDT

Quelle: op-online.de

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