Remis gegen den TV Gelnhausen ein „gewonnener Punkt“

HSG Rodgau Nieder-Roden fehlt Körperspannung

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Christian Weis von der HSG Rodgau Nieder-Roden (links) versucht, den Gelnhausener Fabian Eurich zu stoppen. Fehlende Körperspannung hat HSG-Trainer Alexander Hauptmann als Hauptursache für das Unentschieden ausgemacht.

Nieder-Roden - „Am Ende war es ein gewonnener Punkt“, meinte Alexander Hauptmann, Trainer des Handball-Drittligisten HSG Rodgau Nieder-Roden, nach dem 26:26 (16:16) im Hessenderby gegen den TV Gelnhausen.

Knapp vier Minuten vor Spielende führten die Gäste aus der Barbarossastadt mit 26:24, verwarfen dann aber einen Strafwurf, während die Gastgeber noch zweimal vom Siebenmeterpunkt aus erfolgreich waren. „Wir hatten sogar noch die Chance zum Siegtor, aber das wäre nicht verdient gewesen“, meinte Hauptmann. Der HSG-Trainer sah seine Befürchtungen schnell bestätigt: „Ich hatte den Eindruck, dass bereits beim Warmmachen beim einen oder anderen die nötige Körperspannung fehlte. Wir haben nicht so gut gespielt, sind nie richtig ins Spiel gekommen.“ Vor allem in der Abwehr knüpften die Rodgauer nicht an die guten Leistungen der vergangenen Wochen an – auch wenn Torhüter Marco Rhein erneut herausragte. Im Angriff erfüllte lediglich Timo Kaiser mit zwölf Toren die Erwartungen – und mit Abstrichen Jonas Müller (4), der erst im Sommer aus Gelnhausen nach Nieder-Roden gewechselt war. Kaiser war in der Vorwoche in Hanau auf den rechten Ellenbogen gestürzt, davon war gegen Gelnhausen nichts zu spüren. Rechtsaußen Tim Henkel wurde in der ersten Hälfte durch Henning Schopper vertreten.

Nieder-Roden führte schnell mit 2:0 und 3:1, aber dann machten die Gelnhausener deutlich, dass sie sich für dieses Derby einiges vorgenommen hatten. Fabian Eurich brachte die Gäste mit insgesamt neun Toren immer wieder heran, auch die Außen Nikola Jankovic und Philipp Botzenhardt überzeugten. Mitte der ersten Hälfe gingen die Gäste erstmals kurz in Führung, von da an ging es bis zur Pause munter von einem Tor zum anderen. Beim 13:15 (27.) lag die HSG Nieder-Roden erstmals mit zwei Toren in Rückstand, glich aber bis zum Pausenpfiff wieder aus. In der zweiten Hälfte hatte Gelnhausen gleich mehrfach mit zwei Treffern die Nase vorn, mehr als der Ausgleich war für die HSG nicht möglich. Beim 25:26 zweieinhalb Minuten vor Spielende verwarfen die Gäste durch Eurich einen Strafwurf, im Gegenzug glich Philipp Keller ebenfalls aus sieben Metern zum 26:26 aus. In der letzten Minute wechselte noch mehrfach der Ballbesitz, ein Tor fiel aber nicht mehr.

Bilder: HSG Rodgau mit Remis im Derby gegen Gelnhausen 

„Gelnhausen hat mit absoluter Leidenschaft gespielt, wir hatten Glück, dass wir noch einen Punkt geholt haben“, erklärte Hauptmann. Damit verpassten die Nieder-Rodener die Chance, ihren Platz in der Spitzengruppe noch deutlicher zu untermauern. Am Samstag sind die Rodgauer beim TSV Burgdorf II zu Gast, der ebenfalls am Freitagabend das Niedersachsen-Derby gegen die Handballfreunde Springe mit 24:23 für sich entschied.

Spielfilm: 3:1 (4.), 5:5 (10.), 10:10 (19.), 13:15 (27.), 16:16 - 16:18 (32.), 20:22 (42.), 24:24 (51.), 24:26 (57.), 26:26

Zeitstrafen: 7:7 - 7m: 4/5 - 4/7 - Rote Karte: Kaluzinski (32./Gelnhausen)

HSG Rodgau Nieder-Roden: Rhein (1), B. Müller; Weber, Henkel, Weis, Schmid (2), Kohlstrung (2/1), Stenger (1), Weidinger (3), Schopper (1), J. Müller (4), Kaiser (12/2), Keller (1) leo

Quelle: op-online.de

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