Di Rosa folgt auf Belaajel

KV Mühlheim setzt mit Trainerwechsel Zeichen, verliert aber weitere Spieler

+
Torjäger Domenico di Rosa (links, gegen Obertshausens Simon Prechtel) übernimmt das Traineramt bei KV Mühlheim.

Offenbach - Seit einiger Zeit ist bekannt, dass der Fußball-Gruppenligist Kickers Viktoria Mühlheim nach dieser Saison finanziell und sportlich kleinere Brötchen backen und die nächste Spielzeit in der A-Liga Offenbach Ost bestreiten will.

Nun hat der Klub auf der Trainerbank bereits die Weichen für die neue Saison - und die Rückrunde der laufenden - gestellt: Spieler Domenico di Rosa folgt ab dem 1. Januar als Coach auf Raduan Belaajel. Zudem vermeldet der Verein vier Abgänge, sendet für die längerfristige Perspektive aber auch positive Zeichen. „Wir wollen signalisieren, dass es bei uns weitergeht“, sagt Michael Michalke, Erster Vorsitzender der Kickers Viktoria. „Beide Mannschaften werden die Saison in der Gruppenliga Frankfurt Ost beziehungsweise der Kreisliga B Offenbach Ost zu Ende spielen.“ In der nächsten Saison werde man auf jeden Fall die erste Mannschaft in der A-Liga in den Spielbetrieb bringen und habe auch vor, erneut eine zweite Mannschaft zu stellen. Dies sei aus personellen Gründen zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht sicher. Die zweite Mannschaft würde 2017/18 wahrscheinlich erneut in der B-Liga und damit nur noch eine Spielklasse unter der ersten Mannschaft auflaufen. Nach 17 von 30 Partien hat die KV Mühlheim II zwölf Punkte Vorsprung auf den Platz 15, der die Relegation mit dem Zweiten der C-Liga zur Folge hätte.

Die wichtigste Personalie rund um die erste Mannschaft haben die Mühlheimer ebenfalls geklärt: Nach viereinhalb meist erfolgreichen Jahren mit Aufstiegen in die Gruppen- und die Verbandsliga sowie einem Abstieg im Sommer dieses Jahres aus der Verbands- in die Gruppenliga beenden der Verein und Trainer Raduan Belaajel Ende Dezember die Zusammenarbeit. „Wir gehen als Freunde auseinander“, sagt Michalke, was auch Belaajel unterstreicht. Belaajel hatte zuletzt mehrere Angebote - auch von zwei Gruppenligisten - erhalten, entschließt sich aber vorerst zu einer Pause. „Mir wird mit meiner Familie und der Arbeit nicht langweilig“, ist sich der Projektentwickler und Unternehmensberater in der Baubranche sicher. Womöglich übernehme er erst wieder im kommenden Sommer eine Mannschaft, vielleicht aber auch schon zum Rückrundenstart.

Belaajels Nachfolger Domenico di Rosa ist einer der Spieler mit der größten Erfahrung im Team und spielte bereits in der Hessenliga für Viktoria Urberach. Er vertrat Belaajel in jüngerer Vergangenheit bereits in jenen Fällen, in denen Belaajel verhindert war. „Er hat nun ein halbes Jahr Zeit, um in die neue Rolle hineinzuwachsen“, so Michalke. Di Rosa sei als Coach nicht nur für die restliche Saison, sondern auch für den Neuaufbau in der A-Liga gedacht. Ihm werde in Ciro Giordano künftig der jetzige Zweitmannschaftscoach als Co-Trainer zur Seite stehen.

Remis zwischen FC Dietzenbach und Mühlheim: Fotos

In der restlichen Saison muss di Rosa aber mit einem ausgedünnten Kader auskommen. Nach Hajtic, Camic und Durgutovic, die Mühlheim aus sportlichen und beruflichen Gründen nach wenigen Monaten wieder den Rücken kehrten, verlassen den Verein in der Winterpause Michalke zufolge auch Michael Ennin, Mohamed Muftawu, Hamza Chaudhry und wohl auch Torwart Onur Kayayurt. Von einigen aktuellen Gruppenliga-Spielern habe man aber auch schon die Zusage, dass diese auch in der A-Liga für Mühlheim spielen wollten. Das Hauptaugenmerk soll künftig auf der Jugendarbeit liegen, man will jedoch auch weiter sehenswerten Aktiven-Fußball bieten. (jd)

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare