Spitzenreiter im Umbruch

Rot-Weiß verliert Torjäger und Trainer

Offenbach - Vergangene Saison belegte der SV Rot-Weiß Offenbach nur Platz 14 in der Fußball-Kreisliga B West. In dieser Spielzeit - mit neuem Vorstand, neuem Trainer und einigen neuen Spielern - waren die Offenbacher kaum zu stoppen. Von Holger Appel 

Die Bilanz nach 16 Partien in der Kreisliga B, Gruppe 2: 13 Siege, ein Unentschieden und zwei Niederlagen bei 79:25 Toren. RWO-Stürmer Engin Eyüboglu traf 43 Mal - Bestwert. Der Weg schien zurückzuführen in die Kreisliga A - da war Rot-Weiß zuletzt 2008/09.

Doch nun müssen sich die Offenbacher neu sortieren, wie der 2. Vorsitzende Sharok Khederzadeh berichtet. Eyüboglu, früher in der Hessenliga für Rot-Weiss Frankfurt und den FCA Darmstadt am Ball, aber immer wieder verletzt, hat dank seiner sensationellen Trefferquote im ersten halben Jahr bei Rot-Weiß wieder Begehrlichkeiten aus höheren Ligen geweckt. Er hat den Vorstand um Freigabe gebeten und wechselt zum SC 1960 Hanau in die Verbandsliga Süd.

„Wir legen ihm natürlich keine Steine in den Weg. Er hat uns super geholfen, wir können ihm nur alles Gute wünschen“, sagt der 43 Jahre alte Khederzadeh, einst selbst Stürmer, unter anderem in Klein-Krotzenburg, Zellhausen und bei den Sportfreunden Seligenstadt.

Doch nicht nur das: Trainer Sotirios Tsokas hat inzwischen sein Amt niedergelegt. „Es hat trotz des Erfolges einfach nicht mehr gepasst zwischen mir und dem Vorstand. Und wegen des Hobbyfußballs Freundschaften kaputt machen, das kommt nicht in Frage. Da höre ich lieber auf“, berichtet Tsokas und versichert, dass er als Trainer „sehr ehrgeizig“ sei.

Dass er eine andere Auffassung hat als der Vorstand, lässt sich von Khederzadehs nächster Aussage ableiten. „Es ist super, wie es sportlich gelaufen ist. Der Aufstieg in die Kreisliga A war aber gar nicht unser Ziel. Er ist uns nicht ganz so wichtig. Wir wollten dem Verein nach einigen weniger guten Jahren vor allem ein neues Gesicht geben, wollten ihn wieder etablieren im Offenbacher Sport.“

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Fest steht: Mit Tsokas werden jetzt noch weitere Spieler den Club von der Mühlheimer Straße verlassen. „Wir sind aber schon dran an neuen Spielern und vor allem an einem neuen Trainer“, berichtet Khederzadeh. Spätestens bei den Offenbacher Stadtmeisterschaften in der Bürgeler Sportfabrik (12. bis 14. Januar) wollen die Rot-Weißen ihn vorstellen. Tsokas hat auch schon Anfragen vorliegen. „Ich werde aber erst einmal Weihnachten genießen und mich dann im Januar für einen neuen Verein entscheiden“, sagt er.

Quelle: op-online.de

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