Hessenliga-Restrundenbesprechung: Dreieichs Rudi Bommer kritisiert den Spielplan

SC Hessen macht seine Hausaufgaben nicht

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Offenbach - Mit zwölf Spielausfällen kam die Fußball-Hessenliga in der ersten Saisonhälfte im Vergleich zu anderen Ligen bisher glimpflich davon. Dennoch sorgten die Spielterminierungen bei der Restrundenbesprechung von Hessens Beletage in Grünberg für einige Diskussionen.

Auch eine Aufstockung der Liga auf 18 Vereine steht im Raum. Rudi Bommer, Trainer des SC Hessen Dreieich, machte gleich zu Beginn der Besprechung seinem Unmut über die Spielplangestaltung Unmut. Der sei eine „Frechheit“, weil keine Rücksicht darauf genommen werde, wann die drei afghanischen Nationalspieler des amtierenden Hessenmeisters auf Länderspielreise seien. Klassenleiter entkräftete den Vorwurf schnell: „Ihr müsst eure Hausaufgaben machen und uns die Termine mitteilen. Das ist nicht unsere Aufgabe.“ Genau das sei von Seiten des SC Hessen aber nicht geschehen.

Zwölf Spielausfälle in der ersten Saisonhälfte – so viele gab es in der Hessenliga schon seit vielen Jahren nicht mehr. Dabei hatte die 5. Liga noch Glück – der große Schnee kam zweimal erst am Sonntag, da hatten die meisten Hessenligisten ihre Spiele schon absolviert. Nicht aber Aufsteiger Spvgg. 03 Neu-Isenburg, der über Ostern nun zweimal ran muss. Das Nachholspiel gegen Borussia Fulda wurde auf Gründonnerstag terminiert, die Partie gegen Teutonia Watzenborn-Steinberg auf Ostermontag. „Wir haben unser Heimspiel erneut auf Sonntag gelegt, das ging auch reibungslos“, sagte André Spindler, Leiter Spielbetrieb bei der Spielvereinigung. „Samstags spielt schon immer um 15.30 Uhr die Bundesliga. Der Amateur-Spieltag ist nun mal der Sonntag“, nennt er den Grund.

Zudem sprachen sich die Vereine für eine Aufstockung der Liga auf 18 Vereine zu Beginn der Saison 2019/2020 aus. Ursprünglich wollte der Verband die Liga vor einigen Jahren in zwei Schritten auf 16 Vereine reduzieren, es blieb aber in der Regel bei 17 Vereinen. „Das ist der richtige Weg. Bei 17 Vereinen ist die Saison nicht kürzer, sondern man ist zweimal spielfrei. Ich will nicht der Verein sein, der am letzten Spieltag spielfrei hat, wenn es noch um Meisterschaft oder Klassenerhalt geht“, meinte Spindler. Das Thema wird nun am am 3. Februar im Verbandsspielausschuss diskutiert.

Sollte der in finanzielle Schieflage geratene KSV Hessen Kassel am Ende der Saison 2017/2018 aus der Regionalliga Südwest in die Hessenliga absteigen – was nach dem Insolvenzantrag der Nordhessen und dem Abzug von neun Punkten mehr als wahrscheinlich ist – wollen die Vereine für eine vorzeitige Aufstockung der Liga auf 18 Vereine plädieren. Es könne nicht sein, dass ein Hessenligist absteigen müsse, weil ein Regionalligist Misswirtschaft betreibt, so das Argument der Vereinsvertreter in Grünberg, die sich nun schriftlich an den Verband wenden wollen.

Bilder: SC Hessen gewinnt hoch

Auch die Rahmentermine für die kommende Spielzeit wurden bekannt gegeben. Die Saison 2018/2019 startet bereits am 28. Juli.

Die ersten Spiele nach der Winterpause, Samstag, 24. Februar: Borussia Fulda - Hessen Dreieich, SV Steinbach - Watzenborn-Steinberg, FC Ederbergland - TSV Lehnerz - Samstag, 3. März: TSV Lehnerz - Buchonia Flieden, Watzenborn-Steinberg - KSV Baunatal, Borussia Fulda - SC Waldgirmes, FC Ederbergland - SV Steinbach, FSC Lohfelden - Spvgg. 03 Neu-Isenburg, RW Frankfurt - Bayern Alzenau, VfB Ginsheim - RW Hadamar, OSC Vellmar - Viktoria Griesheim. (leo)

Quelle: op-online.de

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