Schulz aus sieben Metern eiskalt

Nieder-Roden - Das war nichts für schwache Nerven. Nach einer herausragenden Leistung und einer zwischenzeitlichen 17:10-Führung gerieten die Handballer der HSG Nieder-Roden im Südhessen-Derby der 3.

Liga Süd gegen die TSG Groß-Bieberau nochmals kräftig ins Wanken, sicherten sich am Ende aber mit 23:22 (12:9) im Kampf um den Klassenerhalt zwei wichtige Punkte, weisen fünf Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz auf. „Das war ein ganz wichtiger Erfolg, jetzt können wir etwas beruhigter in die Osterpause gehen. Wichtig war, dass wir auch in der entscheidenden Phase nicht in Rückstand geraten sind“, meinte Nieder-Rodens Trainer Alexander Hauptmann.

Die Nieder-Rodener boten vor 500 Zuschauern eine überzeugende erste Hälfte mit einer sehr guten 6:0-Abwehrformation und einem überragenden Timo Kaiser im Angriff. „Und zu Beginn der zweiten Hälfte haben wir noch einen draufgesetzt“, meinte Hauptmann. Mit ihrer bisher besten Defensivleistung in der laufenden Runde zogen die „Baggerseepiraten“ auf 17:10 davon. Dann aber brachte Groß-Bieberaus Jan Döll HSG-Linksaußen Stefan Seitel bei einem Tempogegenstoß zu Fall. Seitel schied verletzt aus, die genaue Diagnose ist noch nicht bekannt. Die Verletzung Seitels bedeutete ein Bruch im Spiel der Hausherren, die sich technische Fehler und Fehlwürfe erlaubten. Zudem schwanden die Kräfte ein wenig. 13 Minuten vor Spielende glichen die Groß-Bieberauer zum 18:18 aus.

„Der Rest war ein echter Handball-Krimi“, sagte Hauptmann. Die TSG glich noch zweimal zum 19:19 und 22:22 aus, in Führung gingen die Gäste aber nicht. 33 Sekunden vor Spielende traf Kapitän Sebastian Schulz zum 23:22 für die HSG, die anschließend geschickt die verbleibende Zeit herunterspielte und anschließend jubelnd die Arme nach oben riss.

Spielfilm: 3:3 (6.), 7:4 (11.), 8:6 (15.), 9:9 (21.), 11:9 (25.), 12:9 - 14:10 (36.), 17:10 (39.), 18:14 (44.), 18:18 (47.), 20:19 (54.), 22:21 (59.), 23:22

Zeitstrafen: 3:3 - 7m: 5/5 - 1/2

HSG: Rhein (1.-60./16 Paraden), Hoppenstaedt; Seitel (2), A. Weber, Henkel (2), Schulz (3/1), Schmid (2), B. Weber, Prinz (1), Weidinger (2), Kaiser (10/4), Keller (1), Christoffel (n.e.) J leo

Quelle: op-online.de

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