AV-Altmeister siegt beim ersten Benchpress-Cup bei den „Leichtgewichten“ bis 90 kg

Schwarz lässt nichts anbrennen

Die Hantel muss beim Bankdrücken - wie hier - für einen korrekten Versuch bis auf die Brust heruntergenommen werden. - Foto: Dörr

GROSS-ZIMMERN - Der Altmeister hat es geschafft: Marco Schwarz, 2003 Deutscher Meister im Bankdrücken in der Gewichtsklasse bis 75 Kilogramm, ließ auch am vergangenen Sonntag beim ersten Benchpress-Cup in der Groß-Zimmerner Athletenhalle nichts anbrennen. Von Jens Dörr

Der Kraftsportler des AV Groß-Zimmern gewann beim ersten „Benchpress-Cup“ in der Gewichtsklasse bis 90 Kilogramm und sorgte für den AV damit für einen fulminanten Heimsieg.

165 Kilogramm stemmte Schwarz in die Höhe - mehr als das Doppelte seines Wettkampfgewichts, das bei 79 Kilogramm liegt. „Der hat schon Power“, lobte der AV-Vorsitzender Olaf Nimmerfroh die Vorstellung des Routiniers.

Der 40-jährige Schwarz, der in seinen besten Zeiten auf der Bank sogar 185 Kilogramm drückte, zeigte in allen Versuchen eine saubere Technik: Die Hantel muss beim Bankdrücken für einen korrekten Versuch zwingend bis auf die Brust heruntergenommen werden.

Dort folgt ein kleiner Stopp, dann kommt der entscheidende Moment des Aufwärtsdrückens, der durch mehrere Personen abgesichert wird.

Am Ende hatte Schwarz mit seinem Bestwert satte 17,5 Kilogramm Vorsprung auf den Zweiplatzierten. Auch der war ein Groß-Zimmerner Athlet: Silvano Pepe, Spitzname ganz bescheiden „Rocly“. Der wesentlich muskulöser wirkende Pepe stemmte allerdings „nur“ 147,5 Kilogramm. Platz drei ging in der Klasse für die leichteren Athleten an Christopher Tropea, auch er ein Zimmerner. Mit 132,5 Kilogramm kam er aufs Podest - „es waren an der Spitze relativ große Abstände“, so Nimmerfrohs Bilanz. Das hatte auch mit der noch ausbaufähigen Resonanz der Sportler zu tun: 30 Teilnehmer, darunter drei Frauen, verzeichnete der AV Groß-Zimmern insgesamt bei seiner Veranstaltung. „Bei dem schönen Wetter wollten einige den Sonntag wohl nicht in der Halle verbringen“, mutmaßte er, der exakt 74 Zuschauer - bei freiem Eintritt - gezählt habe.

Enttäuscht war Olaf Nimmerfroh aber nicht, auch weil sich der Athletenverein wegen der Erstauflage keine konkreten Teilnehmer- oder Zuschauerziele gesteckt hatte: „Es hätten zwar etwas mehr Zuschauer sein dürfen, doch sportlich war es ein gutes Event.“

Zu dem trug auch ein wahrer Koloss bei: Achim Kircher, einer der stärksten Männer Hessens, Lehrer im Übrigen an der Dieburger Goetheschule: Der Kraftdreikämpfer stemmte in der Gewichtsklasse ab 90 Kilogramm Körpergewicht stolze 207,5 Kilogramm.

Den AV-Athleten Philipp Gramlich (167,5 Kilogramm) und Fritz Mockenhaupt (155 Kilogramm) blieben da nur die Plätze zwei und drei und großer Respekt für Achim Kirchers Leistung.

Dessen Schullehrer-Job könnte derweil bald in eine fruchtbare Kooperation mit dem AV Groß-Zimmern münden, teilte Olaf Nimmerfroh mit: Perspektivisch soll eine Schul-AG von Verein und Goetheschule auch dank Kirchers Know-how Kinder und Jugendliche an den Kraftsport heranführen.

Und noch etwas haben die Groß-Zimmerner Athleten auf der Agenda: Am 1. Dezember soll es das nächste Kräftemessen in eigener Halle geben, voraussichtlich gegen 17 Uhr, vermutlich im Kreuzheben oder Kniebeugen. Zuvor soll außerdem eine Partie der Ringer-Jugendliga, in der der AV Groß-Zimmern mit dem KSV Wersau eine Wettkampfgemeinschaft bildet, stattfinden.

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