Fußball-Gruppenliga

Seit zwei Jahren geht es in Dietzenbach bergab

Dietzenbach – Der FC Dietzenbach hat in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost die schlechtesten Karten. Mit mageren neun Punkten ziert das Team von Trainer Dragan Reljic das Tabellenende, der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz beträgt schon zehn Punkte. Von Frank Schneider

Um diese aufzuholen, bleiben dem FCD nur noch zwölf Spieltage Zeit. Eine echte Herkulesaufgabe. Ohne eine satte Erfolgsserie wird der Abstieg nicht zu vermeiden sein.

Der FC ist zwar erprobt im Abstiegskampf, doch sind die personellen Voraussetzungen für eine neuerliche Rettung vorhanden? Aktuell befindet sich der FC auf der Suche nach Verstärkungen. Für Wechsel zu einem Tabellenletzten stehen gute Spieler nicht gerade Schlange, hinzu kommt die Besonderheit, dass in der Winter-Wechselperiode die Ablösesummen frei verhandelbar sind und abgebende Vereine am längeren Hebel sitzen. „Wir wollen und werden noch etwas tun“, verweist der Sportliche Leiter Werner Marquardt darauf, dass das Transferfenster noch bis zum 31. Januar offen ist. Ein Innenverteidiger und zwei gute Offensivspieler stehen auf dem Wunschzettel. Uzay Kolbueken hat sich abgemeldet und will aus privaten Gründen sportlich etwas kürzertreten. Der Linksverteidiger wird fortan im Trikot des A-Ligisten TSV Heusenstamm auflaufen.

Trainer Dragan Reljic, schon das zwölfte Jahr im Amt, wird mit der sportlichen Talfahrt nicht in Verbindung gebracht. Vielmehr hätten die kurzfristig vor Ende der Sommer-Wechselperiode erfolgten Abgänge der Stammspieler Janis Wagner, Marcus Seidemann und Dominik Fetr den FCD in die Bredouille gebracht. Zudem bedeutete der Wechsel von Torjäger Roland Pauna zum Hessenliga-Absteiger Rot-Weiß Frankfurt einen großen Qualitätsverlust im Kader.

.„Wir sind mit der Arbeit von Dragan Reljic sehr zufrieden. Er bleibt definitiv bis zum Saisonende. Auch für darüber hinaus ist er unser erster Ansprechpartner“, sagt Marquardt. Die Lage geht ihm als Hauptverantwortlichen für den sportlichen Bereich zwar an die Nieren, Verzweiflung macht sich bei dem erfahrenen Funktionär aber nicht breit. „Ich mache den Spielausschussjob 20 Jahre. Seit Anfang 2000 ging es bei uns immer nur bergauf, doch seit zwei Jahren läuft es nicht mehr so gut.“

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Die Perspektiven beim FCD seien aber auch im Falle eines Abstiegs nicht schlecht. Der Kunstrasenplatz wird das Vereinsklima weiter beleben, im nächsten Jahr rücken erstmals seit einigen Jahren wieder mehrere Spieler aus den A-Junioren in den Seniorenbereich. Das Aufleben einer zweiten Mannschaft ist daher wahrscheinlich. Die Planungen für die neue Saison laufen zweigleisig. „Natürlich wollen wir, wenn es irgendwie geht, die Klasse halten, doch auch im Falle des Abstiegs wollen wir für die Kreisoberliga ein gutes Team stellen“, so Marquardt.

Quelle: op-online.de

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