Sensationelle erste Hälfte im Derby beim SV Münster / SC 1960 Hanau siegt in Unterzahl

TS Ober-Roden bleibt an der Spitze der Fußball-Verbandsliga Süd

Münsters Anton Sahitolli (links) und Filip Rubic könnten Maximilian Waas vor der TS-Ersatzbank nicht stoppen.
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Voller Einsatz. Münsters Anton Sahitolli (links) und Filip Rubic könnten Maximilian Waas vor der TS-Ersatzbank nicht stoppen. Die turnerschaft gewann das Derby mit 3:0.

Die junge Mannschaft der TS Ober-Roden bleibt in der Fußball-Verbandsliga Süd das Maß aller Dinge. Im Dieburger Kreisderby beim SV Münster behielt die Turnerschaft sicher mit 3:0 die Oberhand und führt weiter die Tabelle an. Doch Aufsteiger SV Pars Neu-Isenburg bleibt den Rödermarkern auf den Fersen, mit dem 2:1 gegen Eintracht Wald-Michelbach feierten die Neu-Isenburger im dritten Spiel den dritten Sieg.

SV Münster - TS Ober-Roden 0:3 (0:3). Nach zwei unglücklichen Niederlagen „haben wir das erste Mal verdient verloren“, sagte Münsters Sprecher Dieter Huther, „die TS war die stärkere, aggressivere Mannschaft.“ Zudem brachte ein Abstimmungsfehler, der bereits nach vier Minuten zum 0:1 durch Dennis Profumo führte, die Hausherren frühzeitig aus dem Konzept. „Die zweite Hälfte war offener, aber das reicht eben nicht“, bedauerte Huther. Mehr als zufrieden war natürlich Ober-Rodens Trainer Bastian Neumann: „Die erste Hälfte war sensationell, so stark habe ich uns in diesem Jahr noch nicht gesehen. Wir hatten das Geschehen sicher im Griff. Und nach der Pause haben wir das gut runtergespielt.“ Wäre Münster durch Adrian Postall das 1:3 gelungen wäre es sicher noch einmal spannend geworden. „Wir haben einige Chancen liegen lassen, hätten das vierte Tor erzielen müssen“, sagte Neumann. Da der SVM aber nicht traf, blieb es beim klaren Auswärtserfolg der Turnerschaft.

SV Münster: Petrinec; Seib, Anton Sahitolli, Rubic, Wolf, Ries (46. Lampevski), Köllhofer, Schrom, Braun (68. Karipidis), Arian Sahitolli, Postall

Ober-Roden: Schwaar; Dettki, Strauss, Henkel, Zeise, S. Yildirim, Kozlu, Firrantello (72. Koser), D. Profumo (66. Schultheis), Waas, M. Profumo (80. Altan)

Tore: 0:1 D. Profumo (4.), 0:2 Dettki (26.), 0:3 S. Yildirim (33.) - Gelb-Rote Karte: Trainer Selmanaj (71./Münster)

Germania Ober-Roden - SC 1960 Hanau 1:2 (0:1). „Wenn man vorne nicht trifft, bekommt man hinten einen rein“, haderte Germania-Trainer Fabian Bäcker erneut mit der mangelnden Chancenverwertung der Blau-Schwarzen. „Wir haben drüber und vorbei geschossen und den letzten Mann angeschossen“, meinte Bäcker. Zudem hielt Hanaus Schlussmann Jannis Pellowski zwei-, dreimal glänzend. Die Hausherren vergaben bereits nach drei Minuten eine Großchance, ehe sich Hanau nach der frühen Ampelkarte für Ferhat Gecili (14.) weit zurückzog. Ober-Roden rannte erfolglos an, die 60er konterten geschickt. „Wir haben einen Riesenaufwand betrieben, aber ein Tor ist bei so vielen Chancen zu wenig. Das 1:2 ist besonders ärgerlich, weil wir am Drücker waren“, sagte Bäcker. Doch auch wenn bei den Gästen in der Schlussphase die Kräfte schwanden, zog Danny Kadioglu kurz vor Spielende noch einmal davon und traf zum 2:1. „Ich bin sehr stolz auf die Jungs“, freute sich Hanaus Trainer Savas Erinc, der unter der Woche einen „Charaktersieg“ erwartet hatte – und sich nun bestätigt fühlte. Nach der frühen Ampelkarte stellten sich die Gäste schnell auf die neue Situation ein, standen sehr kompakt. „Das hatten wir im Trainingslager geübt“, zeigte sich Erinc zufrieden. Wieder im Hanauer Kader zurück ist Travis Parker, der nach rund einer Stunde auch eingewechselt wurde.

Germania Ober-Roden: Weinreich; Emir, Geyer, Schulte, Lehnert (46. Özgün), Marweg (62. Cerveny), Firat, Dapp, Stemann, Günther (46. Czerwinski), Christophori-Como

SC 1960: Pellowski; Mickley, Aslan (65. Fustero), Topic, Gecili, Habibovic (80. Lofink), Bicakci, Karabas, Dos Santos Ferreira (62. Parker), Knell, Kadioglu

Tore: 0:1 Dos Santos Ferreira (19.), 1:1 Dapp (72.), 1:2 Kadioglu (87.) - Gelb-Rote Karte: Gecili (14./Hanau)

SV Pars Neu-Isenburg - Eintracht Wald-Michelbach 2:1 (0:1). Die Gastgeber starteten flott in die Partie, den einzigen Treffer im ersten Durchgang erzielten aber die Gäste durch Vassilis Chatzigiannakis (35.). Doch nach der Pause erhöhte der Aufsteiger den Druck, Maziar Namavizadeh glich per Foulelfmeter zum 1:1 aus (62.). Als die Hausherren die Überwälder später am eignen Strafraum zustellten, versuchte sich Eintracht-Schlussmann Lukas Jakob im Dribbling. Namavizadeh nahm ihm den Ball ab und schob zum 2:1 für den SV Pars ein. „In der zweiten Hälfte hatten wir deutlich mehr vom Spiel“, war Neu-Isenburgs Spielertrainer Dejan Alempic zufrieden.

SV Pars Neu-Isenburg: Ivkic; Idrissi, Talijan, Sahinler, Alempic (69. Ruslanbekov), Duljevic, Stoleru, Cociu, Nassif, El Makrini (64. Kapoor), Namavizadeh (82. Bentaayate)

Tore: 0:1 Chatzigiannakis (35.), 1:1, 2:1 Namavizadeh (63./FE, 71.)

FFV Sportfreunde Frankfurt - JSK Rodgau 1:2 (0:0). Der Erfolg der Jügesheimer war ein bisschen glücklich, aber durchaus verdient. Denn die Gäste hatten im ersten Durchgang ein Chancenplus, unter anderem traf Dominik Fischer nur die Latte des Frankfurter Tores. Zudem klärten beide Seiten jeweils einmal auf der Torlinie. In der 53. Minute bediente Fischer Chakib Nejeoui Flores, der aus zehn Metern mit der Pike vollendete. Die nächsten zehn Minuten gehörten den Speuzern, die mit einem Fallrückzieher von Batuhan Özyürek ausglichen (58.). Der JSK klärte bei einem Kopfball von Özyürek ein weiteres Mal auf der Torlinie, ehe Till Fakic nach einem Eckball von Nejeoui Flores und einer Kopfballvorlage von Ismail Ballesteros zum 2:1 vollendete. „Das Spiel hätte auch anders ausgehen können“, gab Rudolf zu und war umso glücklicher, dass seine Mannen weiter ungeschlagen sind.

JSK Rodgau: Czaronek; D. Rosa Garcia, Cölsch, Arnautovic, Enders, Ballesteros, D. Fischer, Freitag (81. M. Rosa Garcia), Nejeoui Flores (90. Militello), Fakic, Fröhlich (78. Büttner)

Tore: 0:1 Nejeoui Flores (53.), 1:1 Özyürek (58.), 1:2 Fakic (86.)

SV der Bosnier Frankfurt - Spvgg. 03 Neu-Isenburg 2:2 (1:1). Auf dem Kunstrasenplatz in Griesheim entwickelte sich ein sehr hektisches Spiel mit vielen Ballverlusten auf beiden Seiten. Die arg ersatzgeschwächten 03er gerieten bereits nach elf Minuten in Rückstand – das sah nicht gut aus. Doch die Spielvereinigung hielt dagegen, glich zweimal einen Rückstand aus und hätte sogar noch gewinnen können: Doch der eingewechselte Lars Wolfarth köpfte in der Schlussminute nach einem Freistoß von Filip Osman aus kurzer Distanz am Tor vorbei. „Wir nehmen den Punkt mit. Wir müssen Punkte und Selbstvertrauen sammeln“, war 03-Trainer Nick Janovsky ein wenig traurig über die verpasste Siegchance, aber dennoch nicht unzufrieden.

Spvgg. 03 Neu-Isenburg: Simo; Buschmann, Bickel (75. Mägerlein), Schellhorn, Osman, Essome, Letellier, Hochstein, Djordjevic, Kalzu (56. El Baghdadi), Züge (65. Wolfarth)

Tore: 1:0 Kitic (11.), 1:1 Osman (25.), 2:1 Derdemez (58.), 2:2 Hochstein (84.) - Gelb-Rot: Frankfurt (90.+2)  leo

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