Amateurfußball

SG Rosenhöhe setzt auf Ex-Profi Ralf Weber und Sebastian Schneider

Ex-Nationalspieler für die SG Rosenhöhe. Ralf Weber zählt zum neuen Trainerteam. Über die zeitliche Vereinbarung sagt SGR-Abteilungsleiter Patrick Ihlefeld: „Es gibt keine. Solange wir Spaß und Erfolg haben.“
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Ex-Nationalspieler für die SG Rosenhöhe. Ralf Weber zählt zum neuen Trainerteam. Über die zeitliche Vereinbarung sagt SGR-Abteilungsleiter Patrick Ihlefeld: „Es gibt keine. Solange wir Spaß und Erfolg haben.“

Patrick Ihlefeld gerät ins Schwärmen: „Für einen Gruppenligisten ist das ein echtes Brett“, sagte der Fußball-Abteilungsleiter der SG Rosenhöhe mit Blick auf das neue Trainerduo. Beide Coaches haben die A-Lizenz und waren einst gemeinsam beim SC Hessen Dreieich aktiv.

Offenbach – Die SG Rosenhöhe Offenbach ist bei der Trainersuche fündig geworden. Auf Tevfik Kilinc (war sechs Jahre im Amt; künftig SG Nieder-Roden) folgt beim ambitionierten Fußball-Gruppenligisten ein gleichberechtigtes Duo: Ralf Weber und Sebastian Schneider. Der 51 Jahre alte Ex-Nationalspieler Weber (neun Einsätze) war Profi bei den Offenbacher Kickers und der Frankfurter Eintracht, für die der Hainstädter zwischen 1989 und 2001 immerhin 214 Spiele (29 Tore) absolviert hat. Bis April 2019 war er Co-Trainer unter Rudi Bommer beim Regional- und Oberligisten SC Hessen Dreieich.

In dieser Zeit hat er bereits mit Sebastian Schneider zusammengearbeitet. Der 45 Jahre alte Orthopäde aus Götzenhain war Mannschaftsarzt und Jugendtrainer beim SC Hessen. Komplettiert wird das Duo durch Co-Trainer Awet Cahsai, der schon bei der SG Rosenhöhe gespielt hat und zuletzt Jugendleiter beim SC Hessen war.

Auch Schneider trug das Trikot der SG Rosenhöhe, in der Jugend und sogar in der ersten Mannschaft. Zu Studienzeiten in Würzburg war in der Bayernliga aktiv. Beim FV Lauda hat er erste Erfahrungen als Trainer gesammelt, damals in der Verbandsliga. Zuletzt kickte der leitende Arzt des Nachwuchsleistungszentrums des Bundesligisten Eintracht Frankfurt gemeinsam mit SGR-Abteilungsleiter Patrick Ihlefeld wieder in der dritten Mannschaft des Offenbacher Traditionsvereins.

„Wir haben jetzt in den verantwortlichen Positionen einen ehemaligen Profi mit A-Lizenz und einen Mediziner mit A-Lizenz, der sogar SGR-Stallgeruch mitbringt. Wir sind stolz, dass wir so ein Ding stemmen können. Das ist für einen Gruppenligisten schon ein echtes Brett“, meinte Abteilungsleiter Ihlefeld hoch erfreut.

Als Kampfansage an Topfavorit Sportfreunde Seligenstadt will er diese Personalien für die nächste Saison in der Gruppenliga Frankfurt Ost aber nicht gelten lassen. Dass sein Klub mittelfristig aber in die Verbandsliga will, gibt er offen zu.

Weber und Schneider geben sich angesichts der schwierigen Bedingungen in der Pandemiezeit zurückhaltend. „Das ist jetzt nicht so einfach. Der Doc kennt die Jungs natürlich ein bisschen besser als ich, ich weiß von Stärken und Schwächen bisher nur aus den Gesprächen“, berichtet Weber und ergänzt: „Die Sportfreunde mit Lars Schmidt und Sven Kittler kennen ihre Truppe, wissen, was zu tun ist, wenn es wieder los geht. Wir werden Geduld benötigen, müssen unsere Jungs erstmal sehen, wenn sie die Kickschuhe anhaben.“  Mit Blick auf die abgebrochene Saison sagt Weber: „Die Tendenz bei der SG Rosenhöhe ist aber klar: In der Offensive scheint viel zu funktionieren, in der Defensive nicht. Wir müssen sie stabilisieren.“ Die SGR hat in ihren acht Saisonspielen 14 Punkte geholt bei 36:17 Toren, darunter ein spektakuläres 6:6 gegen den SVG Steinheim. Da passt es gut, dass in Yannick Pohland ein Verteidiger nach einem Auslandsaufenthalt in den USA zur SG Rosenhöhe zurückkehren wird.

Sebastian Schneider

Sebastian Schneider sagt: „Die Mannschaft war zuletzt stets im oberen Tabellendrittel zu finden, wir versuchen, sie mit gutem Input weiterzuentwickeln. Ich sehe zwar viel Potenzial, aber jetzt inmitten der Pandemiezeit und weit entfernt von der Normalität schon etwas über die Erwartungshaltung zu sagen, ist schwer.“ Schneider freut sich jedenfalls auf die erneute Zusammenarbeit mit Weber und hofft, dass sie bald loslegen können: „Ralf und ich sind nach der Zeit in Dreieich in Kontakt geblieben und haben gesagt, vielleicht ergibt sich ja mal ein gemeinsames Projekt. Das ist jetzt der Fall. Auf Ralf ist zu 100 Prozent Verlass. Er ist ein akribischer Arbeiter und wird uns mit seiner großen Erfahrung nach vorn bringen.“ Wenn möglich bald in die Verbandsliga. (Von Holger Appel)

Fusion ist auf dem Weg

Schon 2018 waren sich die Vorstände der SG Rosenhöhe und des BSC 99 Offenbach einig: Sie wollen fusionieren zu einem Klub mit rund 1500 Mitgliedern. Corona hat den Zeitplan durcheinander gebracht, das Ziel aber bleibt bestehen. Laut SGR-Fußballboss Patrick Ihlefeld stehen bereits der Verschmelzungsvertrag und der noch geheime neue Vereinsname. Noch fehlt aber die endgültige Zustimmung aus den verschobenen Mitgliederversammlungen. Der neue Verein will sich dann auch im Parasport engagieren. (app)

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