Fußball-Gruppenliga

SG Rosenhöhe sucht Kilincs Nachfolger

Auf neuen Wegen. Tevfik Kilinc wird Gruppenligist SG Rosenhöhe im Sommer verlassen.
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Auf neuen Wegen. Tevfik Kilinc wird Gruppenligist SG Rosenhöhe im Sommer verlassen.

Überraschung bei Fußball-Gruppenligist SG Rosenhöhe: Der Offenbacher Stadtteil-Verein wird die Zusammenarbeit mit Trainer Tevfik Kilinc nach sechs „sehr schönen Jahren“ beenden, so Abteilungsleiter Patrick Ihlefeld. Man wolle neue Reize setzen, um in die Verbandsliga zu kommen.

Offenbach – Kleine Gemeinsamkeit zwischen der SG Rosenhöhe und dem Deutschen Fußball-Bund? Die Verantwortlichen wissen kaum noch, wie die Trainersuche funktioniert. Dennoch müssen Oliver Bierhoff (nach dem angekündigten Ausstieg von Joachim Löw im Sommer nach 15 Jahren) und der Vorstand des Offenbacher Gruppenligisten nun aktiv werden. SGR-Abteilungsleiter Patrick Ihlefeld hat mit seinen Vorstandskollegen beschlossen, die neue Saison nicht mehr mit Tevfik Kilinc zu bestreiten. Nach sechs Jahren trennen sich die Wege.

„Tevfik ist ein super Trainer und ein super Typ. Ich bin seit 32 Jahren im Verein und wir hatten wohl noch nie so lange einen Trainer für die erste Mannschaft. Aber wir wollen nach sechs Jahren mit Tevfik in ein und derselben Ligen noch mal was Neues probieren, Reize setzen. Wir wollen uns weiterentwickeln und irgendwann dann doch hoch in die Verbandsliga“, sagt Ihlefeld.

Und der mögliche Nachfolger? „Wir haben noch niemanden, sondern zunächst Tevfik reinen Wein eingeschenkt. Vielleicht beschreibt auch das unser gutes Verhältnis zu ihm. Wir haben jetzt eine Liste für mögliche Nachfolger erstellt, werden in Gespräche gehen“, berichtet der 50 Jahre alte SGR-Abteilungsleiter.

Kilincs Nachfolger kann jedenfalls auf eine eingespielte Mannschaft zurückgreifen. Laut Ihlefeld haben bereits 18 Spieler aus dem aktuellen Kader für die nächste Saison zugesagt, darunter auch Torjäger Robin Weber.

Tevfik Kilinc (49), zuvor Trainer beim SC Hessen Dreieich, der U19 der Offenbacher Kickers und des FV 06 Sprendlingen, zeigt sich weder überrascht noch enttäuscht. „Wir hatten schon März, aber noch keine Gespräche, wie es weitergeht. Da konnte ich mir schon meinen Teil denken“, sagt Kilinc. Er spricht im Anschluss aber von „sehr schönen Jahren bei der SG Rosenhöhe. In den ersten beiden Jahren lief es sportlich nicht so gut, da ging es immer um den Klassenerhalt. Da habe ich die volle Rückendeckung der Verantwortlichen im Verein gespürt – das war schon stark. Seitdem ging es bergauf, wir haben uns von einem Abstiegskandidaten zu einem Team entwickelt, dem die Gegner Respekt zollen. Wir haben guten Fußball gespielt und uns im vorderen Drittel etabliert.“ Kilinc zeigt sich offen für neue Aufgaben.

Und was passiert, wenn diese corona-bedingte Unterbrechung endet, die Saison noch fortgesetzt wird? „Wenn die Verantwortlichen wollen, wäre ich auch bereit, die Runde bei der SGR zu Ende zu bringen“, sagt Kilinc. Ihlefeld glaubt nicht, dass dazu die Möglichkeit besteht: „Es wäre das falsche Zeichen, diese Saison mit der Vorrunde durchzubringen. Das wäre Chaos pur mit zu vielen Spielen in zu kurzer Zeit für uns Amateure.“

Die SGR hätte noch elf Hinrundenspiele zu absolvieren, Saisonende wäre spätestens Mitte Juni. Und vor 9. Mai wird der Ball wohl kaum wieder in Punktrunden rollen. Ihlefelds Vorschlag: „Lasst uns lieber ganz langsam mit ein paar Freundschaftsspielen beginnen. Ich organisiere in Offenbach auch liebend gern mal wieder Stadtmeisterschaften auf dem Feld.“ (Von Holger Appel)

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