Fußball-Gruppenliga

SG Rosenhöhe: Torjäger Robin Weber träumt von der Hessenliga

Und wieder hat er getroffen. Robin Weber, Torjäger der SG Rosenhöhe.
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Und wieder hat er getroffen. Robin Weber, Torjäger der SG Rosenhöhe.

Dass es bei der SG Rosenhöhe in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost diese Saison bislang gut läuft, hat der Verein aus Offenbach auch Robin Weber zu verdanken. Der Torjäger traf bereits 13 Mal und hat mit seinem Club hohe Ziele: Die Verbandsliga hält er mittelfristig für realistisch. Er selbst träumt sogar von noch mehr.

Offenbach – Bei allem Verständnis hadert Robin Weber doch ein bisschen mit der Zwangspause wegen der Pandemie. „Schade, dass uns Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Es lief so gut, es war perfekt“, sagt der 21 Jahre alte Stürmer des Fußball-Gruppenligisten SG Rosenhöhe.

Er bezieht diese Aussage auf die Ausbeute seiner Mannschaft und auf seine Trefferquote. In den letzten drei Spielen vor dem Lockdown holten die Offenbacher neun Punkte bei 17:4 Toren, rückten mit 14 Punkten aus acht Partien vor auf den achten Platz. Weber erzielte in den Partien gegen Germania Dörnigheim (4:1), bei Türk Gücü Hanau (5:2) und beim FC Alemannia Gedern (8:1) fünf Tore. Insgesamt hat er in dieser Saison schon 13 Mal getroffen, darunter fünfmal gegen Gelnhausen – Ligabestwert gemeinsam mit Nebojscha Nikolov von der SG Nieder-Roden.

„Mit seiner Schnelligkeit und seiner Abschlussstärke macht er für uns den Unterschied“, sagt Fußball-Abteilungsleiter Patrick Ihlefeld über den Angreifer, der vor fünf Jahren aus dem Nachwuchsleistungszentrum der Kickers in den Offenbacher Südwesten kam. „Die Jungs hinter mir müssen den Ball nur hinter die Abwehrkette spielen, den kriege ich schon. Vor dem Tor denke ich nicht viel nach, ich suche mir eine Ecke aus und rein mit dem Ding! Ich bin da auch viel kaltschnäuziger geworden“, berichtet Weber, der sich als Rechtsfuß bezeichnet, der aber auch mit links treffen kann. Mit seiner Körpergröße von 1,82 m gewinnt er auch das eine oder andere Duell in der Luft, zu einem Kopfballtor hat es aber noch nicht gereicht.

In der ersten Saison bei den Herren kam Weber krankheitsbedingt nur auf neun Einsätze (ein Tor), vergangene Saison erzielte er bereits 17 Tore – Platz drei in der Torjägerliste der Frankfurter Gruppenliga Ost. „Ja, seit dem letzten Jahr läuft es rund für mich im Seniorenbereich. Ich fühle mich sehr wohl auf der Rosenhöhe und schieße meine Tore“, sagt Weber zufrieden und schwärmt von einem „tollen und familiären Verein“.

Doch wohin kann der Weg der SG Rosenhöhe, wohin kann sein Weg führen? „Wegen Corona ist das natürlich alles schwer zu sagen. Aber ich hoffe, wir können diese Saison fortsetzen und die Sportfreunde Seligenstadt noch ein bisschen ärgern. Ich traue uns das zu, da wir ein gutes Team stellen – auch wenn die Seligenstädter natürlich ein richtiger Brocken sind“, sagt Weber mit Blick auf den Topfavoriten der Gruppenliga. Er ergänzt: „Spätestens in zwei bis drei Jahren ist die Verbandsliga für die Rosenhöhe absolut realistisch.“

Da Weber bei Agotrans, einem Sponsor der SGR, eine Ausbildung zum Speditionskaufmann macht, wird er dem Verein nach eigener Aussage zunächst erhalten bleiben. Über kurz oder lang ist die Hessenliga sein Ziel, er habe sogar schon eine Anfrage aus der Regionalliga erhalten, berichtet er stolz.

Ihlefeld unterstreicht die Aussagen von Weber und macht gleichzeitig Werbung in eigener Sache: „In meinen Augen kann Robin perspektivisch noch höher spielen – am besten natürlich bei uns. Hier kann er in einem guten und harmonischen Umfeld, in dem er auch als Mensch voll akzeptiert ist, seine fußballerischen Fähigkeiten voll ausspielen. Er benötigt das volle Vertrauen von Trainerteam, sportlicher Leitung und Mitspielern – das hat er im Moment ganz klar nur bei uns.“ (Von Holger Appel)

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