TVG siegt vor Gericht und auf dem Platz

Aschaffenburg ‐ Doppelsieg für die Bundesliga-Handballer des TV Großwallstadt. Dem 34:27 gegen die MT Melsungen folgte der Erfolg vor dem Sportgericht des Deutschen Handball-Bundes (DHB), das den Einspruch der HSG Wetzlar gegen die Spielwertung der Partie vom 3. September zurückwies. Von Peppi Schmitt

Es bleibt also beim 23:22-Sieg des TV Großwallstadt.

Bei der Verhandlung stellte das Gericht zwar fest, dass ein Fehler der Schiedsrichter vorgelegen hatte. Dieser sei jedoch nicht spielentscheidend gewesen. Die Unparteiischen hatten in der Endphase nach einem groben Foul von Steffen Weinhold an Wetzlars Timo Salzer die Zeit angehalten und den Großwallstädter des Feldes verwiesen. Danach hatten sie die Partie jedoch nicht mit einer Aktion fortgesetzt, sondern für beendet erklärt. Die Wetzlarer hatten argumentiert, dass das an der Mittellinie begangene Foul mit einem Siebenmeter hätte geahndet werden müssen. Dem schloss sich das Sportgericht nicht an. Da Weinhold nicht letzter Mann gewesen sei, hätte es lediglich einen Freiwurf geben müssen. Da dieser wegen der abgelaufenen Zeit direkt hätte ausgeführt werden müssen, habe keine realistische Chance auf den Ausgleich bestanden.

Gegen Melsungen war es vor allem der sonst zumeist in der Defensive eingesetzte Csaba Szücs, der für Akzente gesorgt hatte. Weil Nationalspieler Stefan Kneer früh wegen einer Daumenverletzung ausfiel, musste Szücs in die Bresche springen und tat dies eindrucksvoll. Elfmal warf der 23-jährige Slowake aufs Tor, neunmal traf er. „Schön, dass er sich auch mal in der Offensive zeigen konnte“, lobte Trainer Michael Biegler. Und Melsungens Interimstrainer Sandor Balogh gab zu, „dass wir Szücs nicht auf der Rechnung hatten.“

Der TVG hat nun auch das vierte Heimspiel der Saison gewonnen, gehört mit 12:4 Punkten der erweiterten Spitzengruppe an. Doch die wahren Prüfungen kommen noch: Die nächsten Gegner heißen Flensburg, Kiel, Hamburg und Rhein-Neckar Löwen. Um gegen diese Teams bestehen zu können, muss sich der TVG weiter steigern. Denn auch gegen Melsungen gab es unverständliche Ausfälle. So kamen Steffen Weinhold und Moritz Schäpsmeier nicht richtig in die Gänge. „Vielleicht ist Szücs' Leistung ja auch für sie Motivation“, sagte Biegler süffisant.

Quelle: op-online.de

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