Erste Partie in zweiter Saisonhälfte gegen Kelsterbach

Sportfreunde Seligenstadt: Mit Personalsorgen im Abstiegskampf

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Testspiel in Seligenstadt. Kevin Hillmann von den Sportfreunden (rechts) gegen Fabian Dindorf vom Gruppenligisten Kickers Obertshausen.

Seligenstadt - Mit reichlich Personalsorgen starten die Sportfreunde Seligenstadt in die zweite Saisonhälfte der Fußball-Hessenliga. Dabei können sich die Einhardtstädter nicht auf den bisherigen 26 Punkten ausruhen, sondern müssen den Blick weiter auf die Abstiegszone richten. Von Patrick Leonhardt 

Trainer Lars Schmidt legt den Fokus auf die ersten beiden Partien gegen die Aufsteiger Viktoria Kelsterbach und FC Ederbergland. „Wenn wir aus den ersten beiden Partien nicht vier Punkte holen, sind wir dicke dabei“, sagt der ehemalige Profi. 26 Punkte weisen die Sportfreunde auf. Bei möglichen fünf Absteigern – wenn Kickers Offenbach und Teutonia Watzenborn-Steinberg in der Regionalliga Südwest nicht die Klasse halten – würde Ederbergland mit aktuell 22 Zählern den ersten Abstiegplatz einnehmen. Kelsterbach, am Samstag (15.15 Uhr) zu Gast in Seligenstadt, wird es selbst bei nur drei Absteigern schwer haben, ein zweites Jahr Hessenliga zu spielen, weil der Rückstand auf das rettende Ufer bereits acht Punkte beträgt. Zudem hat der aktuelle 14. FSC Lohfelden auch noch eine Partie weniger als die Kelsterbacher ausgetragen.

Auf Rechenspiele wollen sich die Sportfreunde Seligenstadt nicht einlassen und gehen daher von fünf Absteigern aus. Und da sind vier Punkte Vorsprung nicht viel. „Wir stecken mitten im Abstiegskampf“, warnt Lars Schmidt. Wohl wissend, dass seine Mannschaft das lockerer sieht und das Gefühl hat, „sie könne nicht in den Abstiegskampf geraten“, sagt Schmidt. „Wir reden natürlich darüber. Ob es die Mannschaft verstanden hat, zeigt sich am Samstag.“ Gegner Kelsterbach sieht Schmidt „auf einem spielerisch guten Level.“ Eine zu hohe Fehlerquote zu Rundenbeginn und Ende der ersten Saisonhälfte kostete die Viktoria im Kampf um den Klassenerhalt aber eine bessere Ausgangsposition.

Die Sportfreunde haben mit einigen Personalsorgen zu kämpfen. Nach Evangelos Bellos (Kreuzbandriss) fällt mit Carlos McCrary (Schulter-OP) die zweite Offensivkraft bis Rundenende aus. In Torjäger Raoul Dalmeida (14 Treffer) und Yves Böttler stehen damit nur noch zwei zentrale Stürmer zur Verfügung. „Wenn beide von Beginn an spielen, wird es schwer, während des Spiels noch mehr Qualität in die Offensive zu bringen. Wobei sich Fidan Salii sehr gut entwickelt hat, da hätte ich keine Bedenken, ihn zu bringen.“

Dennoch überlegt Trainer Schmidt, zukünftig mit nur noch einer Spitze zu beginnen. Weiterhin fehlen werden auch Marius Löbig und Christoph Stefani, die nach langen Verletzungspausen bisher über Lauftraining beziehungsweise leichte Übungen mit dem Ball nicht hinausgekommen sind. Patrick Hilser und Kevin Hillmann sind leicht angeschlagen, ihr Einsatz entscheidet sich erst nach dem Abschlusstraining. Tobias Leis ist nach seiner Roten Karte in Hadamar gesperrt.

Die Leistungen in der ersten Saisonhälfte bezeichnet Lars Schmidt als „sehr schwankend, aber wir haben einen Bonus mit den Pokalwettbewerben“. Im Offenbacher Kreispokal haben die Einhardstädter ebenso das Halbfinale – gegen den A-West-Spitzenreiter SV Pars Neu-Isenburg – erreicht wie im Hessenpokal. Hier steht am Samstag, 4. März, das Heimspiel gegen den Ligarivalen Rot-Weiß Hadamar auf dem Programm. Wichtiger aber sind die Spiele vor und nach diesem Highlight.

Archivbilder:

Bilder: Viktoria Urberach gewinnt in Seligenstadt

Quelle: op-online.de

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