Verbandsliga

Verbandsliga: Späte Siegtreffer

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Viktoria Urberachs Torwart Ole Schickedanz pariert den Elfmeter von Travis Parker vom SC 1960 Hanau. 

Germania gewinnt Spitzenspiel - Hanau unterliegt Urberach.

Offenbach – Das Toptrio in der Fußball-Verbandsliga Süd ist wieder bis auf drei Punkte zusammengerückt. Germania Ober-Roden gewann das Spitzenspiel gegen Klassenprimus 1. FC Erlensee mit 4:2 und rückte bis auf drei Zähler an die 06er heran. Der SC 1960 Hanau verpasste den Sprung an die Spitze mit einer 2:3-Niederlage gegen Viktoria Urberach, die Rödermarker blieben damit auch im siebten Spiel hintereinander ungeschlagen. Der JSK Rodgau schoss sich mit dem 7:1 gegen die Sportfreunde Frankfurt den Frust von vier Niederlagen hintereinander mit je einem Tor Unterschied von der Seele. Die TS Ober-Roden sicherte sich im Endspurt noch einen 4:2-Sieg gegen Germania Großkrotzenburg, Neu-Isenburg besiegte die SG Unter-Abtsteinach überlegen mit 4:0.

Germania Ober-Roden - 1. FC Erlensee 4:2 (3:2). „Das war die beste Mannschaft, gegen die wir bisher gespielt haben“, sagte Germania-Trainer Fabian Bäcker. Und dennoch drehten seine Mannen einen frühen Rückstand (7.) binnen zwölf Minuten in eine 3:1-Führung. Erlensee hatte zwar optische Vorteile, aber nicht die klaren Torchancen. Dagegen war die Germania vor dem Gästetor eiskalt. Nach der Ampelkarte für Ober-Rodens Aziz Bidou (55.) drängte Erlensee die Rödermarker zunehmend in die eigene Hälfte und nach dem 3:2-Anschlusstor vehement auf den Ausgleich. Doch Jonas Dapp, der kurz vor der Pause im Eins-gegen-Eins noch zwei sehr gute Möglichkeiten ausgelassen hatte, verwertete einen Konter zum 4:2 für Ober-Roden (83.).

Germania Ober-Roden: Kahl; Schulte, Friess, Firat, Bidou, Özgün, Sumanov, Stemann, Ennin (55. Lehnert), Dapp (85. Sancak), Christophori-Como (69. Emir)

Tore: 0:1 Schunck (7.), 1:1 Dapp (9.), 2:1 Stemann (16.), 3:1 Christophori-Como (20.), 3:2 Eigentor Schulte (69.), 4:2 Dapp (83.) - Gelb-Rote Karte: Bidou (Ober-Roden, 55.)

SC 1960 Hanau - Viktoria Urberach 2:3 (2:1). Urberach kam nur sehr schwer ins Spiel, „weil Hanau schon extrem stark war und in der Offensive eine sehr hohe Qualität hat“ meinte Urberachs Trainer Jens Wöll. Doch Sinisa Alempic glich für die Gäste zum zwischenzeitlichen 1:1 aus und hielt die Urberacher damit im Spiel. Nach dem Wechsel steigerten sich die Rödermarker. „Wir waren jetzt zweikampfstärker, bissiger und das Umschaltspiel klappte besser“, erklärte Wöll. „Uns wurde ein Treffer nicht anerkannt, wir hätten zur Pause 3:1 führen müssen“, sagte Hanaus Sportlicher Leiter Okan Sari. In der zweiten Hälfte verschossen die 60er einen Strafstoß, Travis Parker scheiterte an Ole Schickedanz (60.). Und in der vorletzten Minute stand Innenverteidiger Kevin Puls goldrichtig am langen Pfosten und schob eine Flanke von der rechten Seite zum 3:2 für die Viktoria über die Torlinie. „Aufgrund der zweiten Hälfte war der Sieg verdient“, freute sich Wöll. Sari sagte: „Das war eine unglückliche, bittere Niederlage. Die Chancen waren da, um mehr zu holen. Wir bekommen zu viele Gegentore, daran müssen wir arbeiten.“

SC 1960 Hanau: Günes; Aslan, Ohashi, Gültekin, Aydin, Bayraktaroglu (61. Gecili), Hofmeier, Parker, Demir (85. Puljic), Bicakci, Kohnke (61. Hiromoto)

Viktoria Urberach: Schickedanz; S. Yildirim, Piarulli, Puls, Schneider, T. Hamed, M. Yildirim, Czerwinski (70. Kohl), Alempic, Di Maria (90.+3 A. Hamed), Hochstein (80. Boudchich)

Tore: 1:0 Parker (12./FE), 1:1 Alempic (18.), 2:1 Kohnke (34.), 2:2 Di Maria (52.), 2:3 Puls (89.) - Gelb-Rote Karte: Parker (Hanau, 72.), M. Yildirim (Urberach, 75.) - Bes. Vork.: Schickedanz (Urberach) hält FE von Parker (60.)

Spvgg. 03 Neu-Isenburg - SG Unter-Abtsteinach 4:0 (1:0). „Das war unser bisher bestes Saisonspiel“, lobte 03-Trainer Nick Janovsky, der mit seiner Mannschaft aus dem Stadion auf den Rasenplatz zwei, den Trainingsplatz des Verbandsligisten, umziehen musste. Und auf diesem tiefen Geläuf kämpften die Hausherren engagiert und mit viel Leidenschaft. „Der Erfolg war auch in der Höhe verdient. Die Offensivspieler haben alle getroffen, Tim Kalzu als Vorbereiter überzeugt“, sagte Janovsky.

Spvgg. 03 Neu-Isenburg: Begher; Metzler, Diack, Buschmann, Wolfarth (66. Essome), Letellier, Schellhorn, Ermert (84. Mägerlein), Djordjevic, Kalzu, Züge (74. Osman)

Tore: 1:0 Wolfarth (37.), 2:0 Ermert (47.), 3:0 Züge (61.), 4:0 Djordjevic (89.)

JSK Rodgau - FFV Sportfreunde Frankfurt 7:1 (4:0). Nach zehn Minuten Anlaufzeit hatten die Hausherren die Partie im Griff und sorgten mit drei Toren in 16 Minuten für klare Verhältnisse. Auch nach der Pause ließen die Jügesheimer nicht locker. Zweimal klärten die Speuzer auf der Torlinie, ehe Savvas Konstantinidis seine Tore zwei und drei erzielte. Die Hausherren ließen sogar noch einige glänzende Möglichkeiten ungenutzt, Frankfurts Torwart Tomo Toumpas verhinderte eine zweistellige Niederlage. „Trotz der jüngsten Niederlagen hat die Mannschaft beherzt und mit viel Selbstvertrauen gespielt“, zeigte sich JSK-Trainer Andreas Humbert zufrieden.

JSK Rodgau: Czaronek; Hitzel (70. Hitzel), Cölsch, Dejanovic, Köhler, Freitag, Ballesteros (60. Kunth), Bleibdrey, Profumo, Neteoui Flores, Konstantinidis (80. da Silva)

Tore: 1:0 Profumo (14.), 2:0 Bleibdrey (20.), 3:0 Konstantinidis (29.), 4:0 Freitag (37.), 5:0, 6:0 Konstantinidis (56., 58.), 7:0 Profumo (63.), 7:1 De Una (86.)

TS Ober-Roden - Germania Großkrotzenburg 4:2 (1:2). „Aufgrund der zweiten Hälfte war der Sieg verdient“, sagte Ober-Rodens Trainer Bastian Neumann. Nach ausgeglichenem Beginn hatte Großkrotzenburg mehr vom Spiel, vergab einige Torchancen. Etwas überraschend gingen die Gastgeber durch Lucas Sitter in Führung (34.), „dann aber waren wir nicht bissig genug“, kritisierte Neumann. Die Folge: Großkrotzenburg wendete noch vor der Pause das Blatt. im zweiten Durchgang steigerte sich Ober-Roden, „wir haben den Sieg erzwungen“, meinte Neumann. Lorenzo Gick glich zum 2:2 aus (55.) im Endspurt sicherten sich die Hausherren dann noch die drei Punkte. Sitter verlängerte einen Befreiungsschlag zum 3:2 ins Germania-Netz (90.). Als die Gäste in der Nachspielzeit alles nach vorne warfen, traf Görkem Barak sogar noch zum 4:2 für die Turnerschaft.

TS Ober-Roden: Schwaar; Wolf, Strauss, Henkel, Yildirim, G. Barak, Gick, Schultheis, Schöppner (67. Kozlu), Sitter, Waas (75. Firrantello)

Tore: 1:0 Sitter (34.), 1:1 Becker (35.), 1:2 Prey (39.), 2:2 Gick (55.), 3:2 Sitter (90.), 4:2 G. Barak (90.+3)

(leo)

Quelle: op-online.de

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