Verletzungspech stoppt die 03er

Offenbach (dani) - Die Verbandsliga-Fußballer der Spvgg. 03 Neu-Isenburg haben wieder einmal ihren Abonnementplatz gebucht. Die 03er stehen aktuell ebenso auf dem fünften Rang wie zum Abschluss der vorigen Saison. Dabei sah es lange nach einer besseren Platzierung aus.

Die Spielvereinigung startete gut in die Saison. Das Sturmduo Nick Janovsky und Dennis Schwarz traf fast wie es wollte, in der Defensive gab der erfahrene Martin Reyschmidt Stabilität. Am achten Spieltag übernahmen die Isenburger nach dem 2:0 in Bruchköbel sogar für einen Spieltag die Spitze.

„Wir haben die Saison wirklich gut angefangen, hatten dann aber nicht immer das nötige Glück“, findet 03er-Trainer Peter Hoffmann und meint damit eine lange Ausfallliste. Neben kleineren Blessuren erwischte es am neunten Spieltag Nick Janovsky. Der Kapitän und Angreifer wurde nach einer Rangelei und einem vermeintlichen Faustsschlag gegen Wald-Michelbachs Almedin Besic - beide Spieler widersprechen noch heute den Angaben des Schiedsrichters - für acht Spiele gesperrt.

Fortan schien es etwas gegen die Spielvereinigung zu laufen. Zwar wurde gegen abstiegsbedrohte Teams wie Sprendlingen (3:1) oder Ginsheim (4:1) noch gewonnen, die Leistungen waren aber selten souverän. Zumal weitere Leistungsträger in der Folge ausfielen: Stürmer Schwarz kämpfte immer wieder mit Knöchelproblemen und fand nicht mehr zu gewohnter Stärke, Patrick Jungmann riss sich die Bänder im Knöchel, Murat Tariq das Kreuzband, Daniel Schmitt sowie Verteidiger Reyschmidt jeweils eine Sehne an der Leiste. „Wir mussten fast jeden Spieltag andere Spieler einsetzen, das hat es natürlich nicht einfach gemacht“, sagt Hoffmann. Für die letzten zwei Spiele im Dezember wurde sogar der 40-jährige Slobodan Milanovic reaktiviert.

Die ständigen Personalwechsel und Formschwächen von anderen Akteuren führten zu einem negativen Trend in der Endphase. Aus den letzten fünf Spielen holte die Spielvereinigung nur noch einen Punkt. Die bitterste Niederlage kassierten die Hoffmann-Schützlinge dabei beim 2:3 in Walldorf. Bis zur Nachspielzeit führte Neu-Isenburg 2:1, ehe Walldorf noch zweimal zuschlug. „Das war damals zwar eine verdiente Niederlage, aber doch eine ziemlich bittere, die wir nicht so schnell vergessen konnten“, meint Hoffmann.

Statt einer Platzierung in Schlagdistanz zum Führungsduo Griesheim/Obertshausen rutschten die 03er in der Tabelle ab. Und müssen nun bei „nur“ noch zehn Punkten Vorsprung sogar den Abstiegskampf im Blick haben. „Ab Platz drei muss fast jedes Team die hinteren Positionen beachten“, sagt Hoffmann und hat Recht: Die Zahl von drei direkten Absteigern könnte noch ansteigen, sollte es in der Hessenliga, mehrere Teams aus der Region treffen.

Quelle: op-online.de

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