Nach Niederlage in Ober-Roden schrumpft Vorsprung auf fünf Punkte

Verbandsliga Süd: Spitzenreiter Hanau 93 nach Rückstand wie gelähmt

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Ober-Rodener Jubel: Die Spieler der Turnerschaft freuen sich mit Kapitän Max Hesse über dessen 1:0-Führungstreffer.

Offenbach – Nach der 2:4-Pleite zum Auftakt der zweiten Saisonhälfte bei der TS Ober-Roden ist der Vorsprung des FC Hanau 93 an der Tabellenspitze der Fußball-Verbandsliga Süd auf fünf Punkte zusammengeschrumpft.

Mit hart umkämpften Siegen verkürzten Rot-Weiß Walldorf (3:2 bei Eintracht Wald-Michelbach) und der SC 1960 Hanau (5:3 nach 0:2-Rückstand gegen Germania Ober-Roden) den Rückstand auf den Klassenprimus.

Der spielfreie FC Viktoria Urberach verlor ein Testspiel gegen den Darmstädter Kreisoberligisten FCA Darmstadt mit 0:3 (0:1). Weil sich Stammtorwart Navin Schürmann beim Aufwärmen verletzte und auch Ole Schickedanz nicht zur Verfügung stand, hütete in Can Celayir ein Feldspieler das Urberacher Tor. „Wir waren sehr träge, aber das war nach dem Spiel am Donnerstag in Seligenstadt und dem Training am Freitag zu erwarten. Ich wollte aber unbedingt noch einmal auf Rasen spielen“, meinte Viktoria-Trainer Lars Schmidt.

TS Ober-Roden - FC Hanau 93 4:2 (2:0). „Das war eine sensationelle Leistung. Wir waren von der ersten Minute an präsent, das Spiel hat sich aber auch sehr gut für uns entwickelt. Wir haben zum richtigen Zeitpunkt die Tore erzielt“, freute sich TSO-Trainer Bastian Neumann.

Die Gastgeber erwischten einen Auftakt nach Maß. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß stimmte bei der anschließenden Flanke die Zuordnung in der Hanauer Abwehr nicht und Max Hesse köpfte nach nur drei Minuten zum 1:0 ein. „Danach waren wir wie gelähmt und haben nicht ins Spiel gefunden“, sagte HFC-Sportchef Giovanni Fallacara. Die Gäste mühten sich zwar, doch blieben sämtliche Offensivaktionen zunächst glücklos. Ein Missverständnis zwischen Torwart Jens Westenberger und Innenverteidiger Daniyel Cimen ermöglichte der Turnerschaft in der 25. Minute das 2:0. Cengiz Veisoglu spritzte dazwischen und schob den Ball ins leere Tor.

Bilder: TS Ober-Roden gewinnt gegen Hanau

Nach der Pause zeigte Hanau nicht die erhoffte Reaktion, im Gegenteil: In der 58. Minute schien die Vorentscheidung gefallen zu sein. Lucas Sitter nahm einen Pass in die Tiefe auf und schloss eiskalt ab. Nach einem verwandelten Freistoß von Kahraman Damar (66.) keimte im Lager der Gäste wieder Hoffnung auf, doch sechs Minuten später machten die Hausherren mit dem vierten Treffer durch Tim Schöppner alles klar. „Wir müssen vor allem am Kopf arbeiten“, zeigte sich Hanaus Trainer Christoph Prümm enttäuscht. Er ahnt: Präsentiert sich sein Team nicht schnell gänzlich anders, dann gerät der angestrebte Aufstieg in die Hessenliga in Gefahr.

TS Ober-Roden: Gkogkos –Jung, Kozlu, Gotta (87. G. Barak), Wolf, Sitter (85. Schultheis), Schöppner, Henkel, Kriegsch, Hesse, Veisoglu (68. T. Barak)

Hanau 93: Westenberger – Kohl, Cimen, Fließ, Ries (60. El Kaddouri), Ünal (46. Sekeric), Gogol (35. Muratoglu), Bicakci, Damar, Suljic, Amani

Tore: 1:0 Hesse (3.), 2:0 Veisoglu (25.), 3:0 Sitter (58.), 3:1 Damar (66.), 4:1 Schöppner (72.), 4:2 Damar (90.+1/HE) - Gelb-Rot: Sekeric (Hanau, 76.)

SC 1960 Hanau - Germania Ober-Roden 5:3 (2:2)

Matchwinner auf Seiten der Hausherren war Abdel-Ssamad Gaadaoui, den die Hanauer erst im Winter vom französischen Viertligisten FC Fleury 91 verpflichteten. Nach 61 Minuten eingewechselt, gelangen dem 21-jährigen Offensivspieler zwei Treffer. „Wir haben auch nach dem 0:2 weiterhin das Gefühl gehabt, dass wir das Spiel in der Hand haben“, meinte Hanaus Sportlicher Leiter Okan Sari.

Die Germania erwischte mit dem frühen 1:0 durch Jonas Dapp nach nur fünf Minuten einen Traumstart und legte Mitte der ersten Hälfte durch Fabian Friess sogar den zweiten Treffer nach. Doch Hanau spielte weiter engagiert nach vorne und gleich durch einen Doppelschlag binnen 180 Sekunden noch im ersten Durchgang aus.

Ein glückliches Händchen bewies Hanaus Trainer Raduan Belaajel mit der Einwechslung von Gaadaoui, der in der 76. Minute erstmals den Führungstreffer für die Hausherren erzielte. Und nach dem 3:3 durch den 15. Saisontreffer von Ober-Rodens Mohammed Hakimi schlugen die Grimmstädter noch zweimal zu. „Wir haben Moral bewiesen und kämpferisch dagegen gehalten. Wir haben das Spiel holprig angefangen, aber erfolgreich beendet“, meinte Sari, „das war der erste Schritt in die richtige Richtung gegen einen starken Gegner. Ober-Roden hat sehr gut dagegengehalten.“ (fs/leo)

SC 1960: Pellowski; Trajanov (86. Aydilek), Mastilovic (61. Gaadaoui), Aydin, Itoi (46. Bleibdrey), Mahboob, Parker, Hofmeier, Albayrak, Demir, Özdemir

FC Germania: Weinreich; Friess (75. Ermert), Marweg, Lehnert, Nessen, Firat, Bidou, Özgün, Dapp, Christophori-Como (54. Stemann), Hakimi

Tore: 0:1 Dapp (5.), 0:2 Friess (25.), 1:2 Parker (39./HE), 2:2 Demir (42.), 3:2 Gaadaoui (76.), 3:3 Hakimi (80./FE), 4:3 Gaadaoui (90.), 5:3 Özdemir (90.+4) - Gelb-Rot: Parker (90.+2/Hanau)

Quelle: op-online.de

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