FUSSBALL Aufsteiger steht in der Kreisoberliga ungeschlagen an der Spitze

SV Dreieichenhain überrascht sich selbst

Oezcan Kalyon (links, gegen den Egelsbacher Timo Haller) schwimmt mit dem SVD auf einer Erfolgswelle. Foto: postl

Dreieichenhain – Der SV Dreieichenhain ist auf dem besten Weg, ein Kunststück nachzumachen, das zuletzt dem SV Pars Neu-Isenburg und der SG Nieder-Roden gelang. Es geht um den Durchmarsch in die Fußball-Kreisoberliga Offenbach. VON ROLF JOACHIM REBELL

Das Duo gewann 2017 den Titel in den beiden A-Ligen und stieg ein Jahr später als Meister und Zweiter in die Gruppenliga auf. In der aktuellen Runde schickt sich der SV Dreieichenhain an, das ebenfalls zu schaffen.

Vor einem Jahr war SVD-Trainer Peter Malecha mit seinem Team noch unglücklich in der Aufstiegsrelegation gescheitert, diesen Sommer gelang nun – erneut als Vizemeister – der Sprung in die Kreisoberliga. Und dort befindet sich Dreieichenhain nach etwas mehr als einem Drittel der Saison an der Tabellenspitze, ist zudem das einzig ungeschlagene Team.

„Wir sind selbst über unseren Erfolg überrascht“, sagt Kapitän Moritz Mann und ergänzt schmunzelnd: „In einigen Spielen hatten wir aber auch mehr Glück als Verstand.“ Als einen Grund für den Erfolg sieht er die mannschaftliche Geschlossenheit der Truppe an. „Wir haben sie nach dem Aufstieg zusammengehalten, auch die vier Zugänge passen sehr gut ins homogene Gefüge. Wir haben Spaß an unserem Fußball, zeigen, was uns stark macht“, berichtet Mann.

Doch an der Spitze geht es eng zu. Der Tabellensechste, Mitaufsteiger Teutonia Hausen, hat vor dem direkten Duell am Sonntag in Dreieichenhain nur vier Zähler Rückstand. Der SVD setzt auf seine Heimstärke, die letzte Punktspielniederlage gab’s vor zwei Jahren (gegen den FC Maroc), dazwischen lag vergangenen Herbst noch ein 0:3 im Kreispokal gegen den späteren Titelträger SV Pars Neu-Isenburg. „Natürlich wollen wir die Serie ausbauen, jedes gewonnene Heimspiel zelebrieren wir wie ein kleines Fest.“

Nach drei Siegen zum Saisonstart stand Dreieichen bereits einmal an der Spitze, Malecha sprach damals von neun Punkten gegen den Abstieg. Mittlerweile ist er vom Klassenerhalt überzeugt, sagt aber auch. „Wer jetzt laut vom Aufstieg spricht, dem trete ich in den Hintern. Sofern wir im Frühjahr noch in der Spitzengruppe sind, sehen wir weiter.“

Das Team habe viel für den aktuellen Erfolg getan, stellt der Trainer klar: „Jeder arbeitet auch nach hinten und die Truppe hat durch die Erfolge auch genug Selbstvertrauen getankt.“ So drehte man im Derby gegen Götzenhain einen 0:2-Rückstand noch in einen Sieg. Nun soll die starke Heimserie auch gegen Hausen halten. Malecha bezeichnet die Gäste als sehr spielstark. „Zudem wird der Trainerwechsel zu Zivojin Juskic weitere Kräfte freisetzen. Wir wollen aber auf jeden Fall etwas mitnehmen.“

Der nächste Höhepunkt ist bereits in Sicht: Neun Tage später erwartet der SVD im Achtelfinale des Kreispokals Kickers Offenbach. „Die Partie fällt aber nicht in unsere Heimstatistik, da wir im Stadion des SC Hessen Dreieich spielen werden“, scherzt Malecha. „Es wurden von allen unseren Spielern Portraitfotos angefordert, jedes Konterfei wird auf der Videoleinwand gezeigt, das wird sicher ein einmaliges Erlebnis.“

» Der Durchmarsch von der A- in die Gruppenliga gelang 2014/15 auch den SF Seligenstadt II. Der SVG Steinheim (2006), der TV Hausen (2011), die Spvgg. Seligenstadt (2012) und der Türk. SC Offenbach (2013) wurde als Aufsteiger Vizemeister, scheiterten aber in der Relegation.

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