Absteiger Seligenstadt dominiert auch ohne Stürmer

Kreisoberliga: Sportfreunde stehen schnell wieder auf

Marcus Willand (Zweiter von links, gegen Hainstadts Robin Reitz) ist mit acht Treffern drittbester Torschütze der SF Seligenstadt. Der Gruppenliga-Absteiger ist als Tabellenführer der Kreisoberliga auf dem besten Weg, den direkten Wiederaufstieg zu schaffen.(c)Foto: ey
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Marcus Willand (Zweiter von links, gegen Hainstadts Robin Reitz) ist mit acht Treffern drittbester Torschütze der SF Seligenstadt. Der Gruppenliga-Absteiger ist als Tabellenführer der Kreisoberliga auf dem besten Weg, den direkten Wiederaufstieg zu schaffen.

Seligenstadt -   Der direkte Wiederaufstieg ist das Ziel – und die Sportfreunde Seligenstadt sind auf einem guten Weg, es zu erreichen. Von Rolf Joachim Rebell 

Die neuformierte Mannschaft von Trainer Thomas Epp hat als Tabellenführer der Fußball-Kreisliga Offenbach fünf Punkte Vorsprung auf die TSG Mainflingen, sogar zehn sind es auf den Dritten, 1. FC Langen.

Als Thomas Epp vor der Saison sein Amt antrat, war die Ausgangslage alles andere als rosig. „Die Sportfreunde waren abgestiegen, lagen am Boden“, erinnert er sich. „Die Verantwortlichen haben sich sehr um mich als Trainer bemüht, auch wenn ich die Liga überhaupt nicht kannte.“ Zudem kamen einige neue Spieler, diese mussten erst einmal integriert werden, so Epp.

In Torwart Daniel Soldevilla und Nikola Milankovic kamen neben Patrick Hofmann „wichtige Verstärkungen“, sagt der Trainer. Die Mannschaft fand sich schnell, der Saisonstart war nahezu perfekt: In den ersten zehn Spielen gab es neun Siege und nur ein Remis, ehe es im Derby in Mainflingen die bisher einzige Saisonpleite setzte. „Danach folgten wieder acht Siege in Serie. „Eigentlich müssten wir einen größeren Vorsprung haben, Mainflingen hat als Aufsteiger aber auch einen tollen Job gemacht“, lobt Epp den Nachbarn.

Die Leistung der Sportfreunde ist umso beeindruckender, da zwei eingeplante Stürmer wegfielen. „Denn neben dem Weggang von Stanko Pavlovic hat sich noch Thomas Höfling verletzt. Aber wir haben immer wieder unsere jungen Mittelfeldspieler nach vorne gezogen, die sind beim Toreschießen in die Bresche gesprungen“, freut sich Epp. Zudem stellte sich der gelernte Stürmer Patrick Kramer, der eigentlich die zweite Mannschaft in der A-Liga trainiert, immer wieder als Ersatzspieler zur Verfügung.

Verlassen wird die Sportfreunde in der Winterpause Dennis Tauber. „Er möchte sich intensiver um sein Studium kümmern, der Trainingsaufwand ist ihm zu hoch“, erläutert Epp die Beweggründe. „Er wird künftig eine Liga tiefer in Zeilsheim spielen.“ Dafür vermelden die „Roten“ einen prominenten Ersatz für diese Position. Patrick Hartmann kommt von Hessenligist Spvgg. 03 Neu-Isenburg. „Er hat in Urberach in der Hessenliga unter mir gespielt“, so Epp. In Neu-Isenburg hatte Hartmann nach dem Hessenpokalspiel gegen Kassel aufgehört und kann nach der Winterpause für die Sportfreunde auflaufen.

„Es war ein schweres Jahr für uns“, blickt Abteilungsleiter Sven Kittler zurück. „Vor der Saison hatten wir den Wunsch, oben mitzuspielen.“ Für die noch ausstehenden elf Partien wird die Zielsetzung nach oben korrigiert. „Natürlich wollen wir jetzt Meister werden, auch wenn die Liga noch nicht entschieden ist. Mainflingen und Langen könnten uns noch zusetzen, wenn wir in eine Schwächephase geraten.“

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Als Tabellenführer sieht Kittler die Sportfreunde als Gejagten. Man sei aber stark genug. „Wir werden im Winter personell nur nachlegen, wenn diese Verpflichtung uns auch über die Saison hinaus helfen wird.“ Die Verantwortlichen denken dabei nach dem Weggang von Pavlovic an einen Stürmer und zusätzlichen offensiven Mittelfeldspieler.

Die bisherige Saisonbilanz der „Roten“ ist beeindruckend. 65 erzielte Tore sind der Bestwert der Liga. Zudem sind die Sportfreunde die auswärtsstärkste Mannschaft. In der Heimtabelle liegen sie lediglich hinter Mainflingen, haben aber ein Spiel weniger absolviert. Und auch in der Fairnesswertung ist Seligenstadt als Vierter weit vorne. Beste Torschützen sind Pavlovic, Hofmann (beide zwölf) sowie Marcus Willand (8).

Quelle: op-online.de

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