GRUPPENLIGA Topspiel gegen Pokal-geschwächten SV Pars / Baier mit 70 besser als einige Spieler

Sportfreunde wollen „alles reinknallen“

Schwierige Aufgaben. Berkay Harmanci (rechts) erwartet mit der SG Rosenhöhe den VfR Wenigs zum Geduldsspiel. Ob der angeschlagene Adi Musli dem SV Pars im Topspiel in Seligenstadt zur Verfügung steht, ist offen. Foto: hartenfelser

Offenbach – In der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost steigt das Topspiel am Wochenende bei den Sportfreunde Seligenstadt. Das Team von Trainer Thomas Epp fordert Spitzenreiter SV Pars Neu-Isenburg.

Der Ligaprimus lieferte im Hessenpokal-Achtelfinale am Mittwoch dem Hessenligisten Eintracht Stadtallendorf einen tollen Kampf, schied durch den 1:2-Gegentreffer in der Nachspielzeit unglücklich aus. Das zweite Kreisderby steigt bei der SG Nieder-Roden, wo der zuletzt gebeutelte SVG Steinheim zu Gast ist. Völlig überraschend kassierte die Baier-Elf zuletzt zwei klare Heimniederlagen und kassierte dabei insgesamt zwölf Gegentreffer.

Sportfreunde Oberau - Kickers Obertshausen (Sa., 15 Uhr). Die zuletzt spielfreien Kickers aus Obertshausen müssen in Oberau Farbe bekennen. Dort treffen sie auf einen Gegner, der zuletzt mit einem starken Unentschieden bei den Sportfreunden Seligenstadt und einen Heimsieg über die SG Rosenhöhe Formstärke bewies. „Oberau hat gute Offensivqualitäten, aber es gibt in dieser Liga ohnehin keine schlechten Gegner“, sagt Kickers-Trainer Marcel Dindorf. Neben den Langzeitverletzten müssen die Gäste noch auf Urlauber Kai Jenrich verzichten.

Sportfreude Seligenstadt - SV Pars Neu-Isenburg (Sa., 15.30 Uhr). Seligenstadts Trainer Thomas Epp beobachte den SV Pars im Hessenpokalmatch gegen Stadtallendorf und war beeindruckt. Chancenlos sieht er die eigene Mannschaft aber nicht. „Wir werden wieder alles reinknallen und Pars hat in dieser Saison ja auch schon zweimal verloren.“ Eine Spielintensität wird, so Epp, vorhanden sein. Außer dem rotgesperrten Alexandru Strechie vermeldet der Ex-Profi keine Ausfälle. Die Neu-Isenburger müssen mit Abai Ruslanbekov ebenfalls einen „Rotsünder“ ersetzen. Zudem mussten Adi Musli und Mario Ljubicic im Pokalspiel verletzt raus und könnten die Liste der verletzungsbedingt fehlenden Spieler ergänzen. „Wir müssen die mentalen Wunden vom Mittwoch lecken, zudem hat das Pokalspiel viel Kraft gekostet“, erklärt Pars-Trainer Sasan Tabib. Zwei Tage durchatmen und dann im Spitzenspiel alles geben, lautet das Motto beim Tabellenführer.

SG Rosenhöhe - VfR Wenings (So., 15 Uhr). SGR-Trainer Tevfik Kilinc erwartet gegen den Büdinger Kreisvertreter ein Geduldsspiel. „Da müssen wir uns besser und cleverer verhalten als zuletzt in Oberau“, sagt der Coach. In Oberau zogen die Offenbacher mit 1:3 den Kürzeren und verloren im Kampf um die ersten Plätze wertvollen Boden. Ob Danny Kadioglu am Sonntag mitwirken kann, ist äußerst ungewiss.

FSV Bad Orb - 1. FC Langen (So. 15 Uhr). Der 1. FC Langen schielt mittlerweile in der Tabelle mit einem Auge nach hinten. Das Auswärtsspiel bei Mitaufsteiger FSV Bad Orb wird als richtungweisend eingestuft. „Nach zwei sieglosen Spielen wird es mal wieder Zeit für einen Dreier“, meint FCL-Sportchef Pedram Navidi. Womöglich wird in der Kurstadt auf dem neuen kleinen Kunstrasenplatz gespielt. „Da müssen wir hellwach sein“, ergänzt Navidi. Wegen einer Schulterverletzung fällt Fabio Mola bis zum Jahresende aus.

SG Nieder-Roden - SVG Steinheim (So., 15 Uhr). Nach zwei deftigen Heimniederlagen ist man im Lager des SVG Steinheim gar nicht mal unglücklich, dass das nächste Spiel auswärts ansteht. Ein Zuckerschlecken erwartet die Baier-Elf auf dem Gelände der SG Nieder-Roden freilich nicht, denn die Rodgauer spielen bislang eine stabile Runde. „Gegen Marköbel waren wir einfach schlecht, haben verdient verloren. Da waren Situationen dabei, die würde ich mit 70 Jahren noch besser verteidigen“, berichtet SVG-Coach Jürgen Baier von einem bitteren Fußballnachmittag. In Nieder-Roden will er jetzt ein besseres Spiel seiner Mannschaft sehen. Um mehr Feuer auf den Platz zu bringen, wurden am Pfaffenbrunnen im Training verstärkt Zweikämpfe geübt.

SG Marköbel - Türk Gücü Hanau (So., 15 Uhr). Nach dem Spielausfall gegen Germania Dörnigheim steht Türk Gücü Hanau nun bei der SG Marköbel auf dem Prüfstand. Die Hanauer haben Personalsorgen: Mit Ali Karan, Avdullah Dragoshi und Murat Selcuk ist die Verletztenliste lang, Samet Ünal und Mohamad Aalaoui sind beide noch zwei Partien gesperrt. Fragezeichen stehen hinter den Einsätzen von Burak Tok, Justin Netzband und Turgay Dikmen. „Wir stehen unter Druck und müssen liefern, damit wir den Anschluss nicht verlieren“, sagt Spielertrainer Tim Müller. „Wir müssen endlich wieder mehr Tore schießen“, fordert Müller.  fs

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