DJK Sparta II droht Zwangspause

Sportgericht sperrt fünf Bürgeler

Offenbach – Die Ereignisse im Skandalspiel bei der SKG Rumpenheim II haben für den Offenbacher Fußball-C-Ligisten DJK Sparta Bürgel II erste Konsequenzen. VON JÖRG MOLL

Jürgen Weil, Vorsitzender des Sportgerichts des Fußball-Kreises, betonte, dass die drei Bürgeler Rotsünder automatisch gesperrt seien. Auch ein weiterer, verletzt unter den Zuschauern weilender Spieler wurde von ihm „bis auf Weiteres“ gesperrt. Er hatte den Schiedsrichter laut dessen Sonderbericht mit einem Kopfstoß beim Gang in die Kabine traktiert. Weil bestätigte zudem eine Sperre für den an den Attacken auf den Referee beteiligten Bürgeler Co-Trainer. Der Gesperrte darf an den verbleibenden zwei Spieltagen bis zur Winterpause nicht auf dem Sportplatz erscheinen.

Der Verein hat ebenfalls reagiert und alle am Vorfall beteiligten Akteure bis auf Weiteres suspendiert. „Wir distanzieren uns von jeglicher Gewalt“, betonte der Abteilungsleiter Olaf Happel, der zudem ankündigte, „alles dafür zu tun, die Vorfälle lückenlos und transparent aufzuklären“.

Heute könnte eine weitere Sanktion auf die DJK zukommen. Kreisfußballwart Jörg Wagner hat von der satzungsgemäßen Möglichkeit Gebrauch gemacht, beim Sportgericht eine Sperre für das Team zu beantragen. Sollte Weil aus Bürgel keine entlastenden Argumente erhalten, könnte er die DJK-Reserve mit sofortiger Wirkung für den Spielbetrieb sperren. Die Satzung sieht dies längstens für einen Zeitraum von einem Monat vor. Dann würden die beiden verbleibenden Gegner in diesem Jahr, die SF Fortuna Dreieich II und der FC Offenthal II, die Punkte kampflos erhalten. Die Sportgerichtsverhandlung will Weil noch vor Weihnachten ansetzen.

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