Stadtmeisterschaften stehen nicht in Frage

Diebstahl der Tageseinnahmen

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Unbekannte schlugen die Heckscheibe ein und klauten die Tageseinnahmen.

Offenbach - Der Frust sitzt auch am Tag nach der Hallenfußball-Stadtmeisterschaften tief bei Michael Grieben. Dem ehemaligen Kreisschiedsrichterobmann (und heute 2. Vorsitzender des Freundeskreises der Offenbacher Schiedsrichtervereinigung) bleibt die Veranstaltung in keiner guten Erinnerung.

Nach dem letzten Spiel am Samstagabend, als auch die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes die Halle verlassen hatten, schlugen Unbekannte direkt vor dem Haupteingang der Bürgeler Sportfabrik die Heckscheibe seines Autos ein und klauten die kurz zuvor von ihm verstauten Tageseinnahmen aus dem Catering. Beute: rund 3000 Euro.

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Das Stadtmeisterschafts-Engagement des Freundeskreises, der mit seinen Einnahmen die Aus- und Fortbildung junger Schiedsrichter unterstützt, stellt Grieben aufgrund des üblen Vorfalls aber nicht in Frage. „Wenn wir jetzt aufhören, schneiden wir uns ins eigene Fleisch. Und wenn wir nicht mehr für Essen und Getränke sorgen, treffen wir die Falschen, nämlich diejenigen, die gerne zum Fußball kommen und den einen oder anderen Euro da lassen“, sagt er.

Mit den Einnahmen vom Freitag und Sonntag hofft Grieben, zumindest die Kosten zu decken und die Lieferanten bezahlen zu können.

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Jürgen Weil, Leiter des Offenbacher Sportamtes und somit Veranstalter, sichert den Schiedsrichtern seine Unterstützung zu. Er will in den städtischen Gremien prüfen lassen, wie die finanzielle Hilfe aussehen kann. „Wir werden die Schiedsrichter nicht im Regen stehen lassen“, verspricht er.

Weil kündigt angesichts der negativen Werbung mit diesem Diebstahl, dem Ausschluss des SV Gemaa und des VfB nach Handgreiflichkeiten sowie einem weiteren Einsatz des Sicherheitsdienstes bei der Partie SG Wiking gegen FC Maroc Gespräche mit allen Verantwortlichen an. „Wir wollen faire und ehrliche Spiele, das muss allen klar sein. Aber es wird keinen Aktionismus geben, sondern eine sachliche Analyse.“ Weil ergänzt: „Am Anfang stand die Frage, warum so viel Security-Leute in der Halle vertreten sind. Jetzt wissen wir, dass sie leider dringend nötig sind.“

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Weil stellt die Stadtmeisterschaften ebenfalls nicht in Frage („Auch wenn wir wegen der Rettungsschirm-Diskussion noch nicht wissen, ob der städtische Anteil so bleibt“), denkt aber über Änderungen nach. Zum Beispiel über kürzere Spielzeiten. 15 statt 20 Minuten dürften genug sein. Langweilige Spiele mit Ergebnissen wie 14:2 oder 13:1 sollten dann seltener vorkommen.

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Quelle: op-online.de

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