Ströhmann überwindet Wallauer Widerstand

Frankfurt - Die Handball-Initiative Frankfurt Rhein-Main kommt voran.

Zwar gaben sich die Macher der Initiative gestern auf einer eigens anberaumten Pressekonferenz in einem Hotel in Frankfurt Höchst überaus zurückhaltend, wollten offiziell nur verkünden, was inoffiziell schon seit einiger Zeit bekannt war: Dass nämlich das Zweitligateam der SG Wallau zur nächsten Saison mit dem Team der TSG Münster verschmelzen wird. Wie dieses Team heißen wird, welche Spieler darin spielen, wer es trainiert und wo es spielen wird - diese Fragen wurden offiziell nicht beantwortet. „Wir werden nur Fakten verkünden“, sagte Initiativen-Sprecher Holger Zindt. In informellen Gesprächen nach der offiziellen Veranstaltung zeichneten sich dann aber doch einige Antworten ab.

„Wer mit offenen Augen durch die Gegend läuft, weiß, wie unser neues Team aussehen soll“, sagte Peter Schreiber, der als Geschäftsführer der neuen Handball-Spielbetriebs-GmbH für die Zusammenstellung des Teams verantwortlich sein wird, „man nehme die jeweils erste Sechs aus Wallau und Münster plus eine Verstärkung für den rechten Rückraum.“ Ab heute will er Gespräche mit den Spielern führen, muss dabei allerdings auch der Hälfte mitteilen, dass sie sich ein neues Team suchen müssen. Gesprochen wird auch mit den Trainerstäben aus Wallau und Münster, Wunschlösung wäre offenbar ein Duo aus Wallaus Trainer Mike Fuhrig und Münsters Spielertrainer Jan-Olaf Immel (33), der auch in der nächsten Saison seine Spielerkarriere noch nicht beenden will. Zusammen mit Wallaus Steffen Fäth, für den mit den Rhein-Necker Löwen ein neues Zweitspielrecht ausgehandelt werden soll, könnte Immel ein für die 2. Liga überragendes Duo im linken Rückraum bilden. Mit einem Etat von 600 000 bis 700 000 Euro soll das neue Team gebildet werden, das sich für die eingleisige 2. Liga qualifizieren soll.

Entscheidend für das Vorankommen der Handball-Initiative war die Bereitschaft der SG Wallau zum Beitritt. „Diese Sache hat Zukunft. Das Konzept passt“, erklärte Wallaus Geschäftsführer Jörg Ströhmann, der wohl bald neben Schreiber zum zweiten HSG-Gesellschafter wird, „ich musste bei uns im Verein zwar einige Widerstände überwinden, aber alleine hätten wir Erstliga-Handball nicht stemmen können. Uns haben jetzt ja schon Sponsoren zugesagte Beträge in Folge der Wirtschaftskrise gekürzt. Durch den Zusammenschluss erhoffen wir uns große Synergien, die meisten unserer Sponsoren werden mitmachen und durch den Umzug nach Frankfurt bekommen wir ganz neue Möglichkeiten.“

Offen ist noch der Name der neuen Mannschaft (Zindt: „Wird noch geprüft“) und der Spielort, wobei die HSG mit dem Sportamt der Stadt Frankfurt über die Nutzung der Ballsporthalle verhandelt. Das letzte Zweitliga-Derby zwischen Wallau und Münster am Gründonnerstag, 9. April, 19.30 Uhr, wird allerdings in der Rüsselsheimer Walter-Köbel-Halle gespielt, da die Ballsporthalle an diesem Tag nicht zur Verfügung steht.

Quelle: op-online.de

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