Theresa Werner sorgt für Aufsehen

Leitfigur mit großem Torriecher

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Theresa Werner vom SV Zellhausen (links) behauptet den Ball vor Marie Joelle Sadien von Eintracht Frankfurt II.

Zellhausen - Mit ihren vier Toren beim 4:0 in der Fußball-Verbandsliga gegen den VfR Limburg hat Theresa Werner am Samstag für Aufsehen gesorgt und sich zugleich eindrucksvoll zurückgemeldet. Von Nadine Roith 

Seit 22 Jahren spielt Werner bereits Fußball, immer im Trikot mit der Nummer neun. Angefangen hat die gelernte Stürmerin bei den Junioren der DJK Hain in Laufach im Landkreis Aschaffenburg. Anschließend war sie im Juniorinnen- sowie Frauenbereich bei Kickers Aschaffenburg aktiv. Seit der Gründung des Zellhausener Frauenteams 2008 ist sie beim SV. „Sie ist mein verlängerter Arm auf dem Platz. Nicht umsonst wurde sie zur Kapitänin gewählt“, lobt SV-Trainer Jens Leonhardt die Allrounderin, die nicht nur als Führungsspielerin, sondern auch als Torjägerin und Ballverteilerin glänzt und auch kämpferisch ein Vorbild ist.

Dass Werner einen besonderen Torriecher hat, hat sie schon mehrfach bewiesen. Nach dem Aufstieg 2013 gelang „Resi“ oder „Terry“, wie sie genannt wird, in der ersten Verbandsligasaison beim 6:2 gegen den 1. FCA Darmstadt schon mal ein Viererpack. Am Saisonende standen 19 Treffer auf dem Konto der Torschützenkönigin, obwohl sie in der Hinrunde noch in der Innenverteidigung spielte. „Der Aufstieg war natürlich mit der schönste Moment“, sagt Werner, die aber beim SVZ auch schon Enttäuschungen erlebte. In drei aufeinanderfolgenden Spielzeiten verpasste sie mit dem SVZ den Sprung in die nächsthöhere Klasse in der Relegation. „Gerade in solchen Momenten braucht man so wichtige Spielerinnen wie ,Resi‘. Auch wenn wir ab und zu auch mal aneinandergeraten, finden wir immer wieder einen gemeinsamen Weg“, sagt Leonhardt.

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In der aktuellen Saison will die gebürtige Aschaffenburgerin mit dem Team die Klasse halten und sich langfristig etablieren. Persönliches Ziel der 26-Jährigen: Verletzungsfrei bleiben und noch einige Tore schießen. Bislang traf sie in vier Spielen sechsmal, nachdem sie vergangene Saison lange verletzt ausgefallen war. Während ihrer Abwesenheit hat sich an den Abläufen beim SVZ wenig geändert. An Spieltagen stimmt sich die Mannschaft in der Kabine mit Musik auf die jeweilige Partie ein. „Vor dem Anpfiff kommen wir auf dem Feld in einem Kreis zusammen, dann mach ich die Mädels nochmal richtig heiß“, so Werner. Ein Grund, warum sie sich dem SVZ angeschlossen hat, ist der Mix aus Ernsthaftig- und Lockerheit: „Bei uns stehen Zusammenhalt und Spaß ganz weit oben. Jeder wird herzlich aufgenommen.“

Quelle: op-online.de

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