Thiede vergibt den letzten Wurf

Leipzig - Altmeister TV Großwallstadt geht schweren Zeiten entgegen: Die bittere 24:25 (11:11)-Niederlage beim VfL Gummersbach praktisch mit der Schlusssirene war bereits die achte Saisonpleite.

Mit 1:17 Zählern steht Großwallstadt auf dem vorletzten Platz der Handball-Bundesliga und wartet immer noch auf den ersten Sieg. Als „Stunde der Wahrheit“ hatte Trainer Peter David das Prestigeduell im Oberbergischen bezeichnet - am Ende des Arbeitstags blieb ihm einmal mehr nur die ernüchterte Analyse: „Es ist fast jedes Mal so, dass Gummersbach mit einem Tor gewinnt. Es ist unglaublich, aber leider wahr. Wir fahren wieder mit leeren Händen nach Hause. “.

Tatsächlich zeigte sich der VfL Gummersbach, der in Christoph Schindler und Barna Putics mit jeweils fünf Treffern seine besten Werfer hatte, in den entscheidenden Phasen abgeklärter und routinierter. „Wir haben in diesem Spiel einige schwierige Situationen überstehen müssen und haben das mit Bravour getan“, meinte VfL-Coach Emir Kurtagic.

Vor 1900 Zuschauern entwickelte sich ein enges Spiel, in dem die Großwallstädter bis zur Halbzeitpause meist knapp in Führung lagen. Eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe gegen den schwachen David Graubner (nur ein Tor bei sieben Würfen) nur 32 Sekunden nach dem Wiederanpfiff ließ das Spiel dann kippen. Die Großwallstädter verloren vollkommen den Faden und gerieten vom 11:11-Halbzeitstand mit 12:17 ins Hintertreffen. „Wir haben das Spiel 25 Minuten beherrscht, gehen aber nur mit einem Unentschieden in die Halbzeit und in der zweiten Hälfte sind wir plötzlich fünf Tore hinten“, sagte David, „Gummersbach hat dann super gedeckt und gut nach vorne gespielt. Wir haben das mit einer Auszeit und auch einigen Wechseln gestoppt. Dann kommen wir wieder ins Spiel und machen den Sack einfach nicht zu.“ Der TVG kämpfte sich heran und ging durch Florian Eisenträgers Tempogegenstoß in der 55. Minute sogar 24:23 in Führung. Dann aber gelang nichts mehr. Nach dem 24:24 in der 56. Minute gelang dem Gummersbacher Christoph Schindler 34 Sekunden vor Schluss der Siegtreffer. Zwei Sekunden vor dem Ende vergab Michael Thiede, der von elf Würfen nur vier verwandelte, die letzte Chance.

Spielfilm: 0:1, 1:3 (11.), 6:6 (18.), 7:9, 11:11 - 13:11, 17:12 (36.), 18:15, 20:15, 20:17, 21:21 (50.), 23:21, 23:24 (55.), 25:24

Zeitstrafen: 4:4

7m: 1/1 - 4/6

TV Großwallstadt: Galia (14 Paraden/36 Prozent), Klimmer (n.e.); Köhrmann (5/4), Spatz (4), Thiede (4), Eisenkrätzer (2), Eisenträger (2), Schmidt (2), Graubner (1), Bühler (1), Holst (1), Larsson (1), Jakobsson (1)

dpa/mos

Quelle: op-online.de

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