Thomas Daniel, Vorsitzender der SG Rosenhöhe, im Gespräch

„Großverein? Das ist spannend“

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Vor wenigen Wochen wurde von Oberbürgermeister Horst Schneider bei der SG Rosenhöhe ein neuer Kunstrasenplatz für die Fußballer eingeweiht.

Offenbach - Schließen sich die auf der Offenbacher Rosenhöhe ansässigen Sportvereine bald zusammen? Abwegig ist die Idee, die Vero Schumacher (BSC Offenbach) geäußert hat, nicht. Thomas Daniel, Vorsitzender der SG Rosenhöhe, findet das Thema sehr spannend und ist offen für Gespräche. Von Holger Appel 

Thomas Daniel, Vorsitzender der SG Rosenhöhe.

„Der Traum vom Offenbacher Großverein“ - so lautete die Schlagzeile in unserer Zeitung und auf www.op-online.de am vergangenen Samstag zum Interview mit Vero Schumacher, dem Vorsitzenden des BSC 1899 Offenbach. Seine Anregung, aufgrund von fehlenden ehrenamtlichen Mitarbeitern und sinkenden Mitgliederzahlen die Zusammenarbeit der Vereine im Offenbacher Südwesten zu intensivieren, stieß beim Nachbarklub SG Rosenhöhe auf offene Ohren. „Das ist ein ganz spannendes Thema, über das wir da reden. Ob letztlich ein neuer Gesamtverein rund um die Rosenhöhe entstehen kann oder nur Kooperationen möglich sind, ist noch offen. Aber ganz klar: Es macht immer mehr Sinn, dass wir miteinander arbeiten“, versichert Thomas Daniel (46), seit 2007 SGR-Vorsitzender. Sein Klub zählt mit rund 1000 Mitgliedern noch zu den größeren der Stadt. Die SGR bietet Fußball, Tennis, Turnen, Leichtathletik und Handball (Daniel: „Allerdings verdammt passiv“) an. „Noch sind wir recht gut aufgestellt, aber wir haben wie alle anderen Vereine zu kämpfen“, gibt er zu.

Mit dem ersten Ansatzpunkt zur Kooperation liegt er mit Vero Schumacher exakt auf einer Wellenlänge: „Wir haben im Umkreis von 500 Metern im TC Rosenhöhe, TC Waldschwimmbad (zählt zum EOSC 96, die Redaktion) und BSC 99 drei Tennisabteilungen mit immer weniger Aktiven. Zumindest wir haben noch eine kleine Jugendabteilung. Die Plätze liegen aber immer häufiger brach - das macht einfach keinen Sinn mehr, dass jeder an seinem eigenen Ding hängt.“

Den von Schumacher angeregten „Runden Tisch“ für Offenbacher Sportvereine bezeichnet Daniel „generell als gute Idee“, glaubt aber, „dass uns Einzelgespräche unter den Vereinsvorständen mit städtischer Hilfe“ noch weiterbringen würden. Der erste Termin mit Manfred Ginder, Leiter Sportmanagement der Stadt Offenbach, steht bereits, ist gleich für Anfang Januar 2017 vorgesehen. Daniels Prognose: „Ich bin gespannt, ob es zu einem Großverein auf der Rosenhöhe reicht. Wenn, dann ist vor allem bei älteren Mitgliedern aber noch verdammt viel Überzeugungsarbeit nötig.“

Der Offenbacher Sportkreisvorsitzende Peter Dinkel sagt: „So langsam denken die Vereinsvorsitzenden weiter. Sie wissen, dass sie es in diesen Zeiten nicht mehr alleine schaffen. Die Denkanstöße vom BSC 99 und der SG Rosenhöhe sind absolut richtig, ihre Bereitschaft zur Kooperation ist lobenswert.“ Jeweils zwei Nachbarvereine im Sportkreis Offenbach sind schon einige Schritte weiter und bereiten ihre Fusionen vor: die SG und die TG in Nieder-Roden sowie die TSV und TG in Lämmerspiel.

Quelle: op-online.de

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