Handball 3. Liga

Tomm, Braun und Malik führen Hanau aus der Krise

37:34-Sieg vor 1000 Zuschauern beim TV Gelnhausen. Grimmstädter zeigen wieder nötigen Siegeswillen.

Gelnhausen – Mit dem 37:34 (20:15)-Sieg fanden die Handballer der HSG Hanau in der 3. Liga Mitte nach nur einem Punkt aus vier Partien ausgerechnet im Derby beim TV Gelnhausen in die Erfolgsspur zurück. „Das hat richtig Spaß gemacht. Jeder war eingebunden und hat ein tolles Spiel gezeigt“, freute sich Hanaus Trainer Oliver Lücke, der auch endlich den zuletzt vermissten absoluten Siegeswillen seiner Mannschaft wieder sah.

Drei Hanauer, die bis dato noch nicht so sehr im Mittelpunkt standen, setzten in der „Hölle Süd“ vor 1000 Zuschauern eindrucksvolle Ausrufezeichen. Allen voran zwei Youngster. Der 19-jährige Torhüter Fabian Tomm zeigte zwischen den Pfosten spektakuläre Paraden in Serie und war ebenso ein Garant des Erfolges wie der 20-jährige Zugang Luca Braun. Kurzfristig erst fit geworden, warf der Dieburger acht Tore, setzte seine Mitspieler gekonnt in Szene und spielte auf wie ein alter Hase. Und bei Michael Malik platzte endlich der Knoten. Der Rückraumschütze übernahm viel Verantwortung, verwandelte alle vier Siebenmeter sicher und traf insgesamt 14 Mal ins Schwarze. Damit schoss er sich endgültig in die Herzen des Blauen Blocks, der mit 250 Mann für mächtig Stimmung sorgte.

„Wir haben das Torhüterduell für uns entschieden, das gab den Ausschlag“, stellte Lücke fest. Die 34 Gegentore waren ihm ein bisschen zu viel, „die Hälfte der Tore resultierte aus dem Umschaltspiel der Gelnhausener, das haben wir nicht in den Griff bekommen.“ Das war aber auch der einzige Kritikpunkt an einem ansonsten gelungenen Abend für die Grimmstädter, die von Beginn an gut und konzentriert im Spiel waren und beim 12:11 das einzige Mal in Rückstand gerieten. Kurz drauf wechselten die Hanauer den Torhüter, Tomm übernahm für Sebastian Schermuly. Mit einem 9:3-Lauf legten die Gäste bis zur Pause den Grundstein für den Erfolg. Auch zwei kleinere Schwächephasen in der zweiten Hälfte überstanden die Hanauer unbeschadet, näher als bis auf zwei Tore kamen die Barbarossastädter nicht mehr heran. „Das Einzelspiel war schön anzuschauen und überhaupt haben die Jungs im Angriff alle Vorgaben erfüllt“, meinte Lücke.

Mit 13:11 Punkten nehmen die Hanauer den siebten Tabellenplatz ein und freuen sich nun auf das Derby gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden am Freitag.

Spielfilm: 3:5 (7.), 5:5 (8.), 10:11 (17.), 13:13 (21.), 13:16 (24.), 14:18 (27.), 15:20 - 15:22 (34.), 18:22 (35.), 22:28 (42.), 25:28 (45.), 27:29 (49.), 27:31 (52.), 29:34 (46.), 32:34 (58.), 32:36 (59.), 34:37

Zeitstrafen: 3:4 - 7m: 6/7 - 4/4

HSG Hanau: Schermuly, Tomm; Gerst (4), Schneider (n.e.), Strohl (1), Braun (8), Bergold (1), Brüggemann (1), Pillmann (3), Christoffel (2), Lorenz (3), Graichen, Malik (14/4) 

(leo)

Quelle: op-online.de

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