Torfrau Gabi Seitel der Garant für den Dieburger Klassenerhalt

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Mirja Sauerwein (Mitte) sicherte sich mit der FSG Dieburg/Groß–Zimmern gegen die HSG Nieder-Roden den Klassenerhalt. Die Nieder-Rodenerinnen Beichenbach (rechts) und Simon hingegen steigen ab aus der Landesliga.

Offenbach - (cora) Am spannenden letzten Spieltag der Handball-Landesliga Süd rettete sich die FSG Dieburg/Groß-Zimmern mit einem Kampfsieg, was gleichzeitig den bitteren Abstieg für ihren Gast, die HSG Nieder-Roden, bedeutete.

Mit dieser Entscheidung wurden alle weiteren Spiele reine Makulatur, so dass die Niederlagen der vor diesem Spieltag ebenfalls noch abstiegsgefährdeten Teams SU Mühlheim, TG Hainhausen und HSG Erfelden keine umfangreichen Auswirkungen mehr mit sich brachten.

FSG Dieburg/Groß-Zimmern – HSG Nieder-Roden 22:16 (10:6)

Jetzt haben wir doch noch glücklich die Klasse gehalten“, machte FSG-Betreuerin Kerstin Rodomski keinen Hehl aus ihrer Freude. Mit einer couragierten Leistung besiegte die FSG vor einer rekordverdächtigen Kulisse die HSG Nieder-Roden, die nun absteigen muss. „Neben dem tollen Kampfgeist des Teams hat Gabi Seitel im Tor den Unterschied gemacht“, befand Rodomski, die sich über die Moral der kompletten Mannschaft freute.

Spielverlauf: 3:1, 4:4, 9:4, 9:6, 10:6 -11:8, 13:8, 13:10, 16:10,18:12,19:15, 22:16

Zeitstrafen: 4:2

7m: 9/6 – 8/5

Nieder-Roden haderte dagegen mit der eigenen Trefferquote: „Spielerisch schienen wir sogar die bessere Mannschaft zu sein, aber eben nicht die treffsichere“, resümierte HSG-Betreuer Wolfgang May enttäuscht. Mit 28 Fehlversuchen vor dem Tor könne man ein Abstiegsduell nicht gewinnen. Beim Zwischenstand von 13:10 keimte letztmalig Hoffnung unter der Nieder-Rodener Anhängerschaft auf, doch Dieburg behielt die Linie im Spiel und ließ sich den alles entscheidenden Sieg nicht mehr nehmen

FSG Dieburg/Groß-Zimmern:Seitel, Konscholki; Graubner (3), Jung (5/1), Würtenberger (1), Steinmetz (2), Ostner (6/4), Sauerwein, Weschenbach, Keller (1), Ebenig, Ritter, Held (3/1), Schott (3)

HSG Nieder-Roden: Neubauer, Giovitorio; I. Simon (1), Kühnel (2), Reichenbach (4/1), V. Simon, Lasser, K. Simon, Pietschmann, Zellner, Hödl (3), Fingernagel (6/3), Eyssen, Keller

TSV Klein-Auheim – SU Mühlheim 29:19 (11:6)

Die Luft war raus, da unser Klassenerhalt aufgrund der Niederlage von Nieder-Roden schon gesichert war“, bilanzierte SU-Betreuer Alexander Preiß nach der deutlichen Derbyniederlage. Man habe dem Team allerdings auch die Strapazen und den Kräfteverschleiß der zurückliegenden Saison angesehen.

Spielfilm: 4:1, 8:4, 11:6 - 18:8, 20:13, 29:19

Zeitstrafen: 6:6 

7m: 6/6 – 7/4

Der TSV Klein-Auheim spielte demnach auf Tempo: „Wir hatten die bessere Physis und konnten unsere Schnelligkeit ausspielen. Nachdem es in der ersten Hälfte noch nicht ganz rund lief, gelang es uns im zweiten Abschnitt druckvoller zu spielen und noch insgesamt 18 Tore zu werfen“, lobte Auheims Trainerin Silvia Löhr, die von einem fairen Spiel sprach: „Für beide Teams ging es um nichts mehr, entsprechend freundschaftlich ging die Begegnung vonstatten.“

Klein-Auheim:Vogel, Scholl; Ricker (5), Balkan (3), Rahmel (1/1), Zitting, Lache (6), Goetzki (2), Groh (9/4), Bauer (3/1)

SUM: Wolz, Kratz, Winkler; Eich (1), Haus (6/4), Jahn, Lindner (2), E. Muthig (4), Peter (1), Sijaric, Walter (1), Wolf (2), Zahn

HSG Langen – BSC Urberach 30:21 (15:11)

Der BSC stand seit einigen Spieltagen als Absteiger fest, die HSG Langen ging als Vierter in das Spiel. Die Begegnung verlief diesen Rängen entsprechend: „Wir waren in den ersten Minuten jeder Halbzeit nicht anwesend“, monierte BSC-Betreuerin Simone Geist. Erst nach einer Eingewöhnungsphase habe man mithalten können. „Diese Leerlauf-Phasen sind unser generelles Problem: Für Landesliga-Niveau haben wir uns einfach zu viele solcher Auszeiten geleistet.“

Spielverlauf: 10:1, 15:11 – 19:11, 22:13, 29:18, 30:21

Zeitstrafen: 8:5

7m: 5/2 – 10/8 

Rot: Grießmann, Haupt (HSG Langen, 45./50., je 3. Zeitstrafe)

Zufriedenheit herrschte derweil im Langener Lager: „Wie meine Mannschaft über das Feld getobt ist - das war Spielfreude und Spaß pur“, freute sich Trainer Carsten Gutzeit. Mit Tempospiel zog die HSG schnell davon und hielt den Vorsprung mehr oder weniger konstant aufrecht.

HSG Langen:Schupp, Hermes, Münch; Eckert (4), Grießmann (5/1), Kaiser (7), Wannemacher (2), Werwitzke (5/1), Haupt (5), Fouta, Franz, Schweinhardt (1), Schindel (1)

BSC Urberach: Friedrich, Kaufmann; Junkers (1), Späth, Volk (3), Mikschl (2), Schwarzkopf (3), Marx (2/1), Müller, Zimmermann (1), Gotta (7/7), Mittelstaedt (1), Kampe (1)

FSG Sulzbach/Leidersbach – TG Hainhausen 44:26

Zu einer deutlichen Angelegenheit avancierte das Duell zwischen Meister FSG Sulzbach/Leidersbach und der TG Hainhausen. „Wir spielten in einer Notbesetzung, teilweise sogar mit unserer zweiten Torhüterin aushilfsweise auf dem Feld. Insgesamt hatte die Partie etwas von einem Freundschaftsspiel“, meinte TG-Trainer Stefan Böttcher. Dank des bereits einen Tag vorher feststehenden Abstiegs von Nieder-Roden, ging es für die TG auch um nichts mehr. Wichtig sei gewesen, dass sich niemand verletzt habe, resümierte Böttcher.

TG Hainhausen: Neumann, Elbert; Severin (7), Ebert (3/1), Stanke (7/2), Böttcher (1), Lindner (1), Kohlstedde (2), Schneider (5)

Quelle: op-online.de

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