Humbert will nach zwei dritten Plätzen in die Verbandsliga

JSK-Rodgau-Trainer: „Wir geben alles für den Aufstieg“

Trainer Andreas Humbert gibt seinem Team vom JSK Rodgau Anweisungen. -  Foto: Eyßen
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Trainer Andreas Humbert gibt seinem Team vom JSK Rodgau Anweisungen.

Rodgau - Wie in den vergangenen Jahren auch zählt der JSK Rodgau zu den Titelaspiranten in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost.

Nach einer zwischenzeitlichen Ergebniskrise schob sich die Mannschaft von Trainer Andreas Humbert mit guten Resultaten vor der Winterpause auf den dritten Rang vor. Auf selbigem landeten die Rodgauer auch in den beiden vergangenen Spielzeiten. Gelingt 2019 der große Wurf, sprich der Aufstieg in die Verbandsliga Süd? Unser Mitarbeiter Frank Schneider hat bei Trainer Andreas Humbert nachgefragt.

Der JSK Rodgau ist in der Gruppenliga Frankfurt Ost wieder vorn dabei. Klappt es in dieser Saison endlich mit dem Aufstieg in die Verbandsliga?

Aktuell liegen zwei Teams vor uns und auch hinter uns geht es sehr eng zu. Alle Mannschaften haben Potenzial, um ganz vorne zu landen. Wir werden jedenfalls alles in die Waagschale werfen, um einer von zwei möglichen Aufsteigern zu sein.

Sind Spitzenreiter VfB Oberndorf und Germania Großkrotzenburg die größten Konkurrenten?

Großkrotzenburg steht spielerisch ein wenig über den anderen Teams. Der VfB Oberndorf hat eine sehr durchschlagskräftige Offensive und mit Kai Helmchen den Top-Torjäger. Ich betrachte auch die SG Bruchköbel, Türk Gücü Hanau und den SVG Steinheim als scharfe Konkurrenz. Großkrotzenburg sehe ich am Ende vorne, um Platz zwei gibt es großes Gerangel, in dem auch wir mitmischen. In meinen Augen ist der Ausgang hier völlig offen.

Was spricht für Ihr Team?

Rein statistisch gesehen, sind wir trotz eines Umbruchs im Kader leicht besser als in der vergangenen Saison. Wir haben Erfahrung verloren, doch diese mit jugendlichem Elan kompensiert.

Sie gelten als Trainer, der gerne mit jungen Spielern arbeitet…

Wir sind mit einem Altersschnitt von unter 23 Jahren vielleicht noch ein wenig grün hinter den Ohren, gleichwohl haben wir schon dazugelernt und unsere Fehlerquote deutlich nach unten gedrückt. Mein Team ist lauffreudig, jeder Feldspieler läuft pro Spiel im Schnitt zehn Kilometer. Dazu kommt eine hohe Sprintquote. Die Entwicklung ist hier noch nicht abgeschlossen und wird weiter forciert durch Ermittlung von Daten, Videoanalyse, Trainingssteuerung und individuelle Förderung.

Gibt es Spieler, die eine besonders gute Entwicklung genommen haben?

Da gibt es einige. Leon Hitzel hat den Sprung geschafft, ebenso wie Zakaria Ajiou. Chakib Neteoui-Flores und Dennis Binder sind in die Kategorie herausragend aufgestiegen. Auch die beiden Torhüter Jerome Czaronek und Marko Zivkovic hatten speziell in den letzten Spielen herausragende Szenen. Unsere Neuzugänge mussten sich erst anpassen, schießen aber regelmäßig Tore. Genau dafür haben wir die Spieler Clemens Freitag, Dennis Profumo und Savvas Konstantinidis für uns begeistert. Auch die ganz jungen Spieler sind ein Stück des Weges bereits gegangen. Petrit Hulaj und Jan Fröhlich machen ihre Sache schon sehr gut, brauchen aber noch Zeit.

Sie haben sich vor der Saison für einen großen Kader entschieden. Warum eigentlich?

Wir haben bewusst einen größeren Kader gewählt, denn es war völlig unklar, wie die Rekonvaleszenten sich in das Mannschaftsgefüge wieder einbringen würden. Außerdem sollte in dieser Saison frühzeitig eine Platzierung mit der zweiten Mannschaft erreicht werden (aktuell Neunter der A-Liga 2/die Red.), die zum einen mehr Freude macht und eine frühzeitige Planung für die Saison 2019/20 ermöglicht. Spieler, die noch nicht ganz so weit sind, sollen an das Niveau der ersten Mannschaft herangeführt werden.

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Gibt es keine Probleme mit unzufriedenen Spielern?

Dass nicht jeder glücklich ist mit unseren Entscheidungen, ist völlig klar. Alle wollen möglichst in der ersten Mannschaft von Beginn an spielen. Das ist aber nicht möglich. Dass nicht alle dauerhaft zufrieden waren, zeigt sich in den zwei Winterabgängen: Yassin Attal geht wieder zu Hanau 93 und Calvin Rufino ist noch ohne Verein. Beide sind gute Kicker, denen etwas die Geduld gefehlt hat.

Gibt es weitere Kader-Veränderungen in der Winterpause?

Nein. Es sind keine Ergänzungen geplant.

Themenwechsel. Wie „heiß“ ist denn eigentlich das Umfeld auf die Verbandsliga?

Aufsteigen ist natürlich schon ein tolles Ziel. Das Team geht es mit Ehrgeiz an. In den früheren Jahren haben wir ja schon Verbandsliga und auch Hessenliga gespielt. Daher glaube ich, keine totale Euphorie zu spüren.

Werden Sie über das Saisonende hinaus Trainer des JSK Rodgau bleiben?

Das ist eine Frage, die ich noch nicht eindeutig beantworten kann. Der Verein hat bereits frühzeitig ein eindeutiges Signal gesendet, welches großes Vertrauen in meine Person ausdrückt. Ich habe noch keine Entscheidung getroffen, will mir damit auch noch einen Moment Zeit lassen.

Quelle: op-online.de

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