3. LIGA Nieder-Roden verliert in Großwallstadt

Trainer Redmann trotz 21:30 stolz

Schwerwiegender Ausfall: Für Philippe Kohlstrung von der HSG Rodgau Nieder-Roden ist das Handballjahr wegen eines Muskelfaserrisses beendet. Foto: eyßen

Elsenfeld – Die Handballer der HSG Rodgau Nieder-Roden verloren das Topspiel der 3.

Liga Mitte beim siebenfachen Deutschen Meister TV Großwallstadt mit 21:30 (8:13) und rutschten aufgrund der schlechteren Tordifferenz hinter die punktgleiche SG Leutershausen (34:21-Sieger gegen den Northeimer HC) auf den dritten Tabellenplatz ab. Das wollen die Nieder-Rodener bereits am Samstag um 19. 30 Uhr wieder ändern, wenn sich Leutershausen zum nächsten Knallerspiel in der Sporthalle Wiesbadener Straße vorstellt.

„Am Ende war die Niederlage zu hoch. Wir haben uns sehr gut präsentiert, mit einem Kader, der grenzwertig ist“, meinte Nieder-Rodens Trainer Jan Redmann. Denn beim Warmmachen verletzte sich Spielmacher Philippe Kohlstrung. Rund 25 Minuten half er in der Abwehr aus, dann war mit einem Muskelfaserriss das Spieljahr 2019 für ihn endgültig beendet. „Das Ganze war sehr ärgerlich, weil wir schon gehandicapt in das Spiel gegangen sind“, erklärte Redmann. Immerhin gab Michael Weidinger nach langwieriger Verletzungspause sein Comeback, nachdem er vergangene Woche beim 26:26 in Hanau zumindest wieder auf der Bank gesessen hatte. Der Linksaußen spielte rund 40 Minuten, zeigte als Kohlstrung-Ersatz im Rückraum Mitte eine gute Leistung und erzielte drei Treffer.

Die Partie vor 2500 Zuschauern in der ausverkaufen Untermainhalle begann ausgeglichen, Nieder-Roden legte dreimal den Führungstreffer vor. Beim 9:8 allerdings vergaben die Rodgauer zwei 100-prozentige Torchancen, machten kleinere Fehler, haderten auch ein wenig mit den Schiedsrichterentscheidungen in dieser Phase. „Großwallstadt hat das eiskalt ausgenutzt“. erklärte der HSG-Trainer.

Mit einem 4:0-Lauf sorgten die Unterfranken nicht nur für eine 13:8-Pausenführung, sondern legten direkt nach Wiederbeginn zwei weitere Treffer zum 15:8 nach. Doch die junge HSG-Truppe gab sich noch nicht geschlagen. „Wie wir in der zweiten Hälfte noch einmal zurückgekommen sind, war herausragend. Ich bin stolz auf die Mannschaft“, lobte Redmann. Sam Hoddersen (2), mit sieben Treffern der erfolgreichste Nieder-Rodener Torschütze in diesem Gipfeltreffen, und Michael Weidinger brachten die Gäste mit einem 3:0-Lauf wieder bis auf drei Tore heran. Doch die Antwort des Altmeisters ließ nicht lange auf sich warten. Während Nieder-Roden langsam die Kräfte schwanden, zog Großwallstadt mit einem 7:1-Lauf zum 24:15 endgültig entscheidend davon. Da half alles Aufbäumen und Kämpfen nichts mehr, das Spiel war für die HSG endgültig verloren. Trotz der Niederlage schickten die Nieder-Rodener Fans ihre Mannschaft mit großem Applaus auf die kurze Heimfahrt.

Spielfilm: 2:3 (12.), 4:3 (14.), 7:7 (20.), 9:7 (22.), 9:8 (24.), 13:8 - 17:11 (37.), 17:14 (39.), 24:15 (48.), 26:20 (54.), 30:21

Zeitstrafen: 3:2 - 7m: 1/1 - 4/6

HSG Rodgau Nieder-Roden: Rhein, Weiss; Wesp, von der Au (2), Kohlstrung, Stenger, Hofferbert (3), Schneider, von Stein (1), Weidinger (3), Hoddersen (7/4), Schopper (2), Keller (3)  leo

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