400 Triathleten feiern „genialen“ Klassiker

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Claudia Fiebig-Keller gewann die W45.

Münster - Moret-Triathlon – ein Triathlonklassiker zelebrierte am Samstag ein großartiges Jubiläum. +++ Fotostrecke +++ Von Thomas Zöller

Was im Sommer 1985 mit 43 Dreikampf-Pionieren begann, erlebte bei der 25. Austragung seinen bisherigen Höhepunkt. Über 400 Sportler feierten mit dem VfL Münster. „Das war eine geniale Veranstaltung“, strahlte Andreas Kropp vom Organisationsteam. „Das größte Geburtstagsgeschenk kam eindeutig vom Himmel.“ Die für den Moret-Triathlon typischen Wolkenbrüche und Wetterkapriolen blieben zum Jubiläum aus. „Das gab es schon lange, sehr lange nicht mehr, dass uns ein Gewitter verschont hat“, fügte der Chef der Regie, Gerhard Kenke, zufrieden hinzu. An der logistischen Grenze hat das VfL-Team einen optimalen Veranstaltungstag geliefert.

Impressionen vom Moret-Triathlon und der Finishline-Party

25. Moret-Triathlon

Die erste Gewinnerin vor 25 Jahren war vom ausrichtenden Verein Ursula Endreß, der Premierensieger hieß Manfred Georg vom TV Hergershausen. Damals wurde die erste Teildisziplin noch an der Grube Prinz von Hessen ausgetragen. Heuer fiel der Startschuss am Hardt-See in Babenhausen. Nach 2000 Meter Schwimmen folgt das „Markenzeichen“ des Moret. Die 80 Kilometer lange Radstrecke durch den nördlichen Odenwald ist gespickt mit knackigen Anstiegen und führt nach zwei Runden zum Stadion nach Altheim. Nach dem Schuhwechsel waren drei Laufrunden durch das angrenzende Waldgebiet zu bewältigen – nach 20,4 Kilometer und 4:07:02 Stunden stand der Sieger der Jubiläumsausgabe fest. Der Siegerpokal erhält die Inschrift „Frank Vytrisal“. Der Berufsschullehrer mit zweijähriger Profilizenz setzte sich unangefochten mit einem Start-Ziel-Sieg durch. „Der Wettkampf lief nach Plan. Da ich von Beginn an führte, konnte ich genau mein Tempo gehen, ohne mich zu sehr zu verausgaben“, freute sich der frischgebackene hessische Landesmeister auf der Mitteldistanz. „Dies war eine optimale Vorbereitung für den Ironman in Frankfurt“, ist der Darmstädter überzeugt.

Frank Vytrisal auf dem Weg zum Sieg beim Moret-Triathlon in Münster. Der 42-Jährige ist bestens vorbereitet für den Ironman in Frankfurt, bei dem er 2007 die schnellste Zeit auf der Radstrecke fuhr und Platz 3 belegte.

Auch für Vereinskollegin Susan Dietrich verlief die Hessenmeisterschaft blendend. Trotz Trainingsrückstands war der Schwimmpart „wider Erwarten gut. Ich habe mich gefreut, dass ich mit ein paar schnellen DSW-Jungs aus dem Wasser kam.“ Die Stimmung stieg auf dem Weg in die Wechselzone: „Dann hat mir noch jemand 'erstes Mädel' zugerufen.“ Druckvoll, „aber ohne zu überzocken“ lautete die Marschroute für das Radfahren. Vater und Bruder unterstützten die Vorjahreszweite auf der Strecke. Per Handy wurden die Zwischenzeiten gefunkt. Trotz 14 Minuten Zeitpuffer auf Julia Hild prägten die Erinnerungen des Vorjahres das abschließende Laufen. Damals wurde Dietrich bei Kilometer 15 von der späteren Siegerin Alexandra Behrens überholt. „Ich war richtig erleichtert, trotzdem habe ich versucht, 4:30 Minuten pro Kilometer durchzulaufen.“ Am Ende verbesserte sie mit 4:33:48 Stunden sogar die Vorjahresmarke.

Julia Hille (4:58:17) und Alexander Nikopoulos (4:15:15), die beide im Trikot von Eintracht Frankfurt Triathlon starteten, feierten die Vizemeisterschaft. Auf dem vierten Platz freute sich Claudia Fiebig-Keller (TV Hergershausen/5:06:43) über den Titelgewinn in der AK W45. Weiterhin gab es noch fünf weitere regionale Titelträger: Clubkollegin Heike Hechler gewann die W35 (5:49:45) und Nadine Höß (SC Steinberg/6:32:23) die W65. Gerd Scheibe (SPV Seligenstadt/4:50:27) sicherte sich die M50, Wolfgang Reuter (EOSC Offenbach/5:02:05) war in der M55 vorne. Hans Kartschewski (Triathlon Rodgau/ 5:26:15) ist der neue M60-Landesmeister.

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