Aufstieg ist Ziel der TS Ober-Roden

„Mannschaft will in die Hessenliga“

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Ex-Profi Zivojin Juskic gestikuliert als Trainer vor der Ersatzbank des Verbandsliga-Tabellenführers TS Ober-Roden.

Ober-Roden - Die TS Ober-Roden ist in der Fußball-Verbandsliga Süd das Maß aller Dinge. Die Rödermarker überwintern an der Tabellenspitze, seit dem 23. August ist das Team ohne Niederlage. Von Daniel Schmitt 

Im Interview spricht TS-Trainer Zivojin Juskic über das vergangene Halbjahr, die Ziele in dieser Saison und die Stärken seiner Mannschaft.

Herr Juskic, Ihre Mannschaft galt vor der Saison als Topfavorit auf den Titel. Die Vorhersagen scheinen sich zu bewahrheiten. Sind Sie zufrieden?

Wir sind natürlich sehr zufrieden. Die Mannschaft hat lange Zeit auf einem sehr, sehr hohen Niveau gespielt und sich extrem stabil präsentiert. Aber eines ist auch klar: Es geht immer besser.

Was hätte besser sein können?

Am Anfang der Saison hatten wir noch ein paar Probleme, wir mussten uns erst finden. Da haben wir ein paar Punkte unnötig abgegeben.

Seit dem 1:4 in Neu-Isenburg Ende August kassierte Ihr Team keine Niederlage mehr. Was hat sich verändert?

Taktisch haben wir nicht viel verändert. Nur Aziz Bidou spielt nicht mehr im Mittelfeld, sondern in der Abwehr. Es ist zwar nicht unbedingt seine Lieblingsposition, er verleiht uns aber Stabilität.

Und das soll alles sein?

Wichtig war, dass wir uns nicht aus der Ruhe haben bringen lassen. Wir haben einfach hart weitergearbeitet. Außerdem ist die Mannschaft insgesamt über die Jahre reifer geworden. Spieler wie Bidou, Niklas Kessler oder Mario Gotta sind echte Führungscharaktere, die mittlerweile auch schon ein paar Jahre in der Verbandsliga spielen. Wir sind vom Kopf her stärker als in den vergangenen Spielzeiten.

Woran machen Sie das fest?

Da gibt es mehrere Punkte. Einer ist zum Beispiel, dass wir kein Gegentor in der Schlussphase bekommen haben. Das zeigt, dass wir physisch und vor allem mental sehr gut drauf sind.

Trotzdem ist es an der Spitze äußerst eng. Sie haben 40 Punkte, Bad Vilbel und Ginsheim ebenso, allerdings ein Spiel mehr absolviert. Dahinter folgt Neu-Isenburg mit 38 Zählern. Wird der Titel an eines dieser vier Teams gehen?

Jede dieser Mannschaften hat eine gute Chance, weil sich alle in ihren Stärken unterscheiden. Bad Vilbel kommt oft über das Spielerische, Neu-Isenburg steht defensiv stabil und ist bei Standards sehr gefährlich. Ginsheim spielt mit viel Elan.

Also wird es sich zwischen diesen vier Teams entscheiden?

Möglich, aber nicht sicher. Ich habe auch Viktoria Urberach oder RW Darmstadt noch nicht abgeschrieben.

Was macht Ihr Team im Vergleich zu den anderen besonders gut?

Wir sind in dieser Saison sehr ergebnisorientiert. Ab und an spielen wir vielleicht nicht so attraktiv, wie wir es in der Vergangenheit schon einmal gezeigt haben, insgesamt stimmt aber die Punkteausbeute. Ich gehe dennoch davon aus, dass es bis zum Ende spannend bleibt. Drei Mannschaften haben 40 Punkte auf dem Konto. Das zeigt, dass das Niveau der Liga gestiegen ist. In der abgelaufenen Saison gab es nur Hessen Dreieich und dahinter lange Zeit ziemlich wenig. Diesmal ist es enger.

Dreieich stieg am Ende auf, bei der TS ging es damals nur um Platz zwei. Es kamen Gerüchte auf, dass die Hessenliga gar nicht das erklärte Ziel des Vereins sei. Wie ist es in dieser Spielzeit?

Fakt ist, die Mannschaft will auf jeden Fall in die Hessenliga.

Und der Verein?

Letztlich kann ich das nicht abschließend beantworten. Ich denke aber, der Verein will es auch. Es wird auch abseits des Rasens viel getan in Ober-Roden.

Sie klingen positiv gestimmt, dass die Turnerschaft ihrer Favoritenrolle gerecht wird und in der Saison 2016/17 in der Hessenliga spielt?

Wir wollen als ganzes Team beweisen, dass wir die Qualität haben, um die beste Mannschaft der Verbandsliga zu werden. Nicht mehr und nicht weniger.

Neu-Isenburg gewinnt Spitzenspiel gegen Ober-Roden

Bilder: Unentschieden im Rödermark-Derby

Quelle: op-online.de

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