Turbulente Partie ohne Happy End

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Marten Kalmbach (in Weiß) gefiel nicht nur wegen seines Treffers.

Dieburg (jd) ‐ Am vorletzten Sonntag hatte die zweite Mannschaft des SC Hassia Dieburg sechs Tore bei der FSV Münster kassiert, nun waren es fünf zuhause gegen den 1. FC Niedernhausen. Und doch waren es zwei grundverschiedene Spiele – beim 3:5 gegen das Team aus dem Fischbachtal nämlich spielte der Fußball-B-Ligist überwiegend ansehnlich.

Doch auch eine deutliche Steigerung gegenüber dem 1:6 von Münster brachte nichts Zählbares ein. Früh sah es nach einer Abreibung aus, die es jedoch nicht werden sollte: Bereits nach 20 Minuten lag Niedernhausen mit 2:0 in Front. Es sah so aus, als hätten die Gäste den Mund nicht zu voll genommen, als sie vor der Saison in der Fußballbeilage dieser Zeitung von sich selbst als Aufstiegsanwärter Nummer eins sprachen.

In der Tat hat der Fußball in Niedernhausen einen positiven Wandel genommen, kamen ehemalige Talente zurück, ist der Angriff sehr gut besetzt, zählt Niedernhausen die meisten Zuschauer der Liga, wenn regelmäßig mehr als 100 Menschen zu den Heimspielen kommen. Kurz nach der Pause sah das Bild aber schon ganz anders aus – da stand es 2:2, hatten sich nie aufgebende Dieburger durch Tore von Daniel Huchstedt (30.) und Lukas Freudl (52.) zurückgekämpft. Zudem hielt Schlussmann Michael Schulz einen Elfmeter (26.).

Nur noch ein Platz vom Relegationsplatz entfernt

Die Defensive der Gäste wackelte bei fast jedem Angriff, auf der anderen Seite machte der FC aber meist alles richtig: So beim postwendenden 3:2 (55.). Spätestens nach dem 4:2 (64.), das der ansonsten ordentlich pfeifende Unparteiische gab, obwohl eine klare Abseitsposition vorlag, gab kaum jemand mehr einen Pfifferling auf die Hassia. Fast hätte daneben gelegen, wer so dachte: Marten Kalmbach verkürzte auf 3:4 und brachte Blau-Weiß zurück ins Spiel (67.). Aussagekräftig im Hinblick auf die Niedernhäuser Abwehr, dass einer der kleinsten und schmächtigsten Spieler auf dem Feld per Kopf einnetzte.

Danach drückten die Gastgeber, hätten durch Lukas Freudl (72.) und Ahmed Miskine (76.) ausgleichen können, ehe der fünfte Treffer der Gäste den Widerstand brach (81.). Marcel Kampka hatte Glück, nach einem rüden Foul noch nicht einmal Gelb zu sehen (85.). Der SC Hassia II ist nun nur noch einen Zähler vom Relegationsplatz entfernt.

Die Aufstellung des SC Hassia II: Michael Schulz – Bernhard Berz, Matthias Enders, Alex Hausmann – Marcel Kampka, Marten Kalmbach, Sabi Saoudi, Ahmed Miskine, Tayfun Durmus – Lukas Freudl, Daniel Huchstedt (Giuseppe Intili, Serhat Kaya).

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