VERBANDSLIGA Spiele der Neu-Isenburger Klubs aufgrund Corona-Fällen in Frankfurt abgesagt

Turnerschaft weiter an der Tabellenspitze

Unfair gestoppt wird in dieser Szene Jonas Dapp von Germania Ober-Roden (links) von einem Wald-Michelbacher.
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Unfair gestoppt wird in dieser Szene Jonas Dapp von Germania Ober-Roden (links) von einem Wald-Michelbacher.

Offenbach – Auch der Drittplatzierte der vergangenen Saison, der SV Unter-Flockenbach, stoppte den Erfolgslauf der TS Ober-Roden in der Fußball-Verbandsliga Süd nicht. Die Turnerschaft setzte sich an der Bergstraße mit 2:1 durch und verteidigte die Tabellenführung.

Der JSK Rodgau kassierte am Brentanobad die zweite Niederlage hintereinander und auch Germania Ober-Roden fiel nach dem 1:2 gegen Wald-Michelbach in der Tabelle weiter zurück. Der SC 1960 Hanau steckt weiter im Tabellenkeller fest. Bei Rot-Weiß Darmstadt unterlagen die Grimmstädter mit 1:4. Gleiches gilt für den SV Münster, der seinen Auswärtssieg aus der Vorwoche bei Spitzenreiter SG Bornheim/GW nicht vergolden konnte und das Aufsteigerduell in Rüsselsheim verlor.

Die Partie des SV Pars Neu-Isenburg bei den Sportfreunden Frankfurt wurde aufgrund von mittlerweile drei bestätigten Corona-Fällen auf Seiten der Speuzer abgesagt. Das Gesundheitsamt Frankfurt hat die Quarantäne zunächst bis zum 12. Oktober festgesetzt. Das bedeutet, dass auf jeden Fall auch das nächste Punktspiel der Sportfreunde am 11. Oktober bei der Spvgg. 03. Neu-Isenburg nicht stattfindet. Das Gesundheitsamt Frankfurt empfahl zudem der Spvgg. 05 Oberrad, vor einer Woche Gegner der Sportfreunde, Corona-Tests durchzuführen. Diese sind jedoch erst am heutigen Montag möglich. Daher fiel auch die Begegnung der 05er bei der Spvgg. Neu-Isenburg aus.

SV Unter-Flockenbach - TS Ober-Roden 1:2 (0:2). In der ersten Hälfte boten die Ober-Rodener erneut eine herausragende Leistung, „Unter-Flockenbach hat nicht am Spiel teilgenommen“, zeigte sich TSO-Trainer Bastian Neumann zufrieden, „wir waren hoch motiviert, haben Unter-Flockenbach 45 Minuten lang bearbeitet.“ Die Turnerschaft griff frühzeitig an, beraubte die Gastgeber so ihrer größten Stärke, dem schnellen Spiel über die Außen. Und nach Standards waren die Gäste zweimal erfolgreich. Zunächst verlängerte Florian Henkel einen Freistoß und Yannik Schultheis vollendete aus kurzer Distanz zum 0:1 (17.), dann köpfte Henkel einen Eckball ein (43.). Zwischen beiden Treffern köpfte Ober-Rodens Benedikt Strauss noch an die Latte (35.). „Es war klar, dass wir dieses Tempo nicht über 90 Minuten gehen können“, meinte Neumann. Und so hatten die Ober-Rodener zu Beginn des zweiten Durchgangs eine 20-minütige Druckphase der Bergsträßer zu überstehen, in deren Verlauf auch der Anschlusstreffer fiel (62.). Doch die Turnerschaft kämpfte leidenschaftlich und hielt erfolgreich dagegen. „Wir haben perfekt gekontert, aber das dritte Tor nicht gemacht“, meinte Neumann. Gianluca Firrantello sowie die eingewechselten Maximilian Waas und Luis Roth vergaben beste Chancen, sodass es bis zum Schlusspfiff spannend blieb.

Ober-Roden: Schwaar; Dettki, Strauss, Henkel, Schultheis, S. Yildirim, Kozlu, Zeise (56. Gick), Firrantello (75. Waas), D. Profumo, M. Profumo (87. Roth)

Tore: 0:1 Schultheis (17.), 0:2 Henkel (43.), 1:2 Graidia (62.) - Rote Karte: Schmidt (86./Unter-Flockenbach, Notbremse)

Rot-Weiss Frankfurt - JSK Rodgau 2:1 (2:0). „Ein Unentschieden wäre möglich gewesen, aber dafür muss man 90 Minuten präsent sein. Wir aber waren in der ersten Hälfte nicht auf dem Platz und sind zu spät aufgewacht“, sagte JSK-Trainer Maik Rudolf. Und so legten die „Roten“ in der ersten Hälfte eine verdiente 2:0-Führung vor. „Nach dem Wechsel haben wir uns deutlich gesteigert, waren bissiger“, erkannte Rudolf. Nur fünf Minuten nach Wiederanpfiff verkürzte Chakib Nejeoui Flores nach feinem Spielzug über Clemens Freitag und Savvas Konstantinidis auf 1:2. Jügesheim hatte weitere gute Chancen durch Benjamin Arnautovic und den eingewechselten Petrit Hulaj, zum Unentschieden reichte es für die Gäste aber nicht mehr.

JSK Rodgau: Czaronek; D. Garcia Rosa, Arnautovic, Köhler, Enders, Ballesteros, Büttner (85. Fröhlich), Freitag, Nejeoui Flores, Fakic (78. Mensah), Konstantinidis (73. Hulaj)

Tore: 1:0 Arlovic (31.), 2:0 Danso (45.), 2:1 Nejeoui Flores (50.)

Germania Ober-Roden - Eintracht Wald-Michelbach 1:2 (1:2). Die Germania präsentierte kurzfristig noch einen Neuzugang: Vom Ligarivalen Spvgg. 03 Neu-Isenburg wechselte Damien Letellier zu den Blau-Schwarzen. Bei der Spielvereinigung war der Mittelfeldspieler zuletzt mehrfach nur Ersatz, Germania-Trainer Fabian Bäcker beorderte den ehemaligen Seligenstädter direkt in die Startformation. Letellier setzte gleich mal ein Zeichen und holte sich nach nur sieben Minuten eine gelbe Karte ab – und sah kurz vor Spielende Gelb-Rot.

„Wir haben gut angefangen und die Vorgaben umgesetzt“, sagte Bäcker. Folgerichtig gingen die Hausherren nach nur 16 Minuten durch David Stemann verdient in Führung, hielten dieses aber nur vier Minuten. Dann glich Eintracht-Torjäger Jan Gebhardt nach einem Patzer der Germania-Defensive, die die Situation eigentlich schon geklärt hatte, den Ball Gebhardt aber in die Füße spielte, zum 1:1 aus. „Bis zur Pause hätten wir ein bis zwei Elfmeter bekommen müssen“, zeigte sich Bäcker von der Leistung des Unparteiischen Lars-Hendrik Köpsel (Hattenhof) enttäuscht. Der Pfiff blieb aber jeweils aus und so fiel das Tor auf der anderen Seite, Lars-Eric Schwinn brachte die Wald-Michelbacher Sekunden vor dem Pausenpfiff in Führung. Auch mit der zweiten Hälfte zeigte sich Bäcker nicht unzufrieden, wieder einmal aber nutzte Ober-Roden – unter der Woche waren die Germanen noch 120 Minuten im Hessenpokal beim SV Pars Neu-Isenburg (4:6) gefordert gewesen – seine Chancen nicht. „Wir haben aus sechs Spielen neun Punkte geholt, das ist zu wenig. Zumal wir fünfmal zu Hause gespielt haben“, fasste Fabian Bäcker zusammen.

Germania Ober-Roden: Weinreich; Schulte, Lehnert, Özgün (75. Cerveny), Marweg, Letellier, Czerwinski, Stemann, Günther (70. Firat), Dapp (80. Ennin), Christophori-Como

Tore: 1:0 Stemann (16.), 1:1 Gebhardt (20.), 1:2 Schwinn (45.) - Gelb-Rote Karte: Letellier (86./Ober-Roden)

Rot-Weiß Darmstadt - SC 1960 Hanau 4:1 (0:1). „Wir hätten den Deckel draufmachen müssen“, sagte Hanaus Trainer Savas Erinc mit Blick auf die guten Chancen, die Danny Kadioglu und Abddussamend Gürsoy vergaben. So aber führten die Gäste nach einer sehr guten Leistung zur Pause nur mit 1:0. Darmstadt kam aggressiv aus der Kabine und glich nach nur wenigen Sekunden aus stark abseitsverdächtiger Position zum 1:1 aus. Mit einem Doppelschlag durch das zweite Tor von Murad Mahmudov und Emin Aykir nach einer Stunde wendeten die Rot-Weißen die Partie endgültig, „auf einmal war es ein ganz anderes Spiel. Wir hatten keine Kontrolle mehr über die Partie, weil wir unsere Aufgaben nicht mehr erledigt haben, was uns in der ersten Hälfte noch sehr gut gelungen ist“, stellte Erinc fest. Darmstadt hatte die Partie nun im Griff und erhöhte acht Minuten vor Spielende durch Firat-Samet Uzun sogar noch auf 4:1.

SC 1960 Hanau: Pellowski; Aslan, Topic, Gecili. Habibovic, Bauer (32. Karabas), Parker (79. Kaya), Bicakci, Dos Santos Ferreira, Gürsoy, Kadioglu (68. Mickley)

Tore: 0:1 Kadioglu (38.), 1:1, 2:1 Mahmudov (46., 58.), 3:1 Aykir (60.), 4:1 Uzun (82.)

SG VfR/Dersim Rüsselsheim - SV Münster 3:2 (1:0). „Das war eine unnötige und vermeidbare Niederlage“, meinte SVM-Sprecher Joachim Boucher. Die Gäste mussten auf Mark Braun (Verdacht auf Muskelfaserriss) und Arian Sahitolli (Gelb-Rot-Sperre verzichten). „Die erste Hälfte war ein typischen 0:0-Spiel“, sagte Boucher. Doch die Rüsselsheimer nutzten ihre einzige Torchance im ersten Durchgang durch Spiridon Pentidis zur Führung (30.). Zwei individuelle Fehler führten nach dem Seitenwechsel zu den Gegentoren zwei und drei. Talmiz Butt verkürzte mit einem 15-Meter-Schuss für Münster auf 1:3, „da waren wir plötzlich im Spiel“, erklärte Boucher. Es reichte jedoch nur noch zum Anschlusstreffer durch Adrian Postall kurz vor Schluss. Zu spät, um noch einen Punkt mitzunehmen.

SV Münster: Petrinec; Seib, Ries (46. Karipidis), Butt, Wolf, Anton Sahitolli (80. Lunetto), Rubic, Köllhofer, Schrom, Bajrami (58. Huther), Postall

Tore: 1:0 Pentidis (30.), 2:0 Reka (52.), 3:0 Pentidis (67.), 3:1 Butt (70.), 3:2 Postall (87.) - Bes. Vork.: Tekin (Rüsselsheim) hält FE von Karipidis (77.)  leo

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