Frauenfußball

Über die U17-Bundesliga und China nach Schaafheim

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Jassem Samir ist neuer Trainer der Viktoria

Schaafheim – Mit fünf Punkten Vorsprung Spitzenreiter der Fußball-Gruppenliga Darmstadt der Frauen, bester Angriff (52 Tore) und beste Defensive (sechs Gegentore) – sportlich läuft es optimal bei Viktoria Schaafheim. Von Lars Herd

Trotzdem gab es einen Trainerwechsel: Jassem Samir folgte auf das Duo Stefanie Hirschl und Markus Lackner, das nach dem Intermezzo von Thomas Langen übergangsweise ausgeholfen hatte. Lackner tritt aus privaten Gründen kürzer. Hirschl wird Samir zumindest bis Sommer noch unterstützen.

Der Neue ist zwar erst 25 Jahre alt, bringt aber neben der B-Lizenz reichlich Erfahrung mit – von der Kreisklasse bis zur Bundesliga. Mit 16 Jahren trainierte Samir erstmals ein Bambini-Team, danach war er unter anderem in der Frauen- und Mädchenabteilung der Frankfurter Eintracht aktiv, wo er in der U17-Bundesliga mit Marcello Muzio arbeitete, der derzeit mit Schott Mainz den zweiten Platz in der Frauen-Regionalliga belegt. Später folgte ein Aufenthalt in China als Coach einer U17 sowie als Ausbilder für Trainer. „Aktuell bin ich außerdem noch für die Fundacion Real Madrid als Fußball-Trainer auf Abruf angemeldet“, erklärt Samir, „die Station hat aber nichts mit dem Spielbetrieb zu tun“. In der Hinrunde hatte er noch bei der SG Bornheim II das Sagen.

Nachdem er die SG Bornheim aufgrund unterschiedlicher Ansichten verlassen hatte, suchte Samir eine neue Herausforderung. Diese fand der Frankfurter im Internet über eine DFB-Trainerbörse. Zunächst war der 25-Jährige überrascht, dass die Schaafheimer trotz ihrer „Spitzenbilanz“ einen neuen Coach gesucht hatten. „Das hat sich in den Gesprächen dann aber schnell geklärt.“ Nun will er die erfolgreiche Saison mit der Viktoria fortsetzen und den direkten Wiederaufstieg in die Verbandsliga schaffen. „Dort wollen wir uns dann festsetzen“, so Samir. Überzeugt hat ihn auch das Konzept und der fast durchgängig besetzte Mädchennachwuchs: „Das ist klasse, hier kann man etwas aufbauen.“

Samirs erster Eindruck ist positiv: „Die Mannschaft hat ein sehr gutes Wir-Gefühl, alle kommen gut miteinander aus.“ Nun will er seine Erfahrungen ans Team weitergeben und die Spielerinnen weiterentwickeln. Zwar lässt er seine Mannschaften gerne über die Außen spielen, aber unbedingt durchdrücken will er sein System nicht: „Es bringt nichts, wenn ich auf eine Spielidee bestehe, die nicht zum Personal passt.“

Nach Erfolgen bei zwei Hallenturnieren sowie im ersten Test bei der SG Bornheim/GW (2:0) steht am Samstag (18 Uhr) der erste große Härtetest bei Hessenliga-Primus TSG Neu-Isenburg an. Ein weiterer Test steht am 23. Februar (15 Uhr) gegen die FSG Rodgau/Zellhausen an.

Quelle: op-online.de

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